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So plant Nadal die Rückeroberung der Nummer 1
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Als sein Viersatzsieg über Juan Martin Del Potro feststand und Spanien den fünften Davis-Cup-Titel auf sicher hatte, liess sich Rafael Nadal mit einem Freudenschrei rücklings in den Sand der Tennisarena von Sevilla fallen. So wie er es sonst tut, wenn er in Roland Garros das French Open gewinnt. Nadals grosse Emotionen belegen, wie sehr er sich mit seinem Land identifiziert und welche Bedeutung er dem Teamanlass beimisst. Und trotzdem findet der Davis-Cup 2012 ohne ihn statt. Der Mallorquiner, der im Final gegen Argentinien seine Freude am Tennis wiederentdeckte, setzt in der kommenden Saison voll auf die Rückeroberung der Nummer 1 und die vier Major-Turniere.
Federer hat es vorgemacht
Nadal will nicht riskieren, dass er wieder in einen Zustand der Erschöpfung und Demotiviertheit verfällt wie in diesem Herbst, als er unter anderem an den World Tour Finals in London eine 3:6, 0:6-Schlappe gegen Roger Federer hinnehmen musste. Der Verzicht auf den Davis-Cup ist das einzige für die Weltrangliste folgenlose Mittel, den Turnierkalender schlanker zu machen. Roger Federer schreckt schon seit Jahren davor zurück, den gesamten Wettbewerb zu bestreiten und musste sich deswegen auch schon harsche Kritik gefallen lassen.
«Ich will mich nicht übernehmen»
«Ich war über viele Jahre einer jener Spieler mit den meisten Partien in einem Jahr und will mich nicht übernehmen», erklärte Nadal in Sevilla. «Das nächste Jahr ist ein Olympia-Jahr, deshalb ist meine Davis-Cup-Teilnahme ein Ding der Unmöglichkeit.» Das Olympia-Turnier, das auf dem Rasen des All England Club in Wimbledon ausgetragen wird, ist für die Stars eine Art zusätzliches Grand-Slam-Turnier, von der Bedeutung und von der Belastung her.
Der Sieg im Davis-Cup versetzte Nadal einen grossen Motivationsschub für die nächste Saison, in der mit Djokovic, Federer und ihm selbst drei Tenniskönige um einen einzigen Thron kämpfen. «Das war die perfekte Art, das Jahr abzuschliessen», so Nadal. Er dürfte im Hinterkopf haben, dass der Gewinn der als hässlichste Salatschüssel der Welt verschrienen Silbertrophäe eine der Triebfedern von Djokovics fabelhaftem Höhenflug in der abgelaufenen Saison war.
(DerBund.ch/Newsnet)
Erstellt: 05.12.2011, 14:37 Uhr







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