Hingis ehrt Gipfelstürmerin Asarenka
Von Oliver Thommen. Aktualisiert am 28.01.2012
| 1. Satz | 2. Satz | 3. Satz | ||
| Viktoria Asarenka | 6 | 6 | ||
| Maria Scharapowa | 3 | 0 |
(DerBund.ch/Newsnet)
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Zusammenfassung
Victoria Asarenka aus Weissrussland holte am Australian Open in Melbourne mit 6:3, 6:0 gegen Maria Scharapowa ihren ersten Grand-Slam-Titel.
Für Asarenka war es eine doppelte Premiere. Neben dem erstmaligen Gewinn eines Major-Titels eroberte sie die Führung in der Weltrangliste ab nächstem Montag. Victoria Asarenka ist die erste Spielerin überhaupt, die nächsten Montag die Nummer 1 wird, ohne dass sie vorher jemals Platz 2 belegte. Die Weissrussin bestritt das Australian Open als Nummer 3 der Welt.
Der Final gegen Maria Scharapowa (Russ), die schon drei Grand-Slam-Titel gewann (den letzten allerdings vor vier Jahren) und auch schon die Weltrangliste anführte, geriet zu einer einseitigen Angelegenheit. Asarenka begann zwar nervös, leistete sich im ersten Game zwei Doppelfehler und geriet 0:2 in Rückstand, ging dann aber 3:2 in Führung und gewann nach Scharapowas 3:3-Ausgleich die letzten neun Spiele hintereinander. Nach bloss 82 Minuten verwertete sie ihren ersten Matchball.
Die 22-jährige Asarenka verdiente sich den Grosserfolg. Vor Melbourne triumphierte sie bereits am Turnier von Sydney, an dem ebenfalls neun Top-10-Spielerinnen teilgenommen hatten. Ihre grössten Erfolge hatte Asarenka vorher auf Key Biscayne gefeiert, wo sie 2009 (gegen Serena Williams) und 2011 (gegen Maria Scharapowa). Victoria Asarenka ist die dritte Juniorinnen-Siegerin in Melbourne nach Chris O'Neil und Evonne Cawley-Goolagong, die später auch das Hauptturnier gewinnen konnte. (si) -
Matchball
6:0
Nach 81 Minuten holt sich Asarenka einen Matchball.
Scharapowa schlägt eine Backhand ins Netz! Asarenka gewinnt das Match! -
Breakball
Der Zufall will es, dass die Netzkante sich zugunsten der Russin entscheidet. Breakball.
Aber ein Fehler macht dies zunichte. -
Scharapowa zeigt nochmals ihr Können und schafft es zwei Gewinnschläge zu setzen.
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Breakball
5:0
Scharapowa begeht den 28. unerzwungenen Fehler. 2 Breakbälle für Asarenka. Beim 2. Aufschlag macht die Russin nur ein Viertel aller Punkt.
Den Ersten Breakball kann sie abwehren. Doch beim Zweiten ist eine Vorhand zu lang: Asarenka kann zum Matchgewinn aufschlagen. -
4:0
Asarenka gleingt es erneut das Break zu bestätigen, auch dank «Fehlerowa».
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Scharapowa versucht er nun angriffiger und geht ans Netz. Dies wird mit einem Punkt belohnt.
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Breakball
3:0
Ein unerzwungener Fehler auf der Rückhand von Scharapowa bringt Asarenka 2 Breakbälle.
Der nächste Backhand-Fehler kostet ihr das Game: Break Asarenka! -
2:0
Dank der Netzkante, die den Ball Scharapowas zurückweist, kann Asarenka das Break bestätigen.
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Breakball
Scharapowa kämpft sich zurück ins Spiel. Mit einem Backhand-Winner holt sie sich einen Breakball.
Doch Asarenka spielt die Russin erneut gekonnt aus. -
Breakball
1:0
Zwei unerzwungene Fehler in Folge sorgen für weitere Breakbälle für Asarenka.
Ein Smash von Scharapowa ist derart missraten, dass er zur Vorlage für Asarenka wird. Dies holt sich das Break. -
Satzball
6:3
Scharapowa wird wieder von Asarenkas Vorhand ausser Gefecht gesetzt: 2 Satzbälle.
Die Weissrussin lässt sich die Chance nicht nehmen und gewinnt den 1. Satz! -
Breakball
5:3
Asarenka landet eine super Vorhand und holt sich nochmals die Möglichkeit auf den Service-Durchbruch.
In einem Duell am Netz behält Asarenka die Oberhand. Break für die in Monaco wohnhafte Weissrussin! -
Breakball
Scharapowa schlägt eine Vorhand ins Netz: Breakchance Asarenka.
Mit gutem taktischen Spiel hebelt Scharapowa die Rivalin aus. Chance vorbei. -
Ein Doppelfehler bringt Scharapowa in Bedrängnis: Sie muss erneut über Einstand.
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4:3
Asarenka kämpft mit dem 1. Aufschlag. Nur 53 Prozent der Ersten führen auch zu einem Punkt. Mit einem herrlichen Lob gewinnt Asarenka das Game.
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3:3
Mit dem 1. Ass holt sich Scharapowa das Game.
