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Spezialgebiet: Federer ärgern
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Roger Federers Bilanz gegen Tomas Berdych liest sich eigentlich ausgezeichnet und weist 11:4 Siege für ihn aus. Sie kündet aber auch von zwei Niederlagen, die Federer richtig wehgetan haben. Die eine davon datiert aus dem Jahr 2004, als der krasse Aussenseiter Berdych den topgesetzten Baselbieter am Olympiaturnier von Athen kalt erwischte, die andere ereignete sich 2010 in den Viertelfinals von Wimbledon und markiert das Ende einer Periode von sieben Jahren mit sechs Titeln für Federer.
Nun führt Federer die Weltrangliste nach einem grandiosen Sommer erneut an – und Berdych gilt vor dem Kräftemessen in der Mittwoch-Night-Session (DerBund.ch/Newsnet berichtet ab ca. 2.30 Uhr Schweizer Zeit live) als krasser Aussenseiter. In diese Rolle will sich der Weltranglistensiebte aber nicht so einfach fügen. An seiner Pressekonferenz verwies er darauf, dass es zwischen Federer und ihm in den letzten sechs Partien 3:3 stehe. «Das ist eine ziemlich gute Statistik. Nun haben wir ein paar Monate nicht gespielt, und wahrscheinlich gibt es insgesamt zurzeit keinen besseren Spieler als Federer. Ich bin aber auch ein anderer Spieler geworden. Ich habe mehr Erfahrung und fühle mich gut. Wir werden sehen, was da draussen passiert», so Berdych.
Druckvoll, aber inkonstant
Der Tscheche zählt zu den besten Grundlinienspielern auf der Tour, er verfügt über einen exzellenten Schwung und mühelos wirkende, aber sehr druckvolle Grundschläge. Auch der Service des 1,96-Meter-Manns ist eine gefährliche Waffe. Berdych, der punkto Spielanlage an den zurückgetretenen Russen Marat Safin erinnert, müsste aber über sich hinauswachsen, um den Federer Ausgabe 2012 kitzeln zu können, wenn dieser einen normalen Tag einzieht. Überdies ist die Inkonstanz ein Fragezeichen, das stets hinter dem Widersacher des Schweizers steht. Guten Resultaten wie dem Finaleinzug in Madrid und dem Erreichen der Achtelfinals in Roland Garros folgten Erstrunden-Niederlagen am Grand-Slam-Turnier von Wimbledon und an den Olympischen Spielen gleichenorts. Am US Open gab Berdych bislang in vier Matches jedoch erst einen Satz ab.
Federer kündigte an, er werde gegen Berdych so offensiv wie in seinen bisherigen vier Spielen in Flushing Meadows auftreten. Das heisst, dass er wiederholt den Weg ans Netz suchen wird und sich nicht auf eine Grundlinienschlacht mit dem elf Zentimeter Grösseren einlassen möchte. Berdych sei auf jeden Fall ein unangenehmer Kontrahent, so der Favorit mit Blick auf die jüngsten Duelle. Zuletzt behielt Federer im Endspiel des Madrider Masters-1000-Turniers im Mai auf dem viel kritisierten blauen Sand mit 3:6, 7:5, 7:5 die Oberhand.
Hier geht es zu den kompletten US-Open-Resultaten. (DerBund.ch/Newsnet)
Erstellt: 05.09.2012, 14:46 Uhr
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