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Was Armstrong bei Oprah gefragt wird
Von Florian A. Lehmann. Aktualisiert am 10.01.2013 9 Kommentare
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Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Unter diesem oder ähnlichem Motto befasst sich «The Guardian» in Kolumnen mit dem an und für sich leidigen Fall Lance Armstrong. Der ehemalige und lebenslänglich gesperrte amerikanische Radprofi wird am 17. Januar in der Talkshow der TV-Star-Moderatorin Oprah Winfrey erwartet.
Der bevorstehende Auftritt des Texaners hat das britische Medium dazu bewogen, der Journalistin den Steilpass vorzuschlagen: zehn Fragen, die Winfrey unbedingt stellen müsste, sowie zehn Fragen, welche von der Moderatorin, die sich einen Namen als Beichtmutter Amerikas geschaffen hat, zu erwarten sind. Winfrey ist zwar landesweit populär, wird aber von Branchenkollegen immer wieder harsch angegriffen, weil ihre Fragen des Öfteren zu wenig kritisch sind. Natürlich hat der «Guardian» bei den vorgeschlagenen Fragen auf diesen Aspekt Rücksicht genommen – auf zynisch-ironische Art, wie es Journalisten von der Insel nun mal einfach im Blut haben.
Können Sie leider nicht darüber reden?
DerBund.ch/Newsnet hat je fünf Fragen herausgepickt. Zuerst einmal jene, welche die 58-jährige Journalistin (wohl) fragen wird.
1) Sind die letzten Monate so verrückt, emotional und verängstigend sowie voller wirklich skandalöser Lügen gewesen, dass Sie traurigerweise aus juristischen Gründen nicht darüber reden können?
2) Können Sie uns eine nette Geschichte erzählen, was Ihr Vater zu Ihnen sagte, als Sie noch ein sehr kleiner Junge waren? Womöglich sassen Sie noch auf der Veranda oder spielten im Garten Verstecken?
3) Möchten Sie für eine lange Zeit darüber reden, was der Ausdruck «ein Amerikaner zu sein» für Sie bedeutet?
4) Gibt es die Möglichkeit, dass vielleicht viele Leute immer auf Ihren Erfolg neidisch gewesen sind? Vielleicht eine europäische Eifersucht, eine von der britischen Presse gesteuerte Eifersuchtsverschwörung gar? Glauben Sie, Lance, dass das möglich ist? Ich möchte es einfach mal zur Diskussion stellen.
5) Wie wäre es mit einem neuen Buch? Eines im grossen Stil und mit vielen Bildern mit dem Titel «Lance: Meine längste Fahrt» oder «Lance: Eine neue Hoffnung» oder vielleicht «Lance: Ich litt für ihre Lügen».
Wen würden Sie bedrohen?
Nachfolgend eine Auswahl jener Fragen, die Winfrey gemäss dem «Guardian» eigentlich unbedingt stellen müsste.
1) Was würden Sie sagen, wenn Sie allein in einem Raum mit Whistleblowern wie Greg LeMond, Emma O'Reilly und anderen wären? Welche Person würden Sie bedrohen, nachdem diese Sie entlarvt hat?
2) Die Usada wirft Ihnen vor, dass Sie die völlige Kontrolle der Dopingkultur im US Postal Team gehabt hätten, dass Sie generell Teamkollegen zu Dopingkonsum animiert hätten. War dies wirklich der Fall?
3) Es ist bekannt, dass Sie während Ihrer Karriere zwei Zahlungen an den Internationalen Radsport-Verband UCI getätigt haben. Warum haben Sie das gemacht?
4) Ein Radsportfan, der viele Jahre an Sie geglaubt hat, fragte sich jüngst, wie Leute wie er nun noch Vertrauen in irgendwelche Sporthelden haben könnten. Was würden Sie ihm, aber auch Menschen, die mit Krebs zu tun haben, sagen?
5) Alle noch lebenden Radfahrer, welche die Tour de France schon einmal bestritten, finden sich im Juli 2013 zur Schlussetappe in Paris ein. Werden Sie sich zu diesen Fahrern gesellen, oder glauben Sie, dass Ihr Platz woanders sein wird?
Welche Fragen Winfrey auch stellen wird – wir sind gespannt. Übrigens auch auf die Antworten ihres Gesprächspartners. DerBund.ch/Newsnet wird live berichten. (DerBund.ch/Newsnet)
Erstellt: 10.01.2013, 15:48 Uhr
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9 Kommentare
Der Bericht handelt von 2 x 10 Fragen die in einem Artikel vom Guardian geschrieben werden.
Hier gibt es je 5.
War die Übersetzung der restlichen 10 zu schwierig?
Vielleicht wärs besser gewesen einfach den link zum original Bericht zu geben.
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