«Es ist schön, dass sich das nun auszahlt»
Von Florian A. Lehmann. Aktualisiert am 07.09.2010
Dossiers
Artikel zum Thema
- Noch drei Runden bis zum Schweizer Final
- Federer mit etwas Glück ohne Satzverlust – beobachtet von vielen Stars
- «Federer ist ein lustiger Typ»
- Warum Djokovic seinem Coach Angst macht
- Federer trifft nun auf einen Argentinier
- «Djokovic ist der kompletteste Spieler aller Zeiten»
US Open, New York
Grand-Slam-Turnier (22,668 Mio. Dollar/Hart). Männer. Achtelfinals: Roger Federer (Sz/2) s. Jürgen Melzer (Ö/13) 6:3, 7:6 (7:4), 6:3. Robin Söderling (Sp/5) s. Albert Montañes (Sp/21) 4:6, 6:3, 6:2, 6:3.
Viertelfinal-Tableau: Nadal (1)/Lopez (23)- Ferrer (10)/ Verdasco (8), Wawrinka (25)/Querrey (20) - Juschni (12)/Robredo; Monfils (17) - Djokovic (3), Söderling (5) - Federer (2).
Frauen. Achtelfinals: Caroline Wozniacki (Dä/1) s. Maria Scharapowa (Russ/14) 6:3, 6:4. Vera Swonarewa (Russ/7) s. Andrea Petkovic (De) 6:1, 6:2.
Viertelfinal-Tableau: Wozniacki (1) - Cibulkova, Kanepi (31) - Swonarewa (7); Schiavone (6) - Venus Williams (3), Stosur (5) - Clijsters (2).
Stichworte
Auch Österreichs neuer Komet am Tennis-Himmel, Jürgen Melzer, konnte in New York die Nummer 2 der Welt nicht stoppen. Trotz hartnäckiger Gegenwehr setzte sich Roger Federer in drei Sätzen mit 6:3, 7:6 (7:4) 6:3 letztlich klar durch, auch wenn der Gewinner auch ein wenig auf den Support von Göttin Fortuna zählen konnte. Damit steht der Baselbieter zum 26. Mal in Folge in einem Grand-Slam-Viertelfinal – das ist eine weitere beeindruckende Serie des Tennis-Maestros aus der Alpen-Destination Schweiz.
Er sei erleichtert, dass er in der nächsten Runde stehe, sagt Federer nach seinem Sieg gegen Melzer. «Ich habe hier noch keinen Satz abgegeben, offensichtlich bin ich darüber wirklich sehr glücklich. Ich finde einen Weg, um zu gewinnen, mache stets das Richtige, spiele aggressiv. Ich habe hart gearbeitet, es ist schön, dass sich das nun auszahlt», erklärt der fünffache Gewinner von Flushing Meadows, warum er sich in diesen New Yorker Tagen so souverän präsentiert.
Die Revanche von Paris vor Augen
Am Mittwoch Lokalzeit bekommt es die Nummer 2 im Ranking mit Robin Söderling zu tun. Ginge es nach dem sogenannten Head-to-Head, dann wäre Federer der klare Favorit. In dieser Bilanz führt der Schweizer mit 12:1, aber zuletzt erlitt er im Viertelfinal des French Open im Pariser Regen eine schmerzliche Niederlage gegen den Schweden. Damals wurde auch Federers Serie von 23 aufeinanderfolgenden Halbfinaleinzügen bei Grand-Slam-Events gestoppt. Der Baselbieter weiss offenbar, was gegen den Skandinavier auf ihn zukommt. «Ich erwarte ein ausgesprochen schwieriges Duell, speziell, nachdem er auf den Geschmack gekommen ist, wie man mich bezwingt. Es liegt nun an mir, mein Spiel sauber und mit einer guten Leistung durchzuziehen.»
Federer zeigt, dass er grossen Respekt hat vor Söderling, der inzwischen zur Nummer 5 der Welt aufgestiegen ist. «Bevor er schon sehr gut war, hatte er Hochs und Tiefs zu verkraften. Vielleicht war er deshalb im Ranking etwas tiefer klassiert. Aber jetzt spielt er wirklich gut.» Der 29-Jährige nennt auch die Wichtigkeit von Details, um einer Karriere nochmals einen Kick zu geben. «Kleine Dinge können einen grossen Einfluss haben. Ich brauchte einige Zeit, um zu begreifen, dass Ruhe auf dem Platz besser für mein Spiel ist. Ich habe das erst realisiert, als ich ungefähr 20-jährig war.»
Der Applaus der Stars
In der Tat muss sich der Baselbieter auf ein hartes Duell gegen den 26-jährigen Schweden einstellen. Die Bilanz von 12:1 im Head-to-Head verkommt spätestens bei Matchbeginn zur Statistik. Federer ist allerdings routiniert genug, um sich auf eine delikate und diffizile Aufgabe einzustellen. Und das Schweizer Tennis-Ass hat im Big Apple bisher sehr überzeugt – auf und neben dem Court. Und die Fans in New York lieben den Schweizer; auch Filmgrösse Cameron Diaz, die Federer begeistert applaudierte.
(DerBund.ch/Newsnet)
Erstellt: 07.09.2010, 10:03 Uhr

