«Wenn einer bescheisst, muss der genagelt werden»

Roger Federer feierte ein starkes Comeback. Nun spricht er über seine Planung, seine Kinder und Doping.

Mit Bart und Zuversicht an die Australian Open: Roger Federer trainiert bereits in der Rod Laver Arena in Melbourne.

Mit Bart und Zuversicht an die Australian Open: Roger Federer trainiert bereits in der Rod Laver Arena in Melbourne. Bild: Keystone

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Roger Federer ist zurück. Auf dem Tennisplatz – und unter den Argusaugen der Öffentlichkeit. In Perth zeigte er sich spielfreudig wie eh und je. Dennoch hat die Meniskusoperation einiges verändert: «Ich bin schon vorsichtiger, was ich herausposaune», sagt der 35-jährige Basler.

«Ich kenne mein Alter und kann sicher nicht bis Tokio 2020 vorausschauen.» Vorläufig plane er bis Miami im April. Danach habe er natürlich eine Ahnung, welche Turniere er spielen wolle, «aber das gilt nur, wenn jetzt in den nächsten Wochen und Monaten alles gut geht.»

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Die Fragen nach seinem Rücktritt würden ihn nicht nerven. «Mühsam war vielmehr, dass es schon 2009 angefangen hat.» Er frage sich einfach, wie oft er die Frage noch beantworten solle. «Ich weiss die Antwort ja selber nicht», betont Federer. Auf eine Art wäre es einfacher, wenn er jetzt schon wüsste, wann genau er aufhören würde. «Ich lass es auf mich zukommen, und irgendwann werde ich es wahrscheinlich spüren.»

Tennis auch ohne Doping möglich

Federer nimmt auch Stellung zum Thema Doping: «Wenn einer beschissen hat, erwarte ich, dass der sofort ‹genagelt› wird, dann ist fertig.» Er mache sich aber ums Tennis keine Sorgen. Erstens sei der Sport «nicht so abhängig von einem Star, dass du den nicht fallen lassen kannst».

Und zweitens: «Tennis ist ja am Ende immer noch ein Spiel, intuitiv, das schaffst du locker ohne Doping.» Er verhehlt aber nicht, dass das viele Geld, das heutzutage in den Sport fliesst, den Anreiz zum Betrügen deutlich erhöht hat.

Über sein Leben im Rampenlicht beklagt er sich nicht im Geringsten. Federer zeigt sich überzeugt, dass es seinen Kindern gut geht, auch wenn sie kein «normales Leben» haben. «Sie haben mega Spass auf der Tour und viele Freunde.» Auch, dass er immer unter Beobachtung steht, mache ihm nichts aus. «Ich habe ja nichts zu verbergen.»

Video – Federer-Treffen rührt Fan zu Tränen:

(SDA)

Erstellt: 09.01.2017, 11:01 Uhr

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5.JPNKei Nishikori5010
6.FRAGael Monfils3625
7.CROMarin Cilic3605
8.AUTDominic Thiem3415
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10.CZETomas Berdych3060
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Stand: 16.01.2017 09:13
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