Sport

«Nadal gewinnt auf Hartplatz keinen Grand Slam mehr»

Aktualisiert am 11.12.2012

Henri Leconte erklärt, weshalb Rafael Nadal das Australian Open spielt, Roger Federer klug ist und Andy Murrays Fokus auf Wimbledon liegt.

1/4 Der letzte Auftritt: Rafael Nadal bei seiner Niederlage gegen den Tschechen Lukas Rosol in diesem Sommer. Das Spiel blieb bis heute der letzte Auftritt des Spaniers auf der Tour. (28. Juni 2012)
Bild: Keystone

   

Nadal im Training

Der Spanier bei seinem ersten Training nach seiner Verletzung.

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Beim Einladungsturnier in Abu Dhabi in etwas mehr als zwei Wochen wird Rafael Nadal zum ersten Mal seit seinem Wimbledon-Aus im Juni wettkampfmässig auf dem Platz stehen. Nach seiner langwierigen Knieverletzung hofft der Spanier, rechtzeitig auf die neue Saison zurück zu sein. Der erste grosse Termin in Nadals Terminkalender ist das Australian Open im Januar, bei dem er als Nummer 4 der Welt plangemäss im Halbfinal auf Novak Djokovic oder Roger Federer treffen würde – wenn er denn überhaupt so weit kommt.

Was vor seiner Verletzung noch beinahe selbstverständlich war, erscheint jetzt nach der langen Pause bereits als grosse Hürde. So sieht das auch der ehemalige Topspieler Henri Leconte. «Es wird lange dauern, bis er wieder da ist, wo er einmal war», sagt der Franzose in einem Interview mit dem Fachportal Thetennisspace.com. Nadal werde für viele Spieler schlagbar sein, was für ihn aber nicht sehr problematisch sein werde. «Ich denke, Nadal spielt das Australian Open nur, um sicher zu sein, dass er fit genug ist, das French Open ein achtes Mal zu gewinnen», so Leconte. Auf dem Sand von Paris sieht der 49-Jährige auch Nadals Grand-Slam-Zukunft: «Es wird sehr schwer für ihn, einen weiteren Major-Titel auf einem Hartplatz zu gewinnen. Ich bezweifle, dass er es schaffen wird.»

«Federer weiss, dass er noch einen Major-Titel gewinnen kann»

Über Nadals möglichen Halbfinal-Gegner Federer kann Leconte indes nur staunen: «Er ist sehr klug und organisiert.» Der Schweizer spiele nicht viel, aber er könne dann sein bestes Tennis abrufen, wenn es darauf ankomme. Für den französischen Altmeister ist klar, dass auch nach 17 Grand-Slam-Kronen noch nicht fertig ist: «Er weiss, dass er noch einen Major-Titel gewinnen kann. Am besten stehen seine Chancen auf dem Rasen von Wimbledon.» Dort sieht Leconte auch den Fokus von Andy Murray, der aber auch schon in Melbourne beim Australian Open gute Karten haben werde. Für den Erfolg des Schotten gibt es laut Leconte eine wichtige Voraussetzung: «Er muss physisch fit sein.» (rso)

Erstellt: 11.12.2012, 14:34 Uhr

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