Sport
Ein Kasache überrascht im Klassiker
Artikel zum Thema
- Cancellara-Konkurrent schwer gestürzt
- Boonen triumphiert – Cancellara leidet
- Vaterglück hilft Cancellara über Schmerz hinweg
98. Lüttich - Bastogne - Lüttich
Schlussklassement (257,5 km): 1. Maxim Iglinsky (Kas) 6:43:52. 2. Vincenzo Nibali (It) 0:21. 3. Enrico Gasparotto (It) 0:36. 4. Thomas Voeckler (Fr). 5. Daniel Martin (Irl). 6. Bauke Mollema (Ho). 7. Samuel Sanchez (Sp). 8. Michele Scarponi (It). 9. Ryder Hesjedal (Ka). 10. Jelle Vanendert (Be).
11. Rinaldo Nocentini (It). 12. Pierre Rolland (Fr). 13. Daniel Moreno (Sp). 14. Robert Kiserlovski (Kro), alle gleiche Zeit. 15. Joaquin Rodriguez (Sp) 1:00. 16. Philippe Gilbert (Be) 1:27. 17. Rui Alberto Faria da Costa (Por) 2:11. 18. Julien Simon (Fr). 19. Simon Gerrans (Au). 20. Lars Petter Nordhaug (No). - Ferner: 23. Fränk Schleck (Lux) 35. Damiano Cunego (It), alle gleiche Zeit. 50. Andy Schleck (Lux) 5:39. 75. Michael Albasini (Sz) 8:54. 94. Rubens Bertogliati (Sz) 12:18. - 113 klassiert. Aufgegeben u.a. Martin Kohler (Sz). - Disqualifiziert u.a. Alejandro Valverde (Sp).
Teilen und kommentieren
Korrektur-Hinweis
Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.
Die beiden Italiener Vincenzo Nibali (2.) und Enrico Gasparotto (3.) komplettierten das Podium. Auf der Anfahrt zur letzten der elf Steigungen schien Maxim Iglinsky zu den geschlagenen Verfolgern von Nibali zu gehören. Doch der Radprofi aus Astana steckte nicht auf. Zuerst zusammen mit Joaquin Rodriguez (Sp), dann alleine machte Iglinsky Jagd auf Nibali. Dieser hatte zwar 10 km vor Schluss des über 257,5 km führenden Klassikers wie der sichere Sieger ausgesehen, war aber mit seinen Kräften offenbar zu generös umgegangen. Mit der 'roten Flagge' als Zeichen der letzten 1000 m im Blickfeld schloss Iglinsky zum Sizilianer auf. Damit war der Traum für Nibali vom ersten Triumph in einer Classique vorbei. Für Iglinsky hingegen wurde er Tatsache.
Profi seit sieben Jahren, gelang Iglinsky erst der achte Sieg. Als Siebenter des Halbklassikers Gent - Wevelgem und je Achter in Mailand - San Remo und der Flandern-Rundfahrt hatte der Kasache aber vor zwei Jahren durchblicken lassen, dass ihm vielleicht einmal in einem der bedeutenden Eintagesrennen ein Erfolg gelingen könnte. In diesem Frühjahr belegte Iglinsky im von Fabian Cancellara gewonnen, italienischen Naturstrassenrennen 'Strade bianche' den 2. Rang. Vor vier Jahren wurde Iglinsky Bergkönig der Tour de Suisse. In der selben Saison gewann der Kasache die 8. Etappe der Tour de Romandie (Morges - Saignelégier) und beendete die Rundfahrt als Gesamtneunter. In Lüttich stand Iglinsky an der Spitze des Astana-Teams, das sehr stark auftrumpfte (3. Gasparotto, vor Wochenfrist Sieger des Gold Race, und 14. Robert Kiserlovski).
Enttäuschung für die Italiener
Die Gesichter im Ziel sprachen Bände: Maxim Iglinsky konnte sein Glück kaum fassen, Vincenzo Nibali die Enttäuschung kaum wegstecken. Der Italiener hatte in der zweitletzten Steigung die Selektion herbeigeführt. Nachdem Nibali am Schluss der Côte de la Roche aux Faucons insistierte, schien er einen schönen Solosieg entgegenzusteuern, und jedermann hätte seinen taktischen Spürsinn gelobt, wie er die Gegner schachmatt setzte. Doch die Kräfte des Vuelta-Siegers von 2010 schwanden in Zielnähe, und der 2. Platz stellte nur einen schwachen Trost dar. Schon in Mailand - San Remo hatte Nibali auf dem Podest gestanden (3.), nachdem er nach der Abfahrt vom Poggio den Spurtsieger Simon Gerrans (Au) und Cancellara nicht unterstützt hatte.
Im Gegensatz zu früheren Jahren blieb die gefürchtete Redoute-Steigung ohne Auswirkungen. Die Helfer des BMC Racing Teams nahmen ab diesem Zeitpunkt das Geschehen in die Hand. Der Vorjahressieger Philippe Gilbert vermochte die Vorarbeit seiner Helfer aber nicht zu krönen. Der belgische Strassenmeister krebste in der Schlusssteigung und traf nur auf Platz 16 im Ziel ein. Letztes Jahr hatte der Wallone gross abgeräumt. Mit 18 Siegen war Gilbert der alles überragende Fahrer. Heuer, nach dem Wechsel des Arbeitgebers, steht der Belgier - unter anderem auch als Folge von Krankheiten - noch ohne Erfolgserlebnis da.
Vier Tage nach seinem schönen 2. Platz in der Flèche Wallonne hoffte Michael Albasini auf die Fortsetzung seines Höhenfluges. Er stellte sich nicht ein. Der Ostschweizer wurde mit 8:54 Minuten Rückstand im 75. Rang klassiert. (si)
Erstellt: 22.04.2012, 19:09 Uhr
BLS Schifffahrt Berner Oberland
Auf Deck scheint die Sonne am längsten.
Was gibt es Schöneres als die wohlverdienten Feierabendstunden auf dem Thunersee zu verbringen?
Jetzt wechseln und sparen
Finden Sie in nur fünf einfachen Schritten die optimale Fahrzeugversicherung.
Abopreise vergleichen
Der Handy-Abovergleich mit Ihrem gewünschten Mobiltelefon und Prepaid-Angeboten.
Flugpreise vergleichen
Vergleichen Sie die Flugpreise von verschiedenen Reiseanbietern und finden Sie das beste Angebot.
Alles für Abonnenten und Abonnentinnen
Laden Sie sich Ihr ePaper auf Ihren Computer und blättern Sie gratis und ab 5 Uhr früh in Ihrem "Bund".

Sportbilder der Woche









