Bitterer Abgang für Federer und Wawrinka
| 1. Satz | 2. Satz | 3. Satz | 4. Satz | 5. Satz | ||
| Federer/Wawrinka | 6 | 3 | 3 | 3 | ||
| Bryan/Fish | 4 | 6 | 6 | 6 |
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Das Schweizer Davis-Cup-Team liegt nach dem zweiten Tag der Partie gegen die USA mit 0:3 im Rückstand und muss damit den Titeltraum mindestens auf 2013 verschieben.
Die Olympiasieger Roger Federer/Stanislas Wawrinka unterlagen Mike Bryan/Mardy Fish in Fribourg diskussionslos 6:4, 3:6, 3:6, 3:6. Die Schweizer müssen damit im September die Playoffpartie um den Verbleib in der Weltgruppe bestreiten, die Amerikaner ihrerseits spielen am Osterwochenende im Viertelfinal gegen den Sieger der Partie zwischen Kanada und Frankreich. Die beiden Einzelpartien vom Sonntag verkommen damit zu Exhibitions.
Die Schweizer hatten optimal begonnen und gleich im ersten Game ein Break realisiert, welches sie bis zum Satzende konservieren konnten. Anschliessend bekamen aber die Gäste, welche in Absenz von Bob Bryan erst zum zweiten Mal in dieser Formation spielten, Oberwasser und schafften in jedem Satz ein frühes Break gegen Wawrinka, der nicht kaschieren konnte, dass ernur selten Doppel spielt.
Die Niederlage aber am Romand festzumachen, wäre verfehlt. Auch Roger Federer spielte längst nicht auf seinem Höchstniveau und war oft einen Schritt zu spät. (si)
Die Reaktion von Roger Federer
«Die Amerikaner waren über das gesamte Wochenende besser. Das muss man akzeptieren. Die Bedingungen für uns waren hart, da die Bälle wegen der Höhenlage (Fribourg liegt auf rund 700 m über Meer) hoch absprangen und es auch Löcher im Sandbelag hatte.»
Schweiz - USA (in Freiburg, Sand/Halle) 0:3
Stanislas Wawrinka u. Mardy Fish 2:6, 6:4, 6:4, 1:6, 7:9. Roger Federer u. John Isner 6:4, 3:6, 6:7, 2:6. Federer/Wawrinka u. Fish/Mike Bryan 6:4, 3:6, 3:6, 3:6. - Schweiz ausgeschieden. -
3:6
Wawrinkas Return landet im Netz. Die USA gewinnen das Doppel und stehen in der 2. Runde des Davis-Cup.
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Matchball
Federer wartet zu lange und schlägt am Ball vorbei. Matchball USA!
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Federer schlägt mit der Rückhand ins Netz - 30:30 statt 15:40...
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15:30 bei Service Bryan. Können die Schweizer das US-Duo doch noch im letzten Moment breaken?
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3:5
Die Schweizer bleiben im Match, gleich serviert Bryan für die USA aber zum Sieg, der auch den K.o. des Schweizer Teams bedeuten würde.
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2:5
Das 5:2 für die USA ist Tatsache.
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2:4
Die Schweizer halten den Service und verkürzen auf 2:4.
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Wawrinka verhindert den Serviceverlust. Deuce...
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Breakball
Bryan steht perfekt am Netz und punkte per Volley - wieder Breakball USA!
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Ein Ass mit den zweiten Service von Federer bringt den Schweizern den Einstand.
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Breakball
Die Schweizer müssen bei Service Federer nach einem Doppelfehler des Stars einen weiteren Breakball abwehren!
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1:4
Die US-Amerikaner bestätigen das Break. Sie brauchen bei 4:1 und 2:1 Sätzen noch zwei Games zum Triumph.
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1:3
Bryan punktet, das Break ist Tatsache! 3:1 für die USA im vierten Satz.
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Breakball
30:40 - mit Glück wehren die Schweizer die erste Breakchance ab.
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Breakball
15:40 - zwei Breakchancen für Bryan/Fish!
