Sport

Fedcup-Triumph für Schweizerinnen

Aktualisiert am 22.04.2012

Das Schweizer Fedcup-Team spielt auch 2013 in der Weltgruppe II. In Yverdon siegte das Team von Heinz Günthardt im Barragespiel gegen Weissrussland 4:1.

Geschafft: Das Fedcup-Team von Heinz Günthardt (r.) bleibt in der Weltgruppe II.

Geschafft: Das Fedcup-Team von Heinz Günthardt (r.) bleibt in der Weltgruppe II.
Bild: Keystone

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Jene Fans, die bis gegen 18 Uhr in Yverdon ausgeharrt hatten, wurden belohnt. Belinda Bencic/Amra Sadikovic gewannen ihr Marathondoppel mit 6:7 (5:7), 7:6 (9:7), 7:5 und rundeten das erfolgreiche Wochenende somit ab. Für Vorzeigteamspielerin Sadikovic war es ebenso ein wichtiger Sieg für Team-Küken Bencic. Im Alter von 15 Jahren und eineinhalb Monaten hat das grosse Talent damit erstmals auf höchster Stufe eine Partie für die Schweiz gewonnen.

Bacsinszky genau ein Jahr danach

Als die letzte Vorhand von Alexandra Sasnowitsch (WTA 760) zum 6:2, 3:6, 6:1-Endresultat hinter die Grundlinie segelte, gab es kein Halten mehr. Timea Bacsinszky (WTA 573), Captain Heinz Günthardt, die Teamkolleginnen und die Zuschauer im brandneuen «Complexe sportif des Isles» bejubelten den Klassenerhalt und für die «Matchwinnerin» war es ein ganz spezieller Moment. Nicht nur wegen des Sieges, sondern auch wegen des Datums, dem 22. April: «Genau heute vor einem Jahr habe ich mich schwer am Fuss verletzt und dass ich nun wieder hier stehe und diesen Match für die Schweiz gewinnen kann, bedeutet mir enorm viel.» Emotional fügte sie an, dass «ich all jenen danken möchte, die an mich geglaubt haben und dank denen eine Rückkehr aufs höchste Niveau erst möglich war.»

Bacsinszky musste sich den 15. Sieg im 29. Match für die Landesauswahl hart erkämpfen. Wie am Vortag im Spiel gegen Stefanie Vögele kompensierte Sasnowitsch mangelnde Erfahrung mit grossem Kampfgeist. Im dritten Durchgang, unermüdlich angefeuert von Günthardt, konnte sich «Timi» dann aber noch einmal steigern und den Siegpunkt nach 106 Minuten ins Trockene bringen. Der verständlichen Freude zum Trotz blieb sie realistisch: «Ich habe zwar den letzten Punkt geholt, aber man muss vor allem Stefi für ihre Leistungen an diesem Wochenende loben.»

Vögeles Premiere

In der Tat: Die Basis zum letztlich ungefährdeten Sieg legte am späten Sonntag Vormittag Vögele. Die Aargauerin liess im Duell der beiden Nummern 1 keinerlei Zweifel über den Ausgang aufkommen und fegte Olga Goworzowa in 56 Minuten mit 6:1, 6:1 richtiggehend vom Platz.

Dass die Weissrussin, die in den Tagen vor dem Fedcup krank gewesen und erst am Mittwoch angereist war, nur eine mässige Arbeitseinstellung an den Tag legte, brauchte Vögele nicht zu kümmern. Sie erledigte ihre Aufgabe vorbildlich, gab bei eigenem Service (7 Asse) nur sieben Punkte ab und zog ihr Konzept von A bis Z durch. «Ich bin sehr zufrieden mit meiner Leistung, das war sicher eines meiner zwei, drei besten Spiele in diesem Jahr. Ich habe schon gemerkt, dass sie nachlässt, habe aber weiter versucht, mich auf jeden Punkt zu konzentrieren und das ist mir sehr gut gelungen.»

Vögele ist damit ihrer Rolle als Nummer 1 des Teams vollumfänglich gerecht geworden. Erstmals in ihrer Karriere hat sie an einem Fedcup-Wochenende zwei Punkte beigesteuert, was den Aufwärtstrend der letzten Wochen untermauert und ihr zusätzlichen Auftrieb gibt. «Fed Cup ist etwas Spezielles und das gibt mir für die nächsten Wochen viel Selbstvertrauen», so die stets wohltuend bescheidene «Stefi» in der Medienkonferenz, während ihre demotivierte Gegnerin ihre Teamkolleginnen hatte. Vögeles Fed-Cup-Bilanz im Einzel präsentiert sich nun mit 5:7 schon wesentlich besser als noch zu Jahresbeginn (2:6), verloren hat sie heuer nur gegen US-Open-Championne Samantha Stosur.

1:1 nach dem Starttag

Am Samstag war zumindest resultatmässig die Logik respektiert worden. Timea Bacsinszky hatte in ihrem ersten Match seit dem 10.März (Sehnenentzündung in der Schulter) gute Ansätze gezeigt, war aber Goworzowa doch mit 4:6, 4:6 unterlegen. Die Romande hatte bei 4:2 eine Chance zum Doppelbreak gehabt, ihre Widersacherin konterte diese aber mit einem Aufschlagwinner und wurde anschliessend immer dominanter. Bacsinszky wehrte sich zwar nach Kräften, hatte aber mit dem zweiten Aufschlag und der Vorhand zwei grosse Handicaps.

Anschliessend hielt Vögele der Nervenbelastung stand und bezwang Debütantin Sasnowitsch 6:0, 5:7, 6:3. Nach klar dominiertem Startsatz liess Vögele kurzzeitig etwas nach und hatte dann mehr Mühe als erwartet werden konnte. Mit einem Break im Finalset im Rückstand (2:3) fand sie aber anschliessend zu alter Stärke zurück und gewann 14 der letzten 17 Punkte.

Die Auslosung für den nächstjährigen Wettbewerb findet am 6. Juni im Rahmen von Roland Garros statt. (si)

Erstellt: 22.04.2012, 18:15 Uhr

Programm & Resultate

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AEGON International
18.06EndeRadwanska - Hampton6:7 2:6
Topshelf Open
18.06cancelledSijsling - Wawrinka
18.06EndeDarcis - Wawrinka6:7 4:6
Stand: 18.06.2013 18:18
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NHL Playoffs
EndeBoston Bruins - Chicago Blackhawks2:0
Stand: 18.06.2013 03:42
Keine Daten vorhanden
Topshelf Open
19.0614:30Lorenzi - Wawrinka
Stand: 18.06.2013 18:18
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NHL Playoffs
02:00Boston Bruins - Chicago Blackhawks

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