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Sebastian Rieder
Sport- und Videoreporter


Verschenkt Federer 3000 Punkte?

Aktualisiert am 03.04.2012 22 Kommentare

Roger Federer muss seinen ursprünglichen Turnierplan nach dem frühen Aus in Miami noch einmal überdenken – die Müdigkeit steht ihm dabei im Weg.

Karibik oder Casino? Roger Federer könnte sich längere Ferien gönnen oder in zwei Wochen in Monte Carlo die Sandplatzsaison eröffnen. (Bild: Showkampf gegen Rafael Nadal in Monaco 2006.)

Karibik oder Casino? Roger Federer könnte sich längere Ferien gönnen oder in zwei Wochen in Monte Carlo die Sandplatzsaison eröffnen. (Bild: Showkampf gegen Rafael Nadal in Monaco 2006.)
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Federers frühes Aus in Miami

Federers frühes Aus in Miami
Der Schweizer scheitert in Key Biscayne in der 3. Runde an Andy Roddick.

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RNameP
1.SRBNovak Djokovic12310
2.SCOAndy Murray8670
3.SUIRoger Federer8000
4.ESPRafael Nadal6895
5.ESPDavid Ferrer6740
6.CZETomas Berdych4700
7.ARGJuan Martin Del Potro4320
8.FRAJo-Wilfried Tsonga3795
9.FRARichard Gasquet3090
10.SRBJanko Tipsarevic2640
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Stand: 20.05.2013 00:38

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Roger Federer steht wohl eine der schwierigsten Entscheidungen seiner Karriere bevor. Soll er im April die dringend nötige Energie tanken oder Körper und Geist noch einmal an die Leistungsgrenze treiben? Will er tatsächlich noch einmal die Nummer eins werden, muss Federer (ATP 3), der derzeit mit seiner Familie in der Karibik weilt, seinen Urlaub verkürzen. Bereits in zwei Wochen wird die Sandplatzsaison mit dem Masters-1000-Turnier von Monte Carlo eröffnet, eine Destination, die der Schweizer dieses Jahr eigentlich nicht auf dem Zettel hatte. «Es ist möglich, dass ich in Monte Carlo antreten werde. Andererseits ist es aber nicht ausgeschlossen, dass ich von den nächsten drei grossen Turnieren gar keines oder nur eines spielen werde», sagte Federer nach der überraschenden Niederlage gegen Andy Roddick in Miami.

Federer fühlte sich nach dem Aus in der 3. Runde ausgebrannt und nannte eine «grosse Müdigkeit» als einen der Gründe für die frühe Pleite gegen den US-Amerikaner. Nebst dem Turnier in Monaco stehen Federer die 1000er-Turniere von Madrid und Rom bevor – die Hauptprobe für das French Open Ende Mai. Federer befindet sich in einem Dilemma: Lässt er das Turnier in Monte Carlo sausen, verpasst er die Chance, Rafael Nadal von Platz zwei zu verdrängen. Im vergangenen Jahr scheiterte Federer im Fürstentum im Viertelfinal und hat im Vergleich zu Titelverteidiger Nadal weit weniger Punkte zu verteidigen. Weil der Spanier in Miami wegen Knieschmerzen den Halbfinal gegen Andy Murray kampflos aufgeben musste, beträgt die Differenz im ATP-Ranking nur noch 900 Punkte. Nach Monaco hat Nadal in Madrid und Rom beide Male eine Finalteilnahme aus dem Vorjahr auf dem Punktekonto – im besten Fall könnte Federer Ende April vor Nadal stehen und den Tennisthron von Novak Djokovic in Angriff nehmen.

«Ich muss auf meinen Körper hören.»

Es ist kein Geheimnis, dass Federer wieder die Nummer eins der Welt werden will; und sei es nur für eine Woche. Dann hätte er Pete Sampras (286 Wochen die Nummer 1) als alleinigen Rekordhalter entthront. Um Djokovic an der Spitze abzulösen, ist allerdings auch ein Grand-Slam-Sieg in Roland Garros, Wimbledon oder an den US Open nötig – immer vorausgesetzt, Djokovic kann seine formidable Form halten. Um für die kraftraubenden Grand Slams fit zu sein, müsste Federer eigentlich pausieren. Er selbst ist noch unentschlossen, sagt aber: «Ich muss auf meinen Körper hören.» Gut möglich, dass Federer bis zu den French Open also auf mögliche 3000 Punkte verzichtet. Es wäre ein mutiger, aber wohl richtiger Entscheid, zumal im Sommer noch die Olympischen Spiele in London anstehen und er im Herbst seine vier Titel aus der Hallensaison bestätigen muss.

Erstellt: 02.04.2012, 13:38 Uhr

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22 Kommentare

Hans-Ruedi Hebeisen

02.04.2012, 14:33 Uhr
Melden 77 Empfehlung 0

Nur einer kann da richtig entscheiden: Roger Federer. Er wird es tun. Antworten


Reb Ryt

02.04.2012, 14:47 Uhr
Melden 73 Empfehlung 0

es ist JETZT an der zeit, dass wir roger federer entscheiden lassen sollten,was gut für ihn ist und was nicht!er hat im tennis alles erreicht,vielleicht wird das künftig mehr sein,vielleicht aber auch nicht.freuen wir uns doch einfach darüber,wenn er erfolgreich ist + sehen es ihm nicht nach,wenn er mal früher ausscheidet als wir es uns wünschen würden.roger ist in jeglicher hinsicht ein vorbild! Antworten



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