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«Federer muss seine Mädchen mit einer Maske schützen»

Von Thomas Niggl. Aktualisiert am 22.02.2010

Für den Zürcher Sportarzt Heinz Bühlmann stellt der Lungeninfekt bei Roger Federer besonders für dessen erst sieben Monate alten Zwillingsmädchen Charlene Riva und Myla Rose eine grosse Gefahr dar.

Sorge um die Mädchen: Die Lungeninfektion von Roger Federer ist ansteckend.

Sorge um die Mädchen: Die Lungeninfektion von Roger Federer ist ansteckend.
Bild: Robert Federer/Facebook

«Roger wäre gut beraten, im Umgang mit seinen kleinen Schätzchen eine Schutzmaske zu tragen», sagt der Vertrauensarzt von Martina Hingis. Ein Lungeninfekt könne durch Husten oder Niesen leicht übertragen werden und sei hochansteckend. «Dann wären die Kleinen in grösster gesundheitlicher Gefahr», warnt Bühlman eindringlich. Kleinkinder hätten noch ein sehr schwaches Immunsystem, erklärt der Arzt. Deshalb könne eine Lungeninfekt besonders für Kleinkindern sogar zu einem äusserst kritischen Zustand führen.

«Federer hat sich wohl in Äthiopien angesteckt»

Federer, die Nummer 1 in der Weltrangliste, musste für das ATP-500-Turnier in Dubai wegen des Lungeninfekts Forfait erklären. Wann er wieder spielen kann, ist ungewiss. Die Pause könne mittlerweile durchaus bis zu sechs Wochen dauern, räumt Federer inzwischen ein. «Das habe ich zum ersten Mal. Das Atmen ist schwierig», sagt Federer. Er fühle sich sehr müde und schlapp. Am vergangen Dienstag habe er erstmals nicht trainieren können. «Am Mittwoch konnte ich nicht einmal mehr aufstehen, am Donnerstag ging dann gar nichts mehr», schildert Federer zwei für ihn schlimme Tage, an denen er sich wie damals, als er das Pfeiffersche Drüsenfieber hatte, gefühlt haben muss.

Der Start in Dubai wäre sein erster Auftritt seit dem Gewinn der Australian Open in Melbourne gewesen. Wo sich Federer die Infektion eingehandelt hat, ist unklar. «Federer könnte sich durchaus bei seinem Besuch vor elf Tagen in Ähiopien infiziert haben», mutmasst Bühlmann. Dort unterstützt der Basler mit seiner eigenen Stiftung Schulprojekte.

«Ich hätte Federer dringend geraten, schon in Äthiopien im Umgang mit den Kindern eine Schutzmaske zu tragen», sagt Bühlmann. In den Drittweltländern sei die Gefahr, sich zu infizieren, noch viel grösser. «In diesen Ländern ist auch die Tuberkulose leider immer noch nicht ausgerottet», weiss Bühlmann. Dort stelle diese Infektionskrankheit eine latente Gefahr dar. «Ich erachte es schon ein bisschen als fahrlässig, dass sich Federer bei seinem Besuch in Äthiopien nicht besser geschützt hat», sagt Bühlmann. (DerBund.ch/Newsnet)

Erstellt: 22.02.2010, 12:30 Uhr

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