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«Federer ist zu nett mit Nadal»
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«Es ist schon viele, viele Jahre her, seit ich in Roland Garros einen Final auf einem derart hohen Niveau gesehen habe», schreibt Mats Wilander in seiner Kolumne für die französische Sportzeitung «L'Equipe». «Federer auf Sand so spielen zu sehen, ist ein Vergnügen. Er hat sich die perfekte Taktik ausgesucht, um Nadal zu besiegen, aber sein Problem ist immer das gleiche. Wenn er Nadal einmal schlägt, tut er es mit rein sportlichen Mitteln, über den Kopf kann er ihn nie bezwingen.»
Nadal lasse sich zu keinem Zeitpunkt zu einer negativen Körpersprache hinreissen. Selbst dann nicht, wenn er wie im ersten Satz des French-Open-Finals 2:5 zurückliege. Deshalb könne Federer den Spanier auf Sand leider auch dann nicht schlagen, wenn er seine beste Leistung abrufe. «Selbst wenn er besser Tennis spielt, wird der Match immer eng sein, weil Nadal niemals aufgibt», so Wilander. «Federer dagegen lässt abreissen, wenn Nadal so stark spielt wie im vierten Satz.»
«Federer muss Nadal mental wehtun»
Wilander glaubt, dass Federer dem Weltranglistenersten Nadal in der ersten halben Stunde einer Partie noch mehr zusetzen müsste, um auf den Sieg hoffen zu können. «Er muss ihm mental wehtun und ihm Folgendes zu verstehen geben: ‹Du spielst scheisse; ich dagegen mache gute Schläge und werde dir tennismässig in den Hintern treten.›» Leider sei Federer aber manchmal zu ruhig und zu nett mit seinem Rivalen.
Wilanders Statements sind zumindest diskutabel, schliesslich hat Federer von seinem ruhigen Wesen bereits des Öfteren profitiert. Wäre er so harmlos und übertrieben nett auf dem Platz, wie es Wilander sagt, hätte er wohl kaum 16 Major-Titel gewonnen. Ausserdem steht der frühere Weltranglistenerste aus Schweden im Ruf, mit seinen Kolumnen gerne zu provozieren. (DerBund.ch/Newsnet)
Erstellt: 06.06.2011, 15:52 Uhr





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