Sport
Federers letztes Reich bedroht
Dossiers
Artikel zum Thema
- Knacknüsse für Federer und Wawrinka
- Drei der «grossen vier» auf Formsuche
- Abruptes Ende für Wawrinka in einer bizarren Partie
ATP Weltrangliste
| R | Name | P | |
|---|---|---|---|
| 1. | ![]() | Novak Djokovic | 12730 |
| 2. | ![]() | Andy Murray | 8750 |
| 3. | ![]() | Roger Federer | 7760 |
| 4. | ![]() | David Ferrer | 6920 |
| 5. | ![]() | Rafael Nadal | 6895 |
| 6. | ![]() | Tomas Berdych | 4520 |
| 7. | ![]() | Juan Martin Del Potro | 4320 |
| 8. | ![]() | Jo-Wilfried Tsonga | 3965 |
| 9. | ![]() | Richard Gasquet | 3180 |
| 10. | ![]() | Stanislas Wawrinka | 2675 |
| Mehr... | |||
Stichworte
Korrektur-Hinweis
Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.
Cincinnati war einst Roger Federers Problemturnier. Beim dritten amerikanischen Masters-Serie-Anlass (nach Indian Wells und Miami) musste er in den Anfängen seiner Karriere Rückschlag um Rückschlag hinnehmen. Einen einzigen Gegner vermochte er in seinen vier ersten Anläufen zu bezwingen, und selbst beim ersten Auftritt als Nummer 1 verlor er 2004 noch in der Startrunde, gegen Dominik Hrbaty. Der Titelgewinn im Jahr danach löste den Knoten. Inzwischen ist das Western & Southern Open zu Federers letztem Hoheitsgebiet geworden. Er hat im Bundesstaat Ohio nur zwei der letzten 24 Partien verloren, auch 2007/09/10 reiste er als Sieger ab.
Auftakt gegen Del Potro
Die Verteidigung des einzigen Masters-Serie-Titels, den er in den vergangenen zwei Jahren noch gewinnen konnte, kündigt sich für den Baselbieter diese Woche nun aber als denkbar schwierig an. Nach einem Freilos trifft er sogleich auf Juan Martin Del Potro, den US-Open-Sieger von 2009, gegen den er zwar mit 6:2 Siegen führt, die letzten zwei Begegnungen aber verloren hat. Der schlaggewaltige Argentinier, der sich nach seiner langen Verletzungspause seit Februar von Rang 485 auf 19 verbessert und zwei Turniere gewonnen hat, schlug gestern in Runde 1 den Südtiroler Andreas Seppi, der bei 1:4 aufgab.
Auf dem Weg zum Titel-Hattrick könnte Federer im Halbfinal auch Novak Djokovic gegenüberstehen; Rafael Nadal und Andy Murray spielen in der anderen Tableauhälfte. Schon im Achtelfinal auf den Serben treffen könnte Stanislas Wawrinka, der gegen den Kasachen Andrej Golubew (ATP 99) startet.
Schwierige Umstellung
In Cincinnati holte Federer in den letzten Jahren Schwung für das US Open, das am 29. August in New York beginnt und wo er die letzte Chance bekommt, auch dieses Jahr einen Majortitel zu gewinnen. Er ist froh um die zusätzlichen Trainingstage nach dem frühen Aus gegen Jo-Wilfried Tsonga in Montreal. Die schnelle Umstellung vom kanadischen zum amerikanischen Turnier gilt als eine der schwierigeren im Tennisjahr, zumal es in Ohio meistens deutlich heisser ist.
Während für Federer Montreal längst abgehakt ist, erreichte Djokovic am Samstag gegen dessen Bezwinger Tsonga mühelos den Final. Der Franzose verlor den Startsatz 4:6 und gab zu Beginn des zweiten Satzes auf. Er habe seit drei Tagen Schmerzen im Bizeps des Schlagarms, sagte Tsonga, und sie würden mit jeder Stunde, die er auf dem Platz stehe, schlimmer. «Ich hätte Djokovic so unmöglich schlagen können, deshalb war es weise, aufzugeben.» Mit zur Überbelastung geführt hatte sein Einsatz im Doppel, wo er an der Seite von Wawrinka die Viertelfinals erreicht hatte.
Djokovic enteilt Nadal
Djokovic hatte in Montreal in der Nacht auf heute Montag die Möglichkeit, als erster Spieler fünf Masters-Serie-Turniere im gleichen Jahr zu gewinnen – und das erst noch hintereinander. Der Einzige, der dies noch verhindern konnte, war Wawrinkas Bezwinger Mardy Fish. Djokovic stand schon vor seinem neunten Endspiel der Saison als grosser Gewinner seines ersten Turniereinsatzes als Nummer 1 der Welt fest, zumal Nadal schon im Startspiel gescheitert war und der Spanier in der Weltrangliste damit weiter hinter seinen Nachfolger zurückfällt. Djokovic wird so auch beim US Open der Favorit sein. (Tages-Anzeiger)
Erstellt: 15.08.2011, 08:25 Uhr















Sportbilder der Woche





















