Sport

«Ich habe alles, um Monfils zu schlagen»

Von Simon Graf. Aktualisiert am 20.01.2011

Der Romand Stanislas Wawrinka ist nach zwei Partien noch makellos und trifft in Runde 3 auf Gaël Monfils (ATP 12). Die beiden kennen sich bestens – auch neben dem Court.

Stanislas Wawrinka hatte bisher Ball und Gegner unter Kontrolle.

Stanislas Wawrinka hatte bisher Ball und Gegner unter Kontrolle.
Bild: Keystone

Die «Herald Sun» riet ihren Lesern in der täglichen Australian-Open-Rubrik «Lohnende Wette», Geld auf den bulgarischen Jungstar Grigor Dimitrov in dessen Zweitrundenspiel gegen Stanislas Wawrinka zu setzen. Die Quote von 3,9 sei ausgezeichnet. Der Melbourner Boulevardzeitung ist zu wünschen, dass nicht allzu viele dem Ratschlag gefolgt sind. Sonst hat sie nun einige verärgerte Leser. Denn die Partie auf Showcourt 2 war eine einseitige, es roch unweit der Premium-Essstände nie nach einer Überraschung. Nach 101 Minuten war es vorbei, Wawrinka gab auf dem Weg zum 7:5, 6:3, 6:3 den engagierten bulgarischen Schlachtenbummlern kaum Gelegenheit, ihre Stimmbänder zu strapazieren.

Der Romand spielt in Melbourne bisher so, wie man das von einem Top-20-Spieler erwartet: Er zwingt den Gegnern sein Spiel auf, verbrauchte in den ersten zwei Runden nicht viel Energie. «Ich bin sehr zufrieden mit ihm», sagte Coach Peter Lundgren, als er die Arena bei untergehender Sonne verliess. «Und die Courts hier sind perfekt für sein Spiel.»

1:2-Bilanz gegen Monfils

Der Schwede, der zuvor Dimitrov betreut hatte, äusserte sich weniger euphorisch als auch schon über den 19-Jährigen, den er einst mit Federer verglichen hatte. «Er ist talentiert, aber er lässt sich etwas schnell entmutigen und setzt keine Masse an, auch wenn er noch so viel isst.» Technisch stimmt allerdings vieles bei Dimitrov. Und am Selbstvertrauen scheint es ihm auch nicht zu mangeln: Er wolle diese Saison in die Top 40, sagte die Weltnummer 105.

Auch das Vertrauen von Wawrinka stimmt. Er sagte vor dem Duell gegen Gaël Monfils (ATP 12), gegen den er eine 1:2-Bilanz hat: «Ich habe alles, um ihn zu schlagen.» Sie wohnen beide in der Westschweiz, trainierten schon zusammen in Lausanne und sind befreundet. Doch Wawrinka sagt: «Wenn wir auf den Platz kommen, macht jeder sein Ding. Zum Glück wird es heisser. Dann werden die Bälle schneller. Das sollte mir entgegenkommen.»

Der Franzose weiss, dass Wawrinka Frau und Kind verlassen hat, und sagt dazu: «Wir haben darüber gesprochen. Natürlich kann ich nichts über die Details sagen. Das muss er tun, wenn er will. Aber was ich sagen kann: Ich bin sehr beeindruckt, wie er mit dieser schwierigen Situation umgeht. Als ich persönliche Probleme hatte, ist es mir bei weitem nicht so gut gelungen, mich auf den Sport zu konzentrieren.» (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 20.01.2011, 11:49 Uhr

Programm & Resultate

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Topshelf Open
19.06EndeLorenzi - Wawrinka3:6 6:7
Stand: 19.06.2013 17:23
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Topshelf Open
20.0612:30Chardy - Wawrinka
Stand: 19.06.2013 17:23
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NHL Playoffs
Live Boston Bruins - Chicago Blackhawks4:4
Stand: 20.06.2013 04:24
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