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Federer steht im Halbfinal
Aktualisiert am 11.05.2012 16 Kommentare
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Zwölfmal hatten Federer und Ferrer bisher gegeneinander gespielt und zwölfmal hatte der Baselbieter gewonnen. Auch diesmal nützte er sein viel grösseres technisches Repertoire gegen den spanischen Dauerläufer aus und zwang diesen zu viel Defensivarbeit. Ferrer, mit 30:5 und drei Titeln so gut ins Jahr gestartet wie noch nie, wehrte sich unter den Augen vieler Spieler von Real Madrid (unter ihnen der Portugiese Cristiano Ronaldo und Weltmeister Sergio Ramos) hervorragend, konnte aber nicht an der Hierarchie rütteln. Die Entscheidung fügte Federer letztlich im neunten Games des zweiten Satzes herbei, als er die vierte Breakmöglichkeit zum 5:4 nutzte. Wenig später servierte Federer mit Stil und zwei Assen souverän aus.
Federer steht damit in der spanischen Hauptstadt zum achten Mal in Serie im Halbfinal und ist nun – nach dem Ausscheiden aller Spanier und von Djokovic – noch uneingeschränkterer Publikumsliebling als vorher. Und er scheint auf die Schlussphase des Turniers so richtig in Form zu kommen, in den letzten beiden Partien wirkte er von der Grundlinie aus deutlich verbessert und gab seinen Aufschlag nie mehr ab. Der Mann aus Valencia,einer der besten Returnspieler auf der Tour, kam nicht einmal zu einer Breakmöglichkeit und konnte nur magere 13 Prozent der Returnpunkte gewinnen.
An seinen nächsten Gegner hat Federer gute Erinnerungen. Er hat alle vier Duelle gegen Tipsarevic gewonnen, drei davon klar und nur einmal – am Australian Open 2008 – wurde er so richtig gefordert, war aberbeim10:8 im fünften Satz schon durch die Mononukleose geschwächt.
Djokovic wie Nadal mit Niederlage und Boykott-Drohung
Wie am Donnerstag Nadal gegen Fernando Verdasco unterlag auch Djokovic beim 6:7 (2:7), 3:6 gegen Janko Tipsarevic einem guten Kumpel, was den Ärger über die Niederlage und die Verhältnisse wenigstens marginal schmälerte. «Janko spielt eines seiner besten Turniere überhaupt und ich traue ihm zu, dass er das Turnier gewinnen kann.» Für sich selber fand er nur einen Ansatzpunkt. «Ich will diese Woche so schnell wie möglich vergessen», so Djokovic, «und freue mich, dass ich nun endlich auf richtigen Sand zurück kann.»
Djokovic hatte durchaus seine Möglichkeiten,konnte aber keine der sieben Breakchancen nutzen,war im Tiebreak zu fehlerhaft und danach phasenweise demotiviert. Die Unterlage, über die er sich schon die ganze Woche enerviert hatte, war diesmal zu viel. «Die ganze Zeit herrscht dieser Druck auf den Muskeln und ich musste immer Angst haben,mich bei den abrupten Bewegungen zu verletzen,welche sich auf dieser Unterlage ergeben. So macht es keinen Sinn hier zu spielen.»
Wie Nadal liess er keine Zweifel offen, dass er dies unter diesen Umständen auch nicht mehr zu tun gedenkt:«Für mich ist es ganz klar: Kein blauer Sand mehr oder ich spiele nicht mehr hier.» Der Hinweis, dass sich Turniermacher Ion Tiriac mit dem Gedanken trägt, bald mit fluoreszierenden Bällen zu spielen, trug auch nicht zu einer Verbesserung seiner Laune bei: «Das Turnier kann machen, was es will, aber man darf ihnen einfach die Erlaubnis nicht geben. Diese Woche war ein klassischer Fall, wie das System aus der Sicht der Spieler nicht funktioniert.»
Am kommenden Montag wird sich Djokovic sicher noch einmal ärgern, wenn er das Ranking blau auf weiss-grau sieht. Da aufgrund einer Kalenderverschiebung die Punkte von Rom wegfallen, verliert der Serbe netto 820 Zähler. Da auch Rafael Nadal 510 Punkte verliert, beträgt sein Vorsprung auf den Spanier immer noch mehr als den Gegenwert eines Major-Titels. Roger Federer hingegen macht minimal, das heisst, wenn er im Halbfinal verliert, 1090 Zähler gut, im Maximum holt er fast die Hälfte des gesamten Rückstandes auf. (kle/si)
Erstellt: 11.05.2012, 23:06 Uhr
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16 Kommentare
Warum kommt Federer, im Gegensatz zu Nadal und Djkovic, auf der bauen Unterlage so gut zurecht? Ist es die technisch hervorragende, überlegene Spielweise, die er so glänzend beherrscht, während die beiden anderen eher eine Technik mit hohem Krafteinsatz spielen? Der blaue Sand, der angeblich etwas rutschiger ist als der rote, scheint ihm jedenfalls keine Probleme zu bereiten. Antworten
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