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«Der Final gegen Djokovic wird brutal»
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David Ferrer war für Andy Murray im zweiten Australian-Open-Halbfinal ein überraschend hartnäckiger Gegner. Der Spanier, der in den Viertelfinals den angeschlagenen Rafael Nadal in drei Sätzen besiegt hatte, erlief ausser im dritten Durchgang fast jeden Ball und profitierte davon, dass Murray mit dem zweiten Aufschlag grosse Probleme bekundete. Erst nach 3:46 Stunden setzte sich der Brite 4:6, 7:6, 6:1, 7:6 durch.
Den Unterschied zwischen dem Weltranglistenfünften Murray und dem zwei Plätze dahinter klassierten Ferrer machte am Ende aber doch der Service. In den beiden Tiebreaks legte der Favorit seine Schwächen ab und behielt jeweils mit 7:2 das bessere Ende für sich. Wäre Ferrer etwas länger als 1,75 Meter und könnte so mehr Kraft in den Aufschlag legen, hätte die Partie jedoch durchaus einen anderen Ausgang nehmen können.
Murray wusste bei 4:5 im zweiten Satz gar nicht, wie es stand
«David ist ein unglaublicher Athlet und extrem hart zu spielen», sagte Murray, der während des Matches wiederholt wie ein Berserker geflucht und in eine Werbebande getreten hatte. Ironischerweise bekam er den Ernst der Lage gar nicht mit, als er im zweiten Durchgang beim Stand von 4:5 einen Satzball abwehren musste. «Ich dachte, es sei erst 3:4. Dass ich den Spielstand nicht realisiert habe, hat mir wohl geholfen», sagte Murray beim Siegerinterview auf dem Court.
75 Jahre sind seit dem letzten britischen Triumph vergangen
Im Final bietet sich Andy Murray nun die Chance, als erster Brite seit 1936 und Fred Perry einen Major-Pokal zu gewinnen. Die Begegnung vom Sonntag (DerBund.ch/Newsnet berichtet ab 9.30 Uhr live) bekommt nach dem Scheitern von Rafael Nadal, der den vierten Grand-Slam-Titel in Folge angepeilt hatte, nun doch noch eine historische Dimension. «Der Match gegen Djokovic wird brutal hart», glaubt Murray, der ankündigte, er wolle sich nun erst einmal im Eisbad von den Strapazen erholen.
Während Murrays Mutter Judy ihren Sohn auf der Tribüne gewohnt lautstark und Grimassen schneidend unterstützte, verfolgte seine Freundin Kim Sears den Halbfinal gegen Ferrer daheim vor dem TV. Das wird auch im Endspiel wieder so sein. Gegen Murrays Allianz mit seiner Mama kommt eben keine Frau der Welt an. (DerBund.ch/Newsnet)
Erstellt: 28.01.2011, 14:22 Uhr
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