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Ein Mann kann wieder kämpfen

Von Florian A. Lehmann. Aktualisiert am 16.08.2010 3 Kommentare

Trotz der Finalniederlage in Toronto hat sich der Schweizer Roger Federer im Ranking auf Rang 2 vorgearbeitet. Und er hat in Kanada offensichtlich den «Fighting Spirit» wiedergefunden.

Der Biss ist wieder da: Roger Federer blickt auf eine gute Woche in Toronto zurück.

Der Biss ist wieder da: Roger Federer blickt auf eine gute Woche in Toronto zurück.
Bild: Reuters

Einfluss auf seinen temporären Schützling: Paul Annacone ermutigt Federer, offensiver zu spielen.

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ATP- und WTA-Ranking

Weltranglisten per 16. August. ATP: 1. (1.) Rafael Nadal (Sp) 10 925 (Vorwoche: 10 745). 2. (3.) Roger Federer 7215 (6795). 3. (3.) Novak Djokovic (Ser) 7085 (6905). 4. (4.) Andy Murray (Gb) 5305 (5305). 5. (5.) Robin Söderling (Sd) 4830 (4740). 6. (6.) Nikolai Dawydenko (Russ) 4195. 7. (7.) Tomas Berdych 3950. 8. (9.) Fernando Verdasco (Sp) 3430. 9. (8.) Juan Martin Del Potro (Arg) 3170. 10. (10.) Jo-Wilfried Tsonga (Fr) 3095.

11. (12.) David Ferrer (Sp) 3065. 12. (13.) Marin Cilic (Kro) 2890. 13. (11.) Andy Roddick (USA) 3235. 14. (14.) Michail Juschni (Russ) 2680. 15. (15.) Jürgen Melzer (Ö) 2470. 16. (16.) Nicolas Almagro (Sp) 2185. 17. (17.) Ivan Ljubicic (Kro) 2180. 18. (18.) Gaël Monfils (Fr) 2070. 19. (19.) John Isner (USA) 1805. 20. (20.) Marcos Baghdatis (Zyp) 1780.

Ferner: 26. (24.) Stanislas Wawrinka 1475. 64. (65.) Marco Chiudinelli 787. 130. (132.) Stéphane Bohli 405. 201. (203.) Michael Lammer 248. 377. (374.) Roman Valent 101. 383. (382.) Alexander Sadecky 98. 423. (422.) Adrien Bossel 82.

WTA: 1. (1.) Serena Williams (USA) 8245. 2. (3.) Caroline Wozniacki (Dä) 5635. 3. (2.) Jelena Jankovic (Ser) 5225. 4. (7.) Kim Clijsters (Be) 5210. 5. (4.) Venus Williams (USA) 5177. 6. (5.) Samantha Stosur (Au) 4690. 7. (8.) Francesca Schiavone (It) 4285. 8. (6.) Jelena Dementjewa (Russ) 4241. 9. (9.) Agnieszka Radwanska (Pol) 4070. 10. (11.) Na Li (China) 3950.

11. (10.) Vera Swonarewa (Russ) 3920. 12. (15.) Maria Scharapowa (Russ) 3880. 13. (12.) Viktoria Asarenka (WRuss) 3450. 14. (13.) Justine Henin (Be) 3415. 15. (16.) Yanina Wickmayer (Be) 3320. 16. (14.) Swetlana Kusnezowa (Russ) 3241. 17. (20.) Marion Bartoli (Fr) 3240. 18. (17.) Shahar Peer (Isr) 3175. 18. (19.) Aravane Rezai (Fr) 3045. 20. (18.) Flavia Pennetta (It) 2975.

Ferner: 49. (51.) Timea Bacsinszky 1215. 52. (54.) Patty Schnyder 1150. 107. (105.) Stefanie Vögele 647. 378. (376.) Amra Sadikovic 99.

Stichworte

Der Schweizer ist wieder die Nummer 2 in der Branche. Das ist an und für sich keine Überraschung und hatte schon vor dem Endspiel gegen Andy Murray, das er 5:7, 5:7 verlor, festgestanden. Dennoch ist der Rutsch um eine Position nach oben im ATP-Ranking der verdiente Lohn für Federers beherzte und mutigen Auftritte beim Rogers’ Cup in der grössten Stadt Kanadas. «Fighting Spirit» – «Kampfgeist» – nennen die Anglo-Sachsen diese Einstellung, ohne die man im Spitzensport auf verlorenem Posten ist.

