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«Mir ist es egal, wie ich spiele»
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- Federer trifft nun auf einen Argentinier
- Nadal noch immer ohne Satzverlust
- So erschuf Coach Vajda den Super-Djokovic
- Djokovic knackt den Preisgeld-Rekord
ATP Weltrangliste
| R | Name | P | |
|---|---|---|---|
| 1. | ![]() | Novak Djokovic | 11830 |
| 2. | ![]() | Andy Murray | 8560 |
| 3. | ![]() | Roger Federer | 7740 |
| 4. | ![]() | David Ferrer | 7220 |
| 5. | ![]() | Rafael Nadal | 6895 |
| 6. | ![]() | Tomas Berdych | 4515 |
| 7. | ![]() | Jo-Wilfried Tsonga | 4155 |
| 8. | ![]() | Juan Martin Del Potro | 3960 |
| 9. | ![]() | Richard Gasquet | 3135 |
| 10. | ![]() | Stanislas Wawrinka | 2810 |
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Schon 14 Spielerinnen und Spieler zogen sich am US Open aus laufenden Partien zurück und sorgten für eine neue Grand-Slam-Höchstmarke. Das Top-Trio der Männer aber zeigte bisher keine Schwächen. Nach Roger Federer erreichten in der Nacht auf Sonntag auch Novak Djokovic und gestern Nachmittag Rafael Nadal die Achtelfinals, beide ohne Satzverlust. Djokovic führte nach dem Erfolg gegen Nikolai Dawidenko einen Siegestanz auf, Nadal profitierte gegen David Nalbandian vom Nachlassen des Argentiniers, der zum 1. Satz aufschlug, aber trotz drei Breaks 6:7, 1:6, 5:7 verlor.
Vor 30. Viertelfinals in Folge
Federer musste sich den Viersatzsieg gegen Marin Cilic (ATP 28) hart erkämpfen. Doch nun hat er in der Nacht auf Dienstag eine gute Chance, mit einem Sieg über Juan Monaco (36) in seinen 30. Grand-Slam-Viertelfinal in Serie vorzustossen. Der Argentinier überstand am US Open beim 8. Anlauf erst zum 2. Mal die Startrunde und steht nach Siegen über Seppi, Stepanek (gab auf) und Haas (ATP 475) als Aussenseiter unter den letzten 16.
Federer äusserte sich zwar respektvoll über den 26-Jährigen, der seine zehn Endspiele alle an Sandturnieren erreicht hat (drei davon gewann er). «Monaco ist wie alle Südamerikaner ein extremer Rhythmusspieler. Er bewegt sich gut, spielt mit viel Topspin und macht wenig Fehler. Dafür hat er weniger Gewinnschläge. Ich erwarte einen sehr körperbetonten Match.» Federer hätte lieber gegen Haas gespielt, einen seiner Freunde auf der Tour. Auf Monaco traf er bisher zweimal, zuletzt im März in Miami, als er 7:6, 6:4 gewann.
Federer merkte am Samstag rasch, dass er gegen Cilic vor einer schwierigen Aufgabe stand. «Ich spürte sogleich: der ist in Form, der ist hier, um zu gewinnen, und bekam noch mehr Respekt.» Und er wusste später auch, dass das 6:3, 4:6, 6:4, 6:2 für ihn schmeichelhaft war. «Ich hätte den ersten Satz verlieren können, und im dritten hatte er das Momentum zuerst auf seiner Seite.»
Für Federer zählt nur der Sieg
Zwei Schlüsselszenen liessen die Partie auf seine Seite kippen: Ein abgewehrtes 0:40 im zweiten Aufschlagspiel des Startsatzes, dem er das Break zum 3:1 folgen liess, und das Ende des dritten Durchgangs. Dort konnte Federer sein Spiel beruhigen, wieder besser retournieren und zum ersten Aufschlag zurückfinden. Das vorentscheidende Break zum 5:4 ergab sich durch einen Doppelfehler des Kroaten, der vor dem zweiten Aufschlag eine Verwarnung wegen Zeitüberschreitung erhalten hatte.
Der vierte Satz war Federers bester der Woche. «Mir ist es egal, wie ich spiele», behauptete er jedoch. «Wichtig ist nur, dass du noch im Turnier bist, wenn der Tag vorbei ist.» Im Tennis gehe es auch darum, einen Weg zum Sieg zu finden, wenn man sich nicht gut fühle. Umso weniger versteht er die Flut von Aufgaben, «schockierend» sei sie, findet er sogar. «Ich selber gab in meiner Karriere noch nie auf und spiele auch, wenn ich mich mies fühle.»
Ballung an Abbruchsiegen
Am Samstag gaben als 13. und 14. Spieler Tomas Berdych (Schulter) und Marcel Granollers (Bauchmuskeln) auf – Robin Söderling, der sich vor dem Turnier zurückzog, und Venus Williams, die nach dem Startsieg Forfait erklärte, sind in dieser Liste nicht einmal berücksichtigt. Die Ballung dieser Abbruchsiege zu erklären fällt umso schwerer, als die zehn Männer und vier Frauen die unterschiedlichsten Gründe anführten und das Wetter bisher vergleichsweise harmlos war. Dass neun der Aufgaben in der Startrunde zustande kamen, legt den Verdacht nahe, dass einige im Bewusstsein ihrer Verletzungen nur antraten, um wenigstens das Minimalpreisgeld abzuholen – immerhin 19 000 Dollar.
Etliche Spieler zahlen am letzten Grand-Slam-Turnier der Saison aber auch den Preis für einen ungenügenden Fitnessstand oder eine fragwürdige Planung mit teilweise über 30 Turnieren im Jahr, vielen Belagswechseln und Reisen durch die verschiedensten Zeitzonen. (Tages-Anzeiger)
Erstellt: 05.09.2011, 08:08 Uhr
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