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1:2
Ohne einen Punktverlust stellen die US-Amerikaner auf 2:1.
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1:1
Die Schweizer gleichen aus.
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0:1
Die Schweizer verkaufen sich im ersten Game des vierten Sets gut, doch die US-Paarung geht in Führung.
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3:6
Bryan punktet dank einer hervorragenden Reaktion am Netz. Das bringt den USA die 2:1-Satzführung ein.
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Satzball
15:40 und zwei Satzbälle für die USA!
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15:30 bei Aufschlag Federer...
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3:5
Nach anfänglichen Problemen stellen die US-Amerikaner auf 5:3.
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Bryan trifft Federer mit dem Ball am Körper. Die Fans pfeifen - 30:30.
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15:30 - der mutige Angriff der US-Amerikaner wird belohnt.
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Die Schweizer reagieren - 0:30 bei Service Fish!
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3:4
Auch im dritten Satz schaffen die US-Amerikaner zuerst ein Break. Sie gehen 4:3 in Führung.
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Breakball
Wawrinka schlägt ins Out - 30:40 und Brakball für die USA!
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30:30 bei Aufschlag Wawrinka...
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3:3
Die US-Amerikaner gleichen zum 3:3 aus, nachdem es bei 30:30 ein bisschen nach einem Break gerochen hat...
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3:2
Federer bringt seinen Service mühelos durch, wieder liegen die Schweizer vorne - 3:2.
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2:2
Nach 0:30 bei Aufschlag Fish holen sich die Amerikaner das Game doch noch. Es steht 2:2.
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2:1
Die Schweizer gehen wieder in Führung. 2:1 im dritten Satz.
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1:1
Die US-Amerikaner ziehen nach. 1:1!
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1:0
Die Schweizer haben den Verlust des zweiten Satzes verdaut und gehen im dritten 1:0 in Führung.
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3:6
Bryans Aufschlag kommt nicht zurück. Der Satz geht mit 6:3 an die USA.
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Satzball
40:0 und drei Satzbälle für die USA.
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3:5
Federer bringt den Aufschlag durch und hält die Schweizer im Satz - 3:5.
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2:5
Mardy Fish bestätigt das Break für die USA mühelos. 5:2 für die Gäste.
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2:4
Der zweite Doppelfehler in diesem Game bringt den US-Amerikanern ihr erstes Break. Sie führen nach dem Aussetzer von Wawrinka in diesem zweiten Satz 4:2.
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Breakball
30:40 - die erste Breakchance für die USA.
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15:30 nach einem Doppelfehler von Wawrinka.
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2:3
Der zweite Satz verläuft weiter ohne Breakchance, die US-Amerikaner gehen 3:2 in Führung.
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2:2
Die Schweizer werden nach dem Einstand nicht nervös und gleichen zum 2:2 aus. Sie haben noch immer keinen Breakball zugelassen.
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Einstand bei Aufschlag Federer!
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1:2
Mardy Fish, der im ersten Satz das einzig Break zuliess, wirkt nun sicherer. Er bringt die USA 2:1 in Führung.
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1:1
Die Schweizer ziehen souverän nach. 1:1 im zweiten Satz.
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0:1
Das erste Game des zweiten Satzes geht an die USA.
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6:4
Da ist schon der zweite Satzball für die Schweiz, und der sitzt! Der erste Durchgang geht in 39 Minuten an Federer/Wawrinka.
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Der Satzball ist nach einem Netzroller für die USA weg.
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Satzball
40:30 und Satzball für die Schweizer!
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Federer serviert zum Satzgewinn für die Schweizer.
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5:4
Fish bringt den Service ohne Punktverlust durch. Die USA stellen auf 4:5.
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5:3
Die Schweizer bleiben auf Kurs. 5:3 für Federer/Wawrinka!
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4:3
Die US-Amerikaner können auf 3:4 verkürzen, die Schweizer müssen aber nur ihre Service-Games durchbringen, dann ist ihnen der Gewinn des ersten Satzes sicher.
