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Selbstbewusst dank Niederlage gegen Federer
Von Roman Soom. Aktualisiert am 26.08.2012
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ATP Weltrangliste
| R | Name | P | |
|---|---|---|---|
| 1. | ![]() | Novak Djokovic | 12310 |
| 2. | ![]() | Andy Murray | 8670 |
| 3. | ![]() | Roger Federer | 8000 |
| 4. | ![]() | Rafael Nadal | 6895 |
| 5. | ![]() | David Ferrer | 6740 |
| 6. | ![]() | Tomas Berdych | 4700 |
| 7. | ![]() | Juan Martin Del Potro | 4320 |
| 8. | ![]() | Jo-Wilfried Tsonga | 3795 |
| 9. | ![]() | Richard Gasquet | 3090 |
| 10. | ![]() | Janko Tipsarevic | 2640 |
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Erstaunlicherweise hat der verlorene Wimbledon-Final Andy Murrays Selbstvertrauen bedeutend mehr Schub verliehen als sein Sturmlauf zur olympischen Goldmedaille an gleicher Stätte. «Auch wenn ich nicht gewonnen habe, hat mir der Final gegen Roger Federer den Glauben verliehen, den ich in meinen bisherigen Grand-Slam-Endspielen nicht hatte. Da hatte ich immer das Gefühl, weit weg zu sein», sagte Murray, der das US Open in New York fast auf Augenhöhe mit Federer und Novak Djokovic in Angriff nimmt. Die Veränderungen in Murrays Spiel sind deutlich sichtbar. Die Vorhand ist nun auch gegen die Allerbesten eine Waffe, seine neue Aggressivität erinnert kaum mehr an den oft zu zögerlichen Läufer, der er einmal war.
Massgeblich beteiligt an diesem Wandel ist Ivan Lendl. Der frühere Weltranglistenerste, der zuvor nie als Coach arbeitete, scheint den Nerv des Schotten genau zu treffen. «Am wichtigsten ist seine Erfahrung», erklärte Murray. Dass ein ehemaliger Spitzenspieler sich in die Dienste eines einzelnen Profis stellt, ist eher ungewöhnlich, doch für Murray bedeutet es einen grossen Vorteil. «Nachdem ich den Final in Wimbledon verloren hatte, konnte ich mit jemandem reden, der das alles auch schon erlebt hat und weiss, wie man damit umgehen und wie man weitermachen muss», so der Olympiasieger.
Becker sorgt sich um Murrays Rücken
Boris Becker, seines Zeichens dreifacher Wimbledon-Champion, glaubt, dass Murrays Chance auf einen Major-Sieg noch nie so gross war wie in New York. Ein Fragezeichen sei aber die geistige und physische Müdigkeit. «Man darf nicht vergessen, dass Andy mit Rückenproblemen in den Sommer gegangen ist und sich vor dem French Open schmerzstillende Spritzen geben lassen musste. Nun ist er zurück auf den Hardcourts, die seinen Körper mehr belasten als der Rasen von Wimbledon», schrieb Becker in seiner Kolumne im «Daily Telegraph».
Wegen des fragilen Rückens müsse Murray seine ersten Widersacher ohne grossen Kräfteverschleiss aus dem Weg räumen. Viel hänge zudem davon ab, ob es ihm gelinge, weiter offensiv zu spielen. Der Hoffnungsträger der Briten dürfe sich keinesfalls auf Fehler seiner Gegner verlassen, sonst laufe er Gefahr, in der entscheidenden Phase des Turniers schon zu erschöpft zu sein.
Murrays Drittrunden-Niederlage gegen den Franzosen Jérémy Chardy an der US-Open-Hauptprobe in Cincinnati misst Becker keine grosse Bedeutung zu: «Andy ist ein Spieler mit einem natürlichen Flair für Hardcourts. Er erreicht auch ohne viel Aufbauarbeit sein Level.» Spätestens in den Halbfinals muss die Nummer 4 der Welt hellwach sein, dann kommt es gemäss Fahrplan zum Duell mit dem Weltranglistenersten Roger Federer, der in Flushing Meadows seinen 18. Grand-Slam-Titel anstrebt. (DerBund.ch/Newsnet)
Erstellt: 26.08.2012, 06:23 Uhr
















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