Sport
Ein serbischer Tag in Basel
Artikel zum Thema
- Harter Gegner für Roger Federer
- Djokovic duselt sich in den Final
- Federer brennt ein Service-Feuerwerk ab
- «Nach dem 5:1 sind mir beinahe die Tränen gekommen»
Davidoff Swiss Indoors, Basel
ATP-Turnier (1,755 Mio Euro/Hart, Halle). Einzel, 1. Runde: Marin Cilic (Kro/6) s. Marco Chiudinelli (Sz) 6:3, 6:3. Novak Djokovic (Ser/2) s. Ernests Gulbis (Lett) 6:4, 6:2. David Nalbandian (Arg) s. Jan Hajek (Tsch) 6:3, 6:4. Richard Gasquet (Fr) s. Lu Yen-Hsun (Taiwan) 6:3, 6:1. Janko Tipsarevic (Ser) s. Denis Istomin (Usb) 6:2, 6:4. Viktor Troicki (Ser) s. Michael Berrer (De) 6:3, 6:0. Andrej Golubew (Kas) s. Xavier Malisse (Be) 7:5, 6:2. Santiago Giraldo (Kol) s. Karol Beck (Slk) 6:2, 6:1. - - Achtelfinal-Tableau: Federer (1) - Tipsarevic, Stepanek/De Bakker - Giraldo; Roddick (9)/Querrey - Golubew, Nalbandian - Cilic (6); Mathieu/Mayer - Troicki, Gasquet - Kamke/Berdych (3); Isner (8) - Haase, Brands/Nieminen - Djokovic (2).
Doppel, 1. Runde: John Isner/Sam Querrey (USA) s. Michael Kohlmann/Jarkko Nieminen (De/Fi) 2:6, 6:4, 10:5 (Tiebreak). Lu Yen- Hsun/Janko Tipsarevic (Taiwan/Ser) s. Julian Knowle/Andy Ram (Ö/Isr) 6:3, 6:3.
Stichworte
Chiudinelli (ATP 76) vermochte am Heimturnier seine Siegesserie vom Vorjahr nicht mehr zu wiederholen. Der 29-jährige Basler unterlag dem als Nummer 6 gesetzten Marin Cilic (Kro/ ATP 14) 3:6, 3:6. Bis zum 3:3 hielt Vorjahreshalbfinalist Chiudinelli mit, dann gab er neun der folgenden zwölf Games ab. Auf der ATP-Tour hat er sogar neun der letzten elf Einzel verloren.
Neben Djokovic setzten sich auch Serbiens Nummern 2 (Viktor Troicki) und 3 (Janko Tipsarevic) problemlos durch. Die drei Serben gaben keinen Satz und lediglich 15 Games ab. Janko Tipsarevic trifft in den Achtelfinals am Mittwochabend auf Lokalmatador Roger Federer.
Tipsarevic (ATP 43) qualifizierte sich mit 6:2, 6:4 gegen den Usbeken Denis Istomin für das Rendezvous mit Federer. Die ersten beiden Direktbegegnungen hat der Schweizer gewonnen. Beim zweiten Sieg, im Januar 2008 am Australian Open, tat sich Federer mit 6:7, 7:6, 5:7, 6:1, 10:8 aber äusserst schwer. Der 26-jährige Tipsarevic stellt für Federer im heimischen Umfeld eine Bedrohung dar. Der Gegner befindet sich im Hoch: Vor einem Monat hievte Tipsarevic Serbien in Belgrad mit Siegen über Tomas Berdych und Radek Stepanek in den Davis-Cup-Final. Ausserdem besiegte er in dieser Saison auch schon Andy Roddick (am US Open) und Andy Murray (in Dubai).
Das grosse Ziel: der Davis Cup
Aber selbst ein Erfolgserlebnis gegen Federer würde Tipsarevics kurzfristige Perspektiven nicht ändern. Die serbischen Cracks haben alle fast nur noch den Davis-Cup-Final gegen Frankreich im Kopf, der in exakt einem Monat vor 20'000 Zuschauern in Belgrad über die Bühne geht. «Wenn wir den Davis Cup gewinnen, ist es das Grösste, was Serbien im Sport bis anhin erreicht hat», so Djokovic. Djokovic ist für den Final als Einzelspieler gesetzt. Für den Platz als Nummer 2 liefern sich Troicki und Tipsarevic ein Fernduell. Troicki: «Aber eine Rivalität existiert deswegen zwischen uns nicht. Wenn ich nicht Einzel spiele, dann eben Doppel. Wichtig ist nur, dass Serbien am Ende gewinnt.»
(si)
Erstellt: 02.11.2010, 20:39 Uhr






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