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Djokovic lässt enttäuschendem Federer keine Chance
Ein überraschend einfacher Sieg: Novak Djokovic gelang die Revanche für die Niederlage vor einem Jahr. (Bild: Keystone )
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Roger Federer verpasste seinen sechsten Final in Paris ziemlich deutlich. Der Schweizer konnte zwar phasenweise das Publikum begeistern, doch unter dem Strich produzierte er viel zu viele Fehler (46!). Damit wartet Federer nun seit genau einem Jahr auf eine Finalqualifikation bei einem Grand-Slam-Turnier. Der letzte Major-Sieg feierte er beim Australian Open 2010.
Für den Baselbieter gibt es viel Grund sich zu ärgern. Zwölf Monate nach seiner grandiosen Vorstellung im Halbfinal des French Opens, als er die Siegesserie von Novak Djokovic beendet hatte, enttäuschte er. Im ersten Satz führte er mit einem Break. Den Vorsprung verspielte er bei erster Gelegenheit und musste bei 5:6 seinen Service erneut abgeben.
Ein Festival der Breaks
Schlimmer noch im zweiten Satz: Er führte mit zwei Breaks 3:0, ehe er seinen Service zu null abgab. Bei 4:2 vergab er drei Möglichkeiten wohl vorentscheidend auf 5:2 davonzuziehen. Dann musste er Djokovic das 4:4 zugestehen, nahm ihm aber sofort wieder den Service ab – 5:4. Die gute Ausgangslage nützte wieder nichts. Djokovic gewann die folgenden drei Games zum Satzgewinn.
Das ungünstige Szenario brach Federers Widerstand. Im dritten Satz lief alles im Sinne von Djokovic, der seinen vierten Grand-Slam-Titel in Folge anstrebt. Er wäre erst der dritte Spieler, der gleichzeitig alle Major-Trophäen hält. Federer, der im Verlauf des diesjährigen French Opens nie richtig überzeugen konnte, wird sich derweil auf die nächsten Aufgaben konzentrieren. Am 25. Juni beginnt Wimbledon.
Turnierfavorit Nadal ohne Mühe
Rafael Nadal liess sich nicht stoppen. Der Mallorquiner schlug im Halbfinal seinen Landsmann David Ferrer (ATP 6) problemlos 6:2, 6:2, 6:1. Ferrer war nie nahe dran, Nadal die zweite Niederlage beim French Open zuzufügen. Beim Stand von 2:1 hatte der 30-Jährige aus Valencia zwei Breakbälle, danach wurde er aber förmlich überrollt. Nadal sicherte sich die nächsten fünf Games, nahm seinem Gegenüber im zweiten Satz zweimal den Aufschlag ab, im dritten sogar dreimal. Die zwischenzeitlich wegen Regens unterbrochene Partie dauerte nur eine Stunde und 46 Minuten.
Auf dem Weg in den Final gab Nadal nur 35 Games ab, so wenig wie noch nie beim French Open. Der Weltranglisten-Zweite scheint auch in diesem Jahr beim wichtigsten Sandturnier der Tour eine Klasse für sich zu sein. In Roland Garros verlor der zehnfache Sieger von Grand-Slam-Turnieren erst einmal eine Partie – 2009 im Achtelfinal gegen Robin Söderling.
Hier geht es zu den kompletten French-Open-Tableaux.
(fal/si)
Erstellt: 08.06.2012, 19:28 Uhr




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