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Hat Vettel das Überholverbot wirklich ignoriert?
Von Roman Soom. Aktualisiert am 29.11.2012
Überholverbot: Die gelb blinkenden Lichter am Streckenrand signalisieren die Gelbphase. Bei 1:07 Minuten ist das fragliche Signal zu sehen, das Vettel entlasten könnte.
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Formel 1: GP Spanien
| Name | Team | Zeit | |
|---|---|---|---|
| 1. | Fernando Alonso | Ferrari | 1:39:16.596 |
| 2. | Kimi Raikkonen | Lotus | +9.300 |
| 3. | Felipe Massa | Ferrari | +26.000 |
| 4. | Sebastian Vettel | Red Bull | +38.200 |
| 5. | Mark Webber | Red Bull | +47.900 |
| 6. | Nