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«Noch nicht mein bestes Tennis»
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- Murray schlägt Federer im Regen-Final von Toronto
- «Es war trotzdem ein hervorragendes Turnier für mich»
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Nachdem er in seinem 88. Final die 26. Niederlage hatte hinnehmen müssen, die erste in einem Endspiel gegen Andy Murray, fiel es Roger Federer nicht schwer, sich für das Turnier von Cincinnati zu motivieren. Als Titelverteidiger beginnt er morgen Mittwoch gegen Wildcard James Blake (ATP 107) oder den Qualifikanten Denis Istomin (ATP 53) aus Usbekistan. Nach dem 5:7, 5:7 gegen Murray blickte er in Toronto zuversichtlich voraus zu den nächsten Turnieren.
Roger Federer, welche positiven Punkte können Sie von Ihrem ersten Final des Sommers festhalten?
Es war schön, endlich wieder einmal umstrittene Partien zu gewinnen, gegen Berdych und Djokovic. Auch der Final war körperlich hart, mit den Regenpausen. Ich fühle mich angesichts all dessen noch gut, und das ist ein gutes Zeichen.
Welchen Einfluss hat die Tatsache, dass Sie erneut einen Final verloren haben, zum 3. Mal in diesem Jahr?
Natürlich ist es enttäuschend, ein Turnier als Verlierer verlassen zu müssen. Damit muss man umgehen können und vorwärts blicken. Nun tue ich alles, um meinen Titel in Cincinnati verteidigen zu können. Ich spielte dort letztes Jahr ausgezeichnet, schlug Murray und Djokovic. Es wartet also Arbeit auf mich. Vorher brauche ich aber dringend eine Pause. Ich habe Muskelschmerzen am ganzen Arm, in meiner Schulter und der Brust. Das begann schon Anfang Woche, aber daran bin ich mich gewöhnt.
Wie beurteilen Sie Ihren Formstand?
Ich finde, dass ich gut spielte, aber das war noch nicht mein bestes Tennis. Trotzdem hatte ich die Möglichkeit, den Titel zu gewinnen, das ist für mich positiv. Ich hatte teilweise etwas Mühe; beim Aufschlag, bei der Vorhand und der Rückhand. Aber das ist normal, wenn man so wenig gespielt hat wie ich zuletzt. Ich bin glücklich, dass ich dennoch den Final erreichte; dieses Turnier gibt mir viele Informationen, wie ich die Big Points spielen will, was es braucht in den kommenden Wochen. Nicht nur in Cincinnati und am US Open, sondern in der ganzen Hartplatzsaison. Wir spielen ja in den kommenden sieben Monaten immer auf solchen Belägen, und das war definitiv ein guter Start.
Wie verlief der Final aus Ihrer Sicht?
Die Partie wurde für mich schwierig, nachdem ich meine ersten beiden Aufschlagspiele verloren hatte. Im zweiten Satz verhinderte der Regen jeden Rhythmus. Plötzlich war das Spiel zu Ende, obwohl es sich nicht so anfühlte.
Wie stark fanden Sie Murray?
Er spielte gut, war aggressiv, nahm den Ball früh. Er schenkte mir nicht viel und servierte gut am Ende, als er es brauchte, deshalb verdiente er den Sieg. Das ist zwar noch kein Grand-Slam-Titel, aber er geht definitiv in die richtige Richtung. Er wird, wie ich, am US Open zu den Favoriten gehören, egal, was in Cincinnati passiert. Was mich betrifft, muss er nichts mehr beweisen. Er hat mich sechs, sieben Mal besiegt und auch Nadal auf Hartplatz oft geschlagen.
Ihr Testcoach Paul Annacone fehlte beim Final. Wie ist die Situation?
Er schaute ihn anderswo, immerhin ist er noch beim britischen Verband. Er kommt auch nicht nach Cincinnati. (Tages-Anzeiger)
Erstellt: 17.08.2010, 08:07 Uhr






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