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4:2
Die Schweizer sind in ihren Service-Games weiter souverän, und schon steht es 4:2 für Federer/Wawrinka in diesem Auftaktsatz.
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3:2
Die US-Amerikaner bleiben dran. Fish bringt seinen Service nun auch durch, es steht 2:3 aus Sicht der einmal gebreakten Gäste.
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3:1
Federer serviert das 3:1 locker ins Trockene.
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2:1
Die US-Amerikaner verkürzen durch ein gutes Aufschlagspiel von Bryan auf 1:2.
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2:0
Ein Rückhand-Volley von Federer bringt den Schweizern die 2:0-Führung ein. Das Break ist bestätigt.
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40:30 und Spielball für die Schweiz.
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Nach 0:30 stellen die Schweizer bei Service Wawrinka auf 30:30.
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1:0
Ein Vorhand-Winner von Wawrinka bringt den Schweizern das Break und die 1:0-Führung in diesem Startsatz.
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Breakball
Dritter Breakball für die Schweiz!
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Die US-Amerikaner parieren auch den zweiten Schweizer Breakball.
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Breakball
Es heisst schon wieder Vorteil und Breakball Schweiz!
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Fish wehrt den Breakball mit einem Smash ab, wieder heisst es Deuce.
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Breakball
Vorteil und Break-Chance Schweiz!
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Die Amerikaner vergeben drei Spielbälle - können die Schweizer bei Deuce profitieren?
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Die Partie beginnt mit Aufschlag USA. Mardy Fish serviert zunächst.
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Willkommen zum Tennis-Ticker. Federer/Wawrinka müssen das Doppel gegen die US-Paarung Bryan/Fish gewinnen, sonst ist die Erstrunden-Partie der Davis-Cup-Weltgruppe für die Swiss-Tennis-Equipe verloren. Spielbeginn heute ist um 14.30 Uhr.
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Schwierige Ausgangslage vor dem Doppel
Die grosse Schweizer Davis-Cup-Party sollte in Freiburg lanciert werden. Nach dem ersten Tag und dem 0:2-Rückstand gegen die USA droht nun aber der grosse Kater.
Als Stanislas Wawrinka (ATP 28) gegen Mardy Fish (ATP 8) nach 2:1-Satzführung noch verloren hatte (2:6, 6:4, 6:4, 1:6, 7:9), hatten die Amerikaner eigentlich nur die Pflicht erfüllt. Wenig später setzte dann aber John Isner zur Kür an. Der Aufschlag-Gigant, der noch nie vorher ein zählendes Davis-Cup-Einzel gewonnen hatte, trumpfte gegen Roger Federer gross auf und sorgte mit einem 4:6, 6:3, 7:6, 6:2-Erfolg für den aus US-Sicht sicher nicht erwarteten zweiten Punkt.
Federers Niederlage gegen Isner muss fast mit dem Prädikat «sensationell» versehen werden. Die 206 Zentimeter lange Nummer 2 der USA servierte nicht nur wie gewohnt hervorragend, sondern retournierte ab Mitte des zweiten Satzes auch überragend. Die Bälle schienen auf dem Sandplatz, auf dem viele Bälle versprangen, für ihn immer genau auf die richtige Höhe zu kommen und Isner übte so enormen Druck aus.
Nachdem er auch das zweite Tiebreak in seiner Karriere gegen Federer gewonnen hatte (nach dem US Open 2007) und mit 2:1 Sätzen führte, hatte Federer bei 2:2 noch einmal drei Breakchancen. Bei der Sequenz Ass, Servicewinner, Ass (mit 229 Stundenkilometern nach aussen!) war er aber absolut chancenlos, wenig später schaffte Isner das Break zum 4:2 und spielte die Partie danach wie auf Wolke sieben zu Ende. Federers Enttäuschung war zumindest gegen aussen nicht riesig: «Es war ein guter Match von uns beiden», sagte Federer, «und ich hatte viele Chancen. Er hat seine Möglichkeiten aber besser genutzt und spielte sehr stark, als es wichtig war.» Für Federer war es nach 15 Davis-Cup-Einzelsiegen in Serie die erste Niederlage - und dies nach rund 101 Monaten. 2003 war er im Halbfinal in Australien an Lleyton Hewitt gescheitert.
