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Eine Ohrfeige und ein verdächtiger Helfer für Armstrong
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«Wer etwas getan hat, soll es auch gestehen. Dass jeder dem Sport, den ich liebe, Schaden zufügen kann, ist frustrierend», sagte Mark Cavendish in einem BBC-Interview über den Fall von Lance Armstrong. Armstrong wurde gestern wegen Dopings aus den Rekordlisten gelöscht, er verlor auch offiziell alle seine sieben Tour-de-France-Titel – auf Basis nicht analytischer Beweise.
Cavendish wünscht sich aber auch einen fairen Umgang mit dem Radsport und wehrt sich dagegen, dass seine Zunft im Gesamten überaus misstrauisch beäugt wird.« Es gibt schliesslich überall Betrüger: in der Unterhaltung, im Journalismus, in jedem Sport», führte der beste Sprinter der Welt aus. Dass es in anderen Sportarten weniger Dopingfälle gibt, liegt laut Cavendish an der laxeren Kontrollpraxis. «In meinen Augen ist der Radsport der sauberste Sport», sagt er sogar.
Einen prominenten Fürsprecher hat Armstrong trotz allem noch: den Spanier Miguel Indurain. Der Mann, der zwischen 1991 und 1995 fünfmal in Serie die Tour de France gewann und selbst schon Objekt von Dopingspekulationen war. «Sogar jetzt glaube ich an Armstrongs Unschuld. Er hat die Regeln immer respektiert. Ich bin überrascht, dass er nur aufgrund von Zeugenaussagen verurteilt wurde», sagte Indurain gegenüber Radio Marca. Indurain erwartet, dass Armstrong noch einmal vor Gericht geht und das Urteil des Radsport-Weltverbands UCI anfechtet.
Es ist eine weitere irritierende Aussage, nachdem Pat McQuaid, der Präsident der UCI, bemerkt hatte, Tyler Hamilton und Floyd Landis, zwei der wichtigsten Belastungszeugen gegen Armstrong, seinen «keine Ehrenmänner, sondern Drecksäcke». McQuaids Verband soll sich nur mit Widerwillen der Empfehlung der US-Antidoping-Agentur Usada gebeugt haben. Die Usada ignorierte mit dem Verweis auf nationales Recht die achtjährige Verjährungsfrist.
(ak)
Erstellt: 24.10.2012, 11:01 Uhr
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