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Alexander Kühn
Redaktor Sport


Sauber und der chinesische Reifenpoker

Aktualisiert am 11.04.2012

Der Grand Prix von China am Sonntag ist ein Fall für die Reifenflüsterer. Schlägt Sauber-Pilot Sergio Pérez nach seinem Coup in Malaysia erneut zu?

1/5 Wegweisend: Von den Vorderreifen hängt in Shanghai viel ab.
Sauber-Motorsport

   

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Formel 1: GP Spanien

NameTeamZeit
1.Fernando AlonsoFerrari 1:39:16.596
2.Kimi RaikkonenLotus +9.300
3.Felipe MassaFerrari +26.000
4.Sebastian VettelRed Bull +38.200
5.Mark WebberRed Bull +47.900
6.Nico RosbergMercedes +1:08.000
7.Paul di RestaForce India +1:08.900
8.Jenson ButtonMcLaren +1:19.500
9.Sergio PerezMcLaren +1:21.700
10.Daniel RicciardoToro Rosso+ 1 Runde
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Stand: 12.05.2013 20:46

Formel 1: WM-Stand Fahrer

NameTeamP
1.Sebastian VettelRed Bull89
2.Kimi RaikkonenLotus85
3.Fernando AlonsoFerrari72
4.Lewis HamiltonMercedes50
5.Felipe MassaFerrari45
6.Mark WebberRed Bull42
7.Paul di RestaForce India26
8.Romain GrosjeanLotus26
9.Nico RosbergMercedes22
10.Jenson ButtonMcLaren17
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Stand: 12.05.2013 15:45

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Das Gesicht des Shanghai International Circuit, der dritten Station der laufenden Formel-1-Saison, prägen langgezogene Kurven. Das bedeutet vor allem für die Vorderreifen eine enorme Belastung und verlangt von den Fahrern einen sorgsamen Umgang mit dem Gummi. Was einigen Teams grosses Kopfzerbrechen bereiten dürfte, sorgt beim Schweizer Sauber-Rennstall für Vorfreude, denn der C31-Rennwagen aus Hinwil gilt als das reifenschonendste Auto im Feld der Königsklasse. Sergio Pérez, der in Malaysia als Zweiter seinen ersten Podestplatz einfuhr, steht zudem im Ruf, ein veritabler Reifenflüsterer zu sein. Schon in seiner letztjährigen Rookie-Saison düpierte er die Konkurrenz ein ums andere Mal.

«Dort ist die Belastung für die Vorderreifen besonders hoch»

«Die richtige Abstimmung der Vorderachse ist hier ganz entscheidend», sagt Pérez mit Blick auf den grossen Reifenpoker in Shanghai. Die Schlüsselstelle der 5,451 Kilometer langen Strecke ist in seinen Augen die erste Kurve: «Dort ist die Belastung für die Vorderreifen besonders hoch. Man darf sie auf keinen Fall zu schnell verschleissen.»

Der Mann aus Guadalajara glaubt, dass für ihn in China erneut eine Spitzenplatzierung möglich ist, und er schwärmt vom anspruchsvollen Kurs: «Die Hochgeschwindigkeitskurven der Strecke sollten unserem Auto liegen. Ich mag besonders die erste Kurve, sie ist lang und ziemlich schwierig.» Ein wenig Sorgen bereitet Pérez nur die lange Gerade, auf der es auf schiere Motorenkraft und den Highspeed ankommt.

Auch Kobayashi ist einiges zuzutrauen

Teamchef Peter Sauber teilt wie der Leitende Ingenieur Giampaolo Dall'Ara die Zuversicht von Pérez – und er freut sich über das Kompliment des Force-India-Piloten Nico Hülkenberg, der sagte, der C31 sei «in den schnellen Kurven der Wahnsinn». In Malaysia sei der Speed seiner Boliden mit allen drei Reifensätzen sehr gut gewesen, so der Schweizer Motorsportpionier. «Das hat mich sehr positiv überrascht.»

Sauber rechnet damit, dass sein zweiter Pilot, Kamui Kobayashi, in Shanghai wieder besser zurechtkommen wird als zuletzt in Sepang, zumal der Japaner im vergangenen Jahr von Rang 13 aus noch einen WM-Zähler ergattern konnte und sich sehr selbstbewusst gibt. «Ich habe ein gutes Gefühl vor diesem Grand Prix. Die Strecke mochte ich von Anfang an. Die Hochgeschwindigkeitskurven sind für mich ein Genuss, und unserem Auto sollten sie auch liegen», so Kobayashi.

Sauber hat durch Perez' Coup in Malaysia sogar Helmut Marko, den mächtigen Motorsport-Berater des Weltmeister-Teams Red Bull, tief beeindruckt.« In Malaysia haben wir gesehen, dass Pérez über die Renndistanz absolut der Schnellste war, und zwar bei trockenen wie bei nassen Bedingungen», erklärte Marko gegenüber Servus TV.

Ecclestone lenkt beim Thema Bahrain ein

In der Diskussion darüber, ob die Formel 1 am 22. April im krisengeschüttelten Bahrain ein Rennen austragen soll, hat GP-Vermarkter Bernie Ecclestone einen Kurswechsel vollführt. Erstmals äussert der starke Mann der Königsklasse Verständnis für die Sicherheitsbedenken einiger Teams. Er könne trotz gültigen Verträgen niemanden zur Reise nach Bahrain zwingen, die Rennställe müssten selbst entscheiden. Wegen der prekären Menschenrechtslage und der schweren Unruhen im vergangenen Jahr fürchten Pessimisten einen Terroranschlag, da die Formel 1 Bahrain wieder in den internationalen Fokus rückt. (DerBund.ch/Newsnet)

Erstellt: 11.04.2012, 13:54 Uhr

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