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Scharapowa muss ins Deuce. Zwar schlägt sie gut auf, wenn aber der 1. Aufschlag nicht kommt, hat sie Mühe in den Ballwechseln gegen Asarenka zu bestehen.
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3:2
Scharapowa kommt mit einem Return-Winner zwar noch auf 30:15 ran, doch Asarenka holt sich das Game dank zwei Service-Winnern.
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Breakball
2:2
Ein Fehler von Scharapowa und ein Backhand-Winner bringen Asarenka mit 0:30 in Führung. Da Scharapowa den Ball ins Netz schlägt gibt es drei Breakchancen!
Die Russin bemüht zwar das Hawk-Eye, doch eine Vorhand war im Aus. Break für Asarenka! -
1:2
Ein Schlagabtausch über viele Stationen endet mit einem Vorhand-Winner longline von Asarenke, die erstmals den Aufschlag durchbringt.
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Asarenka bekundet erneut Mühe. Doch zwei Fehler auf der Vorhand von Scharapowa ermöglichen der Weissrussin Spielball.
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0:2
Ein Vorhand-Winner beschert Scharapowa schliesslich das Game.
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Scharapowa muss sich zwar auch in lange Ballwechsel verstricken lassen, behält aber die Oberhand. Asarenka ist zu fehleranfällig.
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Breakball
0:1
Zwei Fehler von Asarenka sorgen aber dennoch für das frühe Break für die Russin. Asarenka beging zwei Doppelfehler im gleichen Game.
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Breakball
Asarenka bekundet Mühe mit dem Aufschlag. Ein Doppelfehler bringt Scharapowa eine Breakchance.
Mit einer beherzten Vorhand macht sie die Chance aber zunichte. -
Kerrilyn Cramer aus Australian gibt heute den Chair Umpire.
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Gegen Kvitova und Lisicki musste Scharapowa einen Satz abgeben. Asarenka passierte dies in den Viertel- und Halbfinals.
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Die Russin Maria Scharapowa kam im letzten Jahr bis in die Vierte Runde, genau gleich wie die weissrussische Kontrahentin.
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In wenigen Minuten geht es los in Melbourne!
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Vorschau
Die Weissrussin Victoria Asarenka und die Russin Maria Scharapowa bestreiten den Final des Australian Open in Melbourne. Asarenka steht erstmals in einem Grand-Slam-Final.
Victoria Asarenka benötigte im ersten Halbfinal zwei Stunden und 12 Minuten für den 6:4, 1:6, 6:3-Erfolg gegen die Belgierin Kim Clijsters, die Vorjahressiegerin. Der Weg in den Final erwies sich als steinig. «Am Ende hatte ich das Gefühl, dass mein Schlagarm 200 Kilo wiegt und unablässig zittert», beschrieb Asarenka ihre Gefühle im Finish. «Die Erleichterung war riesig, als der Sieg dann letztlich Tatsache war.» Es ist nicht so, dass Asarenka noch nichts Grosses gewonnen hätte. Sie triumphierte zweimal auf Key Biscayne und stand am letzten Masters im Final. Deshalb ist Asarenka auch klar, dass «ich jetzt noch nicht feiern kann», denn «erst am Samstag geht es um alles». Diese richtige Einstellung, so Asarenka, habe ihr womöglich früher etwas gefehlt.
Dass Asarenka Kim Clijsters bei deren letztem Auftritt am Australian Open aus dem Turnier warf, bedauerten die 15'000 Zuschauer in der Rod-Laver-Arena. Auch nach der Trennung von Lleyton Hewitt nahmen die australischen Tennisfans die Belgierin in Beschlag und nannten sie liebevoll «Aussie Kim». Gerne hätte Clijsters sich vom australischen Publikum mit einem weiteren Grosserfolg verabschiedet, denn nach dieser Saison wird die 28-Jährige ihre Karriere, die sie von 2007 bis 2009 unterbrochen hatte, definitiv beenden. Viel fehlte nicht zu einem weiteren Grand-Slam-Final für Clijsters. Die Belgierin gewann total einen Punkt mehr als Asarenka (91:90) und warf alles in die Waagschale, dennoch stand sie am Ende mit leeren Händen da.
«Das Schöne am Tennis»
Maria Scharapowa greift vier Jahre nach dem letzten Grosserfolg nach ihrem vierten Grand-Slam-Titel. Die 24-jährige Russin gewann die Neuauflage des letzten Wimbledon-Finals gegen Petra Kvitova 6:2, 3:6, 6:4. Im Entscheidungssatz lagen die Vorteile fast permanent auf der Seite Kvitovas. Scharapowa schlug schlecht auf, leistete sich ein halbes Dutzend Doppelfehler und setzte sich trotzdem durch. Scharapowa: «Das ist das Schöne an Tennis: Manchmal spielst du nicht gut und findest trotzdem einen Weg zum Sieg.»
Im Final geht es auch um die Nummer 1 in der Weltrangliste. Die Dänin Caroline Wozniacki, die 15 Monate lang (mit einem kurzen Unterbruch) das Ranking angeführt hat, aber nie ein Major-Turnier hat gewinnen können, fällt hinter Kvitova, Scharapowa und Asarenka zurück. (Rolf Bichsel, si)
Hier geht es zu den kompletten Resultaten des Australian Open.
Erstellt: 28.01.2012, 08:34 Uhr




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