Isner war natürlich hochzufrieden: «Das ist der bisher wichtigste Sieg meiner Karriere.» Er erhielt grosses Lob von Captain Jim Courier: «Ich habe wohl noch nie jemanden gesehen, der eine Partie gegen Roger Federer so beendet hat. Wenn John jeden Tag in seiner verbleibenden Karriere so spielt, wird er enorm stark.»
Fishs starke Schlussphase
Federer war Zeuge der letzten 28 Minuten bei Wawrinkas Niederlage. Der Baselbieter hatte nach fast vier Stunden der Partie seines Kumpels die Vorbereitung unterbrochen und war beim Stande von 6:5 für Wawrinka wieder an den Platzrand gekommen. Dort erlebte er aber, wie Fish einen ausgesprochen starken Schlussspurt hinlegte und seinem Team den «Pflichtpunkt» schenkte. Den Matchball zu seinem siebten Sieg im 14. Davis-Cup-Einzel verwertete er mit einem unerreichbaren Vorhand-Stopvolley. «Stan auf seinem stärksten Belag auswärts im Davis Cup zu schlagen, gibt mir enorm viel Selbstvertrauen», sagte Fish.
Der fünfte Satz, in dem beide Spieler gleichzeitig sehr gut spielten, hätte auf beide Seiten kippen können. Wawrinka muss aber vor allem der Phase vorher nachtrauern. Nach einem enttäuschenden Startsatz, als er die Schwächen Fishs wegen vieler Eigenfehler zu wenig zu testen vermochte, hatte er sich deutlich gesteigert. Mit einer 2:1-Satzführung im Rücken, hatte er im dritten Game erneut drei Breakbälle, um seinem Gegner einen vielleicht vorentscheidenden Nackenschlag zu versetzen. Als er diese aber nicht nutzen konnte, riss temporär der Faden und der einzige derzeitige Top-10-Spieler aus den USA konnte rasch ausgleichen. «Das war eine ganz wichtige Phase der Partie», befand Fish anschliessend, «nachher hat das Momentum gekehrt.» Wawrinka schloss sich der Analyse seines Widersachers teilweise an: «Es wäre sicher einfacher gewesen, wenn ich jenes Break geschafft hätte. Insgesamt muss man aber sagen, hatte ich zu viele Höhen und Tiefen und er hat den Sieg verdient. Obwohl Sand nicht seine bevorzugte Unterlage ist, hat er eine sehr gute Partie gezeigt.»
Für Wawrinka war dies erst die zweite Davis-Cup-Niederlage auf Sand, nachdem er im März 2010 David Ferrer unterlegen war. Die anderen fünf Partien hatte er auf der langsamsten Unterlage allesamt zu seinen Gunsten entschieden.
«50:50 für das Doppel»
Ausgeglichen präsentiert sich die Ausgangslage für das Doppel. Die Gastgeber präsentieren mit «Fedrinka» die Olympiasieger von Peking, jedes Team mit Mike Bryan, der Weltnummer 1 im Doppel, ist aber per definitionem gefährlich. Das sieht auch Wawrinka so, der wie viele Experten nicht erwartet, dass Ryan Harrison zum Einsatz kommt: «Persönlich denke ich, dass Mike Bryan mit Mardy oder John spielen wird, für uns ist aber letztlich egal, gegen wen wir spielen. Ich würde sagen, die Chancen liegen bei 50:50.»
Auch Federer ist noch weitdavon entfernt, die Flinte ins Korn zu werfen: «Sie sind im Doppel vielleicht leicht favorisiert, aber wir haben ja auch schon super zusammen gespielt. Ich hoffe, wir können uns in den Sonntag retten und dann weiterschauen.» (si)
Erstellt: 11.02.2012, 13:53 Uhr

