«...auch wenn es schwer wird»
Interview: Sebastian Rieder, Fribourg. Aktualisiert am 11.02.2012 9 Kommentare
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Ungewöhnlich schnell stellte sich Roger Federer nach der 1:3-Niederlage gegen John Isner den Medien. Knapp eine Viertelstunde nach dem verwerteten Matchball des US-Amerikaners schlurfte er mit gesenktem Haupt vor die Mikrofone; wohl mit dem Ziel auch so schnell wie möglich von der Pressekonferenz zu verschwinden.
Dass er das zweite Spiel gegen die USA verloren hatte, war ihm sichtlich unangenehm – trotzdem versuchte er der kleinen Tennis-Sensation eine nüchterne Analyse entgegenzustellen. «Ich glaube nicht, dass das Problem war, wie ich gespielt habe. Das Problem war, dass ich ein paar knappe Punkte und Ballwechsel verloren habe, die vielleicht einen riesigen Unterschied gemacht hätten, hätte ich einen dieser Punkte gewonnen.»
Nachdem Federer eifrig den Konjunktiv bemühte und sich dabei nicht viel vorzuwerfen hatte, beendete er die Analyse mit einer kleinen Lobpreisung an seinen grossen Bezwinger. «Der Sieg ist sein Verdienst. Es ist schwer etwas auszuprobieren, wenn er so serviert», so Federer, der trotz der bitteren Pleite und dem 0:2-Rückstand den Achtelfinal gegen die USA noch nicht aufgeben hat. «Die Stimmung im Team ist immer noch toll. Wir gewinnen zusammen, und wir verlieren zusammen. Wir werden im Doppel noch einmal alles geben, auch wenn es schwer wird. Aber die Fans hier in Fribourg sind super. So eine Atmosphäre wie hier habe ich noch nie erlebt.»
(DerBund.ch/Newsnet)
Erstellt: 10.02.2012, 22:47 Uhr
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