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«Tsonga sprüht momentan vor Selbstvertrauen»

Aktualisiert am 26.11.2011

Roger Federer lässt David Ferrer im Halbfinal der World Tour Finals keine Chance und trifft nun im Endspiel auf Jo-Wilfried Tsonga. DerBund.ch/Newsnet berichtete live.

1. Satz 2. Satz 3. Satz
Roger Federer 7 6
David Ferrer 5 3

1/5 Die Gewissheit: Federer nutzt den zweiten Matchball und steht zum siebten Mal im Endspiel der ATP World Tour Finals.

   

  • Matchbericht

    Federer zum 7. Mal im Endspiel Seinen 100. Final auf der ATP Tour erreichte Federer alles andere als mühelos. Lange Zeit kam er in der Londoner O2-Arena nicht annähernd an die Leistungen der vergangenen Tage heran. Von der Grundlinie agierte er fehlerhaft. Glücklicherweise funktionierte der Service einigermassen wie gewünscht und sein Netzspiel war sogar überragend.

    Trotzdem hätte der erste Satz zugunsten von Ferrer ausgehen können. Der Spanier, der keine der zwölf Begegnungen mit Federer gewinnen konnte, zwang den Baselbieter bei 5:4 viermal über Einstand. Nachdem er diesen Schreckmoment überstanden hatte, lief es Federer deutlich besser. Er gewann auch die folgenden vier Games und setzte sich damit im zweiten Satz früh vorentscheidend ab. Ferrer erarbeitet sich im 85 Minuten dauernden Match keinen Breakball.

    Der 16. Matchgewinn in Folge hievt Federer in der Weltrangliste zurück auf Platz 3. Er löst am Montag Andy Murray ab und beendet damit das Jahr in den Top 3. Wichtiger ist für ihn allerdings das Erreichen des Finals. Erst fünf Spieler vor ihm haben in der Open Era mindestens 100 Mal im Final gestanden: Jimmy Connors, Ivan Lendl, Guillermo Vilas und John McEnroe.

    Wieder ein Sonntag mit Tsonga

    Im Endspiel trifft Federer auf Jo-Wilfried Tsonga. Begegnungen mit dem Franzosen sind in diesem Jahr und insbesondere in den letzten Wochen häufig geworden. Die beiden stehen sich zum dritten Sonntag in Folge gegenüber. Vor zwei Wochen hatten sie den Final in Paris-Bercy bestritten und vor sieben Tagen das Turnier in London eröffnet. Beide Partien gewann Federer, in der französischen Hauptstadt mit 6:1, 7:6 und in der englischen mit 6:2, 2:6, 6:4. Immerhin konnte Tsonga zwei der sieben Duelle gegen den Schweizer in diesem Jahr gewinnen. Der 26-Jährige aus Le Mans siegte im Viertelfinal von Wimbledon nach Zweisatz-Rückstand und in Montreal.

    Bei seiner zweiten Teilnahme an den World Tour Finals hat Tsonga seit seiner Auftaktniederlage Mardy Fish, Rafael Nadal und im Halbfinal Tomas Berdych bezwungen. Gegen den Tschechen gewann er 6:3, 7:5. Er spielte sicherer auf als Berdych, der erst 24 Stunden zuvor sein letztes Gruppenspiel bestritten hatte. Federer weiss, was ihn erwartet: «Tsonga sprüht momentan vor Selbstvertrauen. Er spielt in der Halle sehr stark und glaubt an seine Chance.»

  • Matchball 6:3

    Mit einem glücklichen Netzroller zwingt Federer Ferrer zum 40:40. Starker Angriff am Netz, Matchball für Federer, aber der Schweizer vertendelt die erste Chance. Ein kurzer Slice verleitet Ferrer zum Fehler, zweiter Matchball. Mit einem schönen Ball auf die Linie gewinnt Federer das Match nach 1 Stunde 25 Minuten.

  • 5:3

    Federer eröffnet das achte Game mit seinem sechsten Ass und spielt auch im Anschluss fehlerfrei.

  • 4:3

    Auch Ferrer holt sich sein Game zu null.

  • 4:2

    Wieder ein Game zu null. Federer brilliert vor allem mit der Rückhand.

  • Breakball 3:2

    Ein Doppelfehler bringt Ferrer in Bedrängnis. 15:40 für Federer, doch der Spanier wehrt beide Breakbälle ab.

  • 3:1

    Bei eigenem Aufschlag ist Federer gnadenlos. Das Break hat er immer noch in der Tasche.

  • 2:1

    Und auch im zweiten Aufschlagsspiel von Ferrer ist Federer dran, doch der Schweizer geht bei 30:40 leichtfertig mit seiner Chance um. Am Netz ist Federer einfach zu nonchalant. Wenn sich das mal nicht rächt.

  • 2:0

    Federer bestätigt das Break souverän.

