Sport
Deutscher Tour-Held fuhr unter dem Decknamen «Max Kraft»
Von Thomas Niggl. Aktualisiert am 17.08.2011
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Jan Ullrich will sich am Ötztaler Marathon nicht blamieren. Deshalb bereitet sich der Deutsche auf diesen Event seriös vor. Er steht in der Endphase seines Trainings und hat sich deshalb noch für die Dolomiten-Rundfahrt für Jedermänner eingetragen. Er fuhr in der vergangenen Woche die ersten drei Etappen dieser Rundfahrt, in der eben jedermann mitmachen durfte.
Weil Ullrich unerkannt bleiben wollte, schrieb er sich unter dem Decknamen «Max Kraft» in die Teilnehmerliste ein. Doch der einzige Deutsche, der jemals die Tour-de-France gewinnen konnte, blieb nicht lange unerkannt. «Ich muss mich wirklich ernsthaft auf den Ötztaler vorbereiten», erklärt Ullrich seinen jüngsten Auftritt gegenüber der Webseite Radsport-aktiv.de. Eigentlich wollte Ullrich inkognito mitfahren. Doch in Windeseile hatte sich unter den anderen Fahrern herumgesprochen, wer sich hinter dem Decknamen «Max Kraft» verstecken wollte.
Ullrich bestreitet, jemals gedopt zu haben
«Mir geht es hier vor allem darum, den Spass am Rennradfahren wiederzufinden», sagt Ullrich weiter. Er werde in Zukunft des Öfteren an Jedermann-Rennen für einen guten Zweck teilnehmen. Im kommenden Jahr seien fünf bis sieben Starts in ganz Europa geplant.
Am 30. Juni 2006 war Jan Ullrich wegen massiver Doping-Anschuldigungen von seinem Team T-Mobile suspendiert worden. Er sollte sich von 2003 bis 2006 insgesamt 24-mal in Madrid zu Behandlungen beim spanischen Doping-Arzt Fuentes aufgehalten haben. Ullrich jedoch bestreitete stets, jemals gedopt zu haben. Das Strafverfahren wegen Betrugs wurde im April 2008 eingestellt. Ullrich zahlte eine sechsstellige Summe an gemeinnützige Organisationen und den Staat.
(DerBund.ch/Newsnet)
Erstellt: 17.08.2011, 11:29 Uhr
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