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Federers halbes Grand-Slam-Debakel
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Key Biscayne. ATP-Masters-1000- und WTA-Turnier (9,7 Millionen Dollar/Hart). Männer-Einzel, 3. Runde: Andy Roddick (USA/31) s. Roger Federer (Sz/3) 7:6, 1:6, 6:4. Novak Djokovic (Ser/1) s. Viktor Troicki (Ser) 6:3, 6:4. David Ferrer (Sp/5) s. Julien Benneteau (Fr/30) 7:6, 6:4. Juan Martin Del Potro (Arg/11) s. Marin Cilic (Kro/23) 6:3, 7:6. Juan Monaco (Arg/21) s. Gael Monfils (Fr/14) 4:6, 6:3, 6:4. - Achtelfinal-Tableau: Djokovic (1) - Gasquet (17), Del Potro (11) - Ferrer (5), Roddick (31) - Monaco (21), Almagro (12) - Fish (8); Dimitrov - Tipsarevic (9), Simon (13) - Murray (4), Tsonga (6) - Mayer (19), Nishikori (16) - Nadal (2).
Frauen-Einzel, Achtelfinals: Viktoria Asarenka (WRuss/1) s. Dominika Cibulkova (Slk) 1:6, 7:6, 7:5. Caroline Wozniacki (Dä/4) s. Yanina Wickmayer (Be/23) 7:6, 6:0. Li Na (China/8) s. Sabine Lisicki (De/12) 3:6, 6:4, 6:2. Venus Williams (USA) s. Ana Ivanovic (Ser/15) 6:7, 6:2, 6:2. - Viertelfinal-Tableau: Asarenka (1) - Bartoli (7), V. Williams - A.Radwanska (5); S. Williams (10) - Wozniacki (4), Li (8) - Scharapowa (2).
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Der Titel Masters 1000 drückt aus, wie viele Zähler der Sieger eines Turniers der zweithöchsten Stufe für die Weltrangliste gewinnen kann, nämlich 1000. Das entspricht immerhin der Hälfte dessen, was es für den Triumph an einem der vier Grand-Slam-Events zu holen gibt, oder einem knappen Drittel von Roger Federers Rückstand auf Novak Djokovic im aktuellen Ranking.
Federer verlässt Key Biscayne nach seiner überraschenden Dreisatz-Niederlage gegen Andy Roddick in den Sechzehntelfinals nun aber mit nur 45 Pünktchen und 23'210 Dollar Preisgeld im Gepäck. Sein Plan, sich mit herausragenden Ergebnissen im Frühjahr in eine gute Position für die Rückeroberung der Nummer 1 zu bringen, ist erst einmal gehörig durchkreuzt worden – und das erst noch von seinem Lieblingsgegner Roddick, gegen den er zuvor eine 21:2-Bilanz aufgewiesen hatte. Key Biscayne ist für Federer mathematisch wie ein halbes Grand-Slam-Debakel.
Federer kritisiert fehlenden Respekt gegenüber Roddick
«Im Sport gibt es kein Drehbuch. Und das macht ihn zur besten Unterhaltung der Welt», sagte Roddick nach seinem Exploit gegen den zuletzt so dominanten Baselbieter, der angesichts von 40:3 Siegen seit dem US Open 2011 nicht zu sehr an seiner Form zweifeln sollte. Auch Novak Djokovic musste in Indian Wells gegen John Isner eine frühe Niederlage hinnehmen, ohne dass man ihn deswegen gleich infrage gestellt hätte.
«Ich fühle mich wie jemand, der gegen eine frühere Nummer 1 verloren hat, nicht gegen einen Spieler, der nicht mehr zu den Top 30 gehört», sagte Federer denn auch. Lieber als über seine eigenen Fehler sprach der Weltranglistendritte über Roddicks starke Leistung: «Er ist immer noch ein exzellenter Spieler, und ich hoffe, dass er von den Leuten nun wieder mehr Kredit bekommt. Ich bin froh, ihn wieder so gut spielen zu sehen. Es war ein grosser Abend für Andy und das US-Tennis.»
«Die Batterien waren am Ende leer»
Für ihn selbst sei die Niederlage hart, so Federer. «Es war ein enger Match, der einfach nicht für mich gelaufen ist. Ich hatte sehr gute Phasen, Andy aber auch.» Die Statistik stützt diese These. Der Schweizer gewann insgesamt 87 Punkte während der zweistündigen Partie, Roddick nur 82. Als Halbfinalist des Vorjahres fallen Federer in der kommenden Woche 315 Zähler aus der Wertung. Novak Djokovic kann sein Punktekonto nicht weiter erhöhen, er muss als Key-Biscayne-Champion 2011 die vollen 1000 Zähler verteidigen.
Den Grund für sein frühes Scheitern sieht Federer vor allem im Kopf: «Ich bin nicht mit sehr viel Energie auf den Platz gekommen und habe mich irgendwie einfach müde gefühlt. Ich habe zuletzt so viel gespielt, es war mehr eine mentale als eine physische Sache. 30 Partien in den ersten drei Monaten der Saison gehen an die Substanz. Die Batterien waren am Ende leer.»
(DerBund.ch/Newsnet)
Erstellt: 27.03.2012, 11:18 Uhr
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