  • Breakball 1:0

    Was für ein Auftakt zum zweiten Satz! Federer bereits mit dem ersten Breakball. Mit einem Vorhand-Winner klaut er Ferrer bereits das erste Game.

  • Satzball 7:5

    Federer nutzt den zweiten Satzball mit einem Servicewinner. Gutes Timing des Schweizers, kurz vor Ende des ersten Satzes Ferrer zu breaken.

  • Breakball 6:5

    Federer mit sauberen Linienbällen. Ferrer hat viel Mühe die Bälle zu kontrollieren. Nach einer Rally kommt Federer zu zwei Breakbällen. Nach einem bescheidenen Slice von Federer, setzt Ferrer den Ball tatsächlich neben die Linie. Es ist das erste Break in diesem Spiel.

  • 5:5

    Federer hält seine Service doch noch. Er offenbart in diesem Game aber ungewohnte Schwächen mit Service und Vorhand.

  • Federer hatte noch einmal Vorteil bringt sich mit einem unmotivierten Stoppball aber wieder um diesen.

  • Wieder verzieht Federer die Vorhand, und wieder heisst es Deuce.

  • Servicewinner und Vorteil Federer!

  • Federers Vorhand gerät zu lang. 40:40.

  • Ein Ass von Federer, und es heisst 40:30.

  • 30:30 bei Service Federer. Gameball oder Satzball Ferrer?

  • 4:5

    Ferrer auch am Netz stark. Federer serviert jetzt gegen den Satzverlust.

  • 4:4

    Federer mit Leichtigkeit zum 4:4. Kein Punkt für Ferrer beim Return.

  • 3:4

    Ferrer bei eigenem Aufschlag wieder souverän.

  • 3:3

    Federer schafft trotz kleiner Fehler den Ausgleich. Die Rückhand ist noch nicht richtig justiert.

  • Breakball 2:3

    Nach zwei Doppelfehlern kommt es zur ersten Breakchance für Federer, aber der Schweizer ist zu langsam auf den Beinen, um die Winkelbälle von Ferrer zu erreichen.

  • 2:2

    Federer kommt jetzt auch zu einigen Smashes und gleicht locker aus. 40:15.

  • 1:2

    Es kommt erstmals zu längeren Ballwechseln. 30:30. Sichere Returns geben Federer die Chance auf einen Breakball, aber im Spiel gelingt sein Slice noch nicht nach Wunsch.

  • 1:1

    Roger Federer zeigt gleich in seinem ersten Game Aufschlag und Volley. 40:15, keine Probleme.

  • 0:1

    David Ferrer beginnt das Match und kommt locker durch, obwohl kein erster Aufschlag im Feld.

  • Die beiden Spieler kommen auf den Platz. Roger Federer wird mit tosendem Applaus empfangen.

  • Willkommen zum Live-Ticker. Gleich gehts los mit dem Spiel Federer – Ferrer.

  • Vorschau

    Roger Federer reiste als einziger Vertreter der Top 4 in guter körperlicher und mentaler Verfassung an die ATP World Tour Finals – und als einziger Vertreter der Top 4 steht er nun in den Halbfinals. Heute um 15 Uhr trifft er dort auf den Spanier David Ferrer (ATP 5), der in den ersten beiden Gruppenspielen mit Siegen gegen Novak Djokovic und Andy Murray überraschte, gegen Tomas Berdych zum Schluss aber in drei Sätzen den Kürzeren zog.

    Der Tennis-Arbeiter Ferrer ist für Federer ein geradezu idealer Gegner. Elfmal trafen die beiden bislang aufeinander, elfmal setzte sich der 16-fache Grand-Slam-Champion aus dem Baselbiet durch. Nur dreimal musste er Ferrer einen Satzgewinn zugestehen. Gegen Jo-Wilfried Tsonga (6:3 Siege) und Berdych (10:4 Siege) führt Federer im Head-to-Head ebenfalls deutlich. Tsonga liess er zuletzt im Final des Masters-1000-Turniers von Paris-Bercy nicht den Hauch einer Chance.

    Für Ferrer ist es bitter, auf Federer zu treffen. Entsprechend fielen die Reaktionen der spanischen Presse aus. «Berdych kompliziert Ferrers Leben», titelte etwa die Sportzeitung «Marca». Federer habe sich durch seine jüngsten Leistungen zum klaren Favoriten auf den Turniersieg gemacht.

    Gewinnt Roger Federer seinen Halbfinal gegen Ferrer, löst er Andy Murray am Montag wieder als Nummer 3 der Weltrangliste ab. Noch gibt sich Ferrer aber nicht geschlagen. «Ich werde mein Bestes geben und hart kämpfen. Ich habe Roger noch nie bezwungen und hoffe, dies endlich ändern zu können», gab er zu Protokoll. (ak)

Erstellt: 26.11.2011, 12:46 Uhr

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