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«Er ist ein Kandidat für die Nummer 1»
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Juan Martin Del Potro ist auf dem Tennisplatz mit 1,98 m Grösse und fast 100 kg Gewicht eine furchteinflössende Erscheinung. Kommt der als etwas lethargisch geltende Argentinier erst einmal in Fahrt, kann er mit seinen harten und flachen Schlägen von der Grundlinie jeden Spieler massiv unter Druck setzen. So sehr, dass ihm Rafael Nadal zutraut, in den Kampf um den Weltranglisten-Thron einzugreifen.
Del Potro spiele auf einem sehr hohen Niveau und sei in der Lage, unglaubliche Bälle zu schlagen, die sonst niemand hinbekomme, sagte Nadal über den 23-Jährigen, den er im entscheidenden Spiel des Davis-Cup-Finals 1:6, 6:4, 6:1, 7:6 besiegt hatte. «Es ist klar, dass er ein Kandidat für die Nummer 1 ist. Im kommenden Jahr wird er den Top 4 angehören.» Im aktuellen Ranking nimmt Del Potro Position 11 ein.
Der riesenhafte Südamerikaner, der im US-Open-Final 2009 Roger Federer den Titel entriss, hat allerdings gleich zwei Achillesfersen: seine Verletzungsanfälligkeit und seine sensible Seele. Die Saison 2010 verpasste er wegen einer hartnäckigen Blessur am Handgelenk fast komplett, in der argentinischen Presse war zudem von Depressionen und Party-Exzessen die Rede. Del Potro, so der mediale Tenor, habe seinen ersten und bislang einzigen Grand-Slam-Titel psychisch nicht verarbeiten können.
(ak)
Erstellt: 06.12.2011, 18:15 Uhr
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