Selbst wenn bei seinen gewonnenen Duellen gegen den Tschechen Tomas Berdych und den Serben Novak Djokovic sowie bei seiner vermeidbaren Niederlage gegen den Schotten Murray ersichtlich wurde, dass auf geniale Schläge von Federer prompt wieder lapidare Fehler folgten, so wurde eines deutlich: Der Baselbieter zeigte sich physisch fit und mental intakt. Der glückliche Familienvater jedenfalls zeigte sich psychisch stärker als zuletzt in Wimbledon – zumindest kam der Beobachter zu dieser Erkenntnis. Gerade im Final gegen Titelverteidiger Murray stemmte sich der 29-Jährige vehement gegen die drohende Niederlage. «Es ist schön, enge Spiele gewonnen zu haben, wie gegen Berdych und Djokovic. Ich bin auch mit meinem physischen Zustand zufrieden, dies gibt mir Zuversicht für die nächsten Aufgaben», erklärte der Maestro in Toronto.

Wie geht es weiter mit Annacone?

Dass Selbstvertrauen und mentale Bereitschaft bei Federer, der zuletzt in Melbourne 2010 ein Turnier gewann, wieder mehr vorhanden sind als auch schon in diesem Jahr, könnte durchaus auch die Folge der Betreuung von Paul Annacone sein. Annacone, der im Final von Toronto nicht mehr in der Box des Federer-Clans sass, weil er noch Verpflichtungen mit dem englischen Verband hat, scheint das Tennis-Ass zu stimulieren. Federer äusserte sich jedenfalls zu den ersten Erfahrungen mit dem 47-jährigen Test-Coach durchaus wohlwollend und mit einer Prise Humor. «Paul und ich haben zwar nicht jeden Abend ein Kerzenlicht-Dinner. Aber er war in der Lage, mir zu helfen und gute Dinge zu sagen, wie ich es erwartet hatte. Er ist ein netter Kerl. Bisher läuft es ziemlich gut.» Experten haben jedenfalls erkannt, dass Annacone, der sich in der Tennis-Geschichte einen Namen als leidenschaftlicher Netzstürmer machte, Federer ermutigt, noch aggressiver und unberechenbarer im Court aufzutreten. Gegen Murray ging diese offensive Taktik des Schweizers auch einige Male in die Hosen. Allerdings gilt der laufstarke Brite, weiterhin die Nummer 4 der Weltrangliste, als exzellenter Mann für Passierbälle und Returns.

Mit Lüthi in Ohio

Federers nächste Station auf seinem Trip durch Nordamerika heisst in dieser Woche Cincinnati, wo er den Titel zu verteidigen hat. Im Bundesstaat Ohio wird er wieder von Severin Lüthi betreut. Am US Open sollte aber Annacone für die Nummer 2 der Welt wieder zur Verfügung stehen. Wie es dann aber in Sachen Betreuung und Zusammenarbeit weitergeht, hat der Schweizer noch nicht entschieden.

Fest steht: Federer fühlt sich für das laute New Yorker Grand-Slam-Happening bereit. Und das ist schon ein wichtiger Schritt nach vorn. (DerBund.ch/Newsnet)

Erstellt: 16.08.2010, 12:09 Uhr

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3 Kommentare

Anja Hame

16.08.2010, 13:57 Uhr
Melden

Go Roger, ich hoffe noch auf viele lange schöne und und spannende Matches. Natürlich lieber mit dem besseren Ausgang für Dich aber es ist eindrücklich wie Du und Dein Umfeld das alles so gut ausbalanciert ob es nun mal gut läuft oder eben nicht. Da sieht man wieder Gesundheit und eine gutes und glückliches Umfeld können gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Antworten


Peter Müller

16.08.2010, 12:59 Uhr
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Also ob Roger in der Vergangenheit nicht gekämpft hätte.... ich muss mich immer wieder aufs Neue wundern, was die Journalisten alles so schreiben! War nicht mal das Wort "Rücktritt" sehr beliebt bei diesen Schreibern..??? Lächerlich... Antworten



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