Das ist Federers Nachfolger
Von Alexander Kühn. Aktualisiert am 17.06.2011 16 Kommentare
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South African Airways ATP Weltrangliste
| R | Name | P | |
|---|---|---|---|
| 1. | ![]() | Novak Djokovic | 11800 |
| 2. | ![]() | Rafael Nadal | 10060 |
| 3. | ![]() | Roger Federer | 9790 |
| 4. | ![]() | Andy Murray | 7500 |
| 5. | ![]() | Jo-wilfried Tsonga | 4965 |
| 6. | ![]() | David Ferrer | 4640 |
| 7. | ![]() | Tomas Berdych | 4515 |
| 8. | ![]() | Janko Tipsarevic | 3110 |
| 9. | ![]() | Juan Martin Del Potro | 2910 |
| 10. | ![]() | Mardy Fish | 2625 |
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Weil seiner Familie das Geld für die Hallenmiete fehlte, musste Marko Osmakcic bis vor rund einem Jahr auch bei sibirischen Temperaturen im Freien trainieren. Wenn der Platz vereist war, machte ihn Vater Franjo, ein Ingenieur aus Kroatien, mit Hilfe von Salz bespielbar. Heute sagt Osmakcic senior: «Der Winter war ein grosses Problem für uns, manchmal froren sogar die Bälle ein.» Aufgeben kam für ihn trotz aller Widerstände nicht infrage. Schliesslich war er stets davon überzeugt, dass es seine Sprösslinge Marko und Mario (14) in ihrem Sport zu etwas bringen können, auch wenn ein Tennislehrer vor drei Jahren das Gegenteil behauptete.
«Der Coach, der Marko und Mario einmal in der Woche unterrichtete, hat mir erklärt, dass sie mit ihren damals acht und zehn Jahren schon zu alt seien, um grosse Spieler zu werden», sagt Franjo Osmakcic. «Also habe ich ihr Training fortan allein koordiniert.» Das Bemerkenswerte daran ist, dass er selbst nie Tennis spielte und anders als der Vater der French-Open-Halbfinalistin Marion Bartoli auch keine Videobänder von berühmten Spielern studierte, um sich fortzubilden. «Ich bin eine Art Regisseur, Marko und Mario sind die Schauspieler, die die Szenen spielen müssen», erklärt er. «Sie trainieren sich gegenseitig.»
«Sie sollen Legenden werden»
Franjo Osmakcic räumt ein, dass seine Söhne im Vergleich zur Konkurrenz spät mit Tennis begonnen haben. Dieses Manko lasse sich aber mit harter Arbeit wettmachen. Was der Vater Arbeit nennt, ist für die Söhne trotz der hohen Trainingsbelastung von 20 Stunden in der Woche noch immer ein Vergnügen. Die Augen von Marko Osmakcic, der im Dezember das Nike-Masters auf den Bahamas gewann und sich Anfang Juni beim U-13-Turnier Longines Future Tennis Aces in Roland Garros durchsetzte, leuchten, wenn er einen Tennisplatz sieht.
Nur eines mag der 12-jährige Schüler ganz und gar nicht: Niederlagen. «Marko versucht alles, um das Spiel zu drehen, wenn er zurückliegt. Er will immer gewinnen und kann sich auch dann noch aufrappeln, wenn keiner mehr an ihn glaubt», so sein Vater und Trainer. Diese Eigenschaft zeigte der Schüler auch in Paris, als er in den Viertelfinals zwei Matchbälle abwehren musste. Dieser unbedingte Wille und die Bereitschaft, Hindernisse als Herausforderungen zu verstehen, seien der Schlüssel zu einer erfolgreichen Karriere, sagte der achtfache Grand-Slam-Sieger Andre Agassi, als er in Paris nach Marko Osmakcics Perspektiven gefragt wurde.
Markos Vater sagt, er habe nicht das Ziel, seine Söhne einfach zu guten Spielern zu formen. «Sie sollen extrem gut sein und Legenden werden», betont er. Daher drücke er bei Spielen zwischen Roger Federer und Rafael Nadal auch dem Spanier die Daumen, fügt er mit einem Lächeln an. «Roger hat 16 Grand-Slam-Titel, Rafa erst 10. Und 16 Titel zu erreichen, ist schon schwierig genug.» Von Marko und Mario erwartet er, dass sie bis zum Aufstieg an die Spitze 30 Millionen Bälle schlagen: «Das ist das Doppelte von dem, was die meisten Profis gemacht haben.»
Der Vater greift korrigierend ein
Einfach so sollen der 12- und der 14-Jährige aber nicht auf den Ball eindreschen. Ihr Vater wünscht sich, dass jeder Schlag mit Bedacht ausgeführt wird. «Ich habe die Anatomie des Körpers in den vergangenen Jahren genau studiert und greife korrigierend ein, wenn ich etwas Falsches sehe», sagt er. «Inzwischen sind wir an einem Punkt angelangt, wo ich schleifen kann.» Ein grosses Anliegen ist ihm dabei, dass seine Söhne die Rückhand einhändig spielen: «Wer das Racket mit beiden Händen hält, ist geschlossen, das ist falsch.»
Einmal in der Woche besuchen Marko und Mario Osmakcic in Wangen SZ das Kadertraining des Regionalverbands Zürichsee/Linth. Dort arbeiten sie mit Michèle Sjögren-Strebel zusammen, der Frau des früheren Davis-Cup-Trainers Roy Sjögren. Die ehemalige Fedcup-Spielerin kam im vergangenen Jahr an der Schweizer Meisterschaft auf die Familie Osmakcic zu und bot ihre Hilfe an. Sie hatte das Talent der Söhne erkannt und wusste auch, dass diese vom Zürcher Regionalverband keine Unterstützung erhielten. «Jetzt kommt auch mit Swiss Tennis alles gut», sagt Franjo Osmakcic, der dank der Fördergelder des Verbandes mit seinen Söhnen nun vermehrt internationale Turniere besuchen kann. (Tages-Anzeiger)
Erstellt: 17.06.2011, 13:50 Uhr
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16 Kommentare
Wie vermessen bitte es das denn, das Wort "Nachfolger" im Zusammenhag mit RF zu gebrauchen??? Ein Blick auf die Liste der Junioren-Gewinner an GS Turnieren zeigt, dass die Mehrheit dieser nie den Durchbruch bei den Profis schafft. - Und an ein Palmares eines RF kommt sowieso niemand heran - das Wort "Nachfolger" darf in diesem Zusammenhang getrost komplett gestrichen werden... Antworten
20 Wochenstunden Tennis für 12-Jährigen!Dann Prost;das liegt in Grenzbereich zwischen Kinderarbeit und Körperverletzung.Jedenfalls besitzt der menschliche Körper eines 12-Jährigen keine Grundausstattung für solche Belastungen.Die einhändige Rückhand in diesem Alter ,wo die Knochenfugen noch nicht geschlossen sind ,bescheren Mikrotraumatas.Von Agassi nichts gelernt .Dr.H.Leimgruber Antworten











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