Sport
«Nadal ist fitter als Federer»
Von Sebastian Rieder, Zürich. Aktualisiert am 23.03.2012
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«Federer ist fantastisch», Stefan Edberg im Interview mit Video-Reporter Sebastian Rieder. (Bild: Muriel Hilti/tilllate.com)
ATP Weltrangliste
| R | Name | P | |
|---|---|---|---|
| 1. | ![]() | Novak Djokovic | 11830 |
| 2. | ![]() | Andy Murray | 8560 |
| 3. | ![]() | Roger Federer | 7740 |
| 4. | ![]() | David Ferrer | 7220 |
| 5. | ![]() | Rafael Nadal | 6895 |
| 6. | ![]() | Tomas Berdych | 4515 |
| 7. | ![]() | Jo-Wilfried Tsonga | 4155 |
| 8. | ![]() | Juan Martin Del Potro | 3960 |
| 9. | ![]() | Richard Gasquet | 3135 |
| 10. | ![]() | Stanislas Wawrinka | 2810 |
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Das Zürcher Nobelhotel Dolder Grand bietet auch dieses Jahr die perfekte Bühne für den grossen Galaabend der Legenden. Stefan Edberg, der am Zurich Open als erster Finalist feststeht und sich heute noch in der Saalsporthalle mit Henri Leconte duelliert, führt die prominente Gruppe einer geballten Ladung von Grand-Slam-Siegern an. «Es ist mir eine Ehre, mit all diesen Tennisgrössen auf einem Teppich zu stehen», sagt Edberg. Der 46-jährige Schwede nimmt auch seine zweite Karriere auf der ATP-Champions-Tour ernst, «ohne Druck zu verspüren». Umso entspannter verfolgt Edberg die aktuelle Weltspitze. «Roger Federer ist fantastisch, er kann immer noch sein bestes Tennis abrufen. Er muss einfach weiter hart arbeiten und locker bleiben. Er kann befreit aufspielen, denn alles was jetzt kommt ist eine Bonus für ihn.» Für den sechsfachen Grand-Slam-Sieger ist Federer so oder so einer der grössten Athleten überhaupt, auch wenn er keine grossen Turniere mehr gewinnen sollte. «Aber er hat jetzt wieder einen Lauf, und wenn er das durchzieht, kann er wieder die Nummer eins werden.»
In der Tat könnte Federer bereits in Miami, wo er am Samstag zum Auftakt auf den US-Amerikaner Ryan Harrison (ATP 73) trifft, an der Weltnummer zwei Rafael Nadal vorbeiziehen. Aber nur dann, wenn der Schweizer das Turnier gewinnt und der Spanier das Finale verpasst. Erst im Endspiel könnten die beiden Rivalen aufeinandertreffen. Nach der Niederlage im Grand-Slam-Halbfinal in Melbourne revanchierte sich Federer im Halbfinal von Indian Wells. «Nadal und Federer haben das Tennis auf eine noch höhere Stufe gebracht», sagt der ehemalige French-Open-Sieger Carlos Moya. «Wie kein zweiter hat es Nadal über all die Jahre geschafft, eine Lösung gegen das Spiel von Federer zu finden, er spielt unglaublich. Aber der Unterschied zwischen den beiden ist so gering, Details entscheiden.» Moya sieht Federer an Masters-Turnieren über zwei Sätze im Vorteil, «an einem Grand-Slam-Turnier über fünf Sätze hat Nadal die Nase vorn.» Moya attestiert seinem Landsmann eine bessere Fitness.
Stich: «Die Weltspitze scheint wieder offener zu sein»
Aus der Sicht von Michael Stich ist Federer derzeit in einer beneidenswerten Form, dennoch ist es fast fünf Jahre her, seit die Weltnummer drei in einem Grand Slam gegen Nadal einen Final gewinnen konnte. Seit dem Sieg in Wimbledon 2007 verlor der Baselbieter vier Grand-Slam-Endspiele gegen den Mallorquiner. Dieses Jahr hat Federer wieder die grosse Chance, diese unrühmliche Statistik zu korrigieren. Kommt hinzu, dass dieses Jahr auch noch das grosse Olympiaturnier in Wimbledon ansteht. «Die Weltspitze scheint wieder offener zu sein. Wir freuen uns auf die nächsten Grand Slams», so Stich. An den French Open ist Nadal Titelverteidiger, in Wimbledon ist Novak Djokovic der aktuelle Rasenkönig und auch bei den US Open tritt der Serbe als Nummer eins an. Die Ausgangslage mit Blick auf die Weltrangliste könnte spannender nicht sein. «Ich möchte unbedingt noch sehen, wie Roger ein paar Grand Slams holt», sagt Marat Safin, der mit 32 zur gleichen Generation wie Federer gehört, aber bereits vor drei Jahren seinen Rücktritt gab.
Was die grossen Legenden Pat Cash und Henri Leconte über Roger Federer sagen, sehen Sie im Video-Interview von DerBund.ch/Newsnet .
(DerBund.ch/Newsnet)
Erstellt: 23.03.2012, 14:52 Uhr
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