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Marvulli und Marquet in Poleposition
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Der grosse Trumpf: Das Schweizer Duo spekuliert auf eine Bonusrunde dank Punktgewinnen. Das Reglement ist klar. Liegen nach den auf vier Abende verkürzten Sixday Nights zwei oder mehrere Paare rundengleich an der Spitze, entscheidet das Punktetotal über den Sieg. Und pro 100 rausgefahrene Punkte gibt es eine Bonusrunde. In den ersten drei Nächsten strampelten Franco Marvulli, der im Wädlitempel schon viermal triumphierte, und sein Partner schon 221 Zähler zusammen.
Den Grundstein für den riesigen Punktevorsprung auf den Aargauer Silvan Dillier mit seinem australischen Partner Glenn O'Shea (163 Punkte) legten die Schweizer Favoriten in den Kilometer- und Rundenzeitfahren, von denen sie die ersten sechs von acht für sich entschieden haben. Gutschrift aufs Konto: 90 Zähler. Mit einem neuen Bahnrekord über ein Runde (9,922 Sekunden/72,566 km/h) brachte Showman Marguet die rund 6000 Fans zum Kochen. Und OK-Boss Max Hürzeler musste 1000 Franken locker machen, weil er nicht glaubte, dass jemand die 200 Meter unter 10 Sekunden bewältigen könne.
Auch Schweizer Amateure führen
Mit viel Glück konnten Marvulli/Marguet und Diller/O'Shea kurz vor Mitternacht mit einem erst 400 Meter vor Ende der 60-km-Jagd geglückten gemeinsamen Rundengewinn einen doppelten Rundenverlust verhindern, was für die Finalnacht entscheidend sein könnte. Marvulli/Marguet führen vor den rundengleichen Danilo Hondo/Roger Kluge (De, 127 P.) und Kenny de Ketele/Peter Schep (Be/Ho, 104). Auf Rang 4 lauern Dillier/O'Shea mit einer Runde Rückstand.
Im Amateurrennen gelang Stefan Küng und Théry Schir der Hattrick: Das Schweizer Paar hat die ersten drei Etappen für sich entschieden und musste in der Nacht die erste Niederlage gegen die Tschechen Jan Kraus und Denis Rugovac einstecken. Küng/Schir führen vor den beiden letzten Etappen mit 12 Punkten vor den als einzige noch rundengleichen Holländern Didier Caspers/Melvin van Zijl.
In der Steher-Konkurrenz hat Gesamtleader Giuseppe Atzeni die dritte Etappe gewonnen, mit Patrick Kos und seinem Papa René Kos auf dem Töff sorgte ein Familienbetrieb für den ersten ausländischen Sieg. (fal/si)
Erstellt: 01.12.2012, 16:52 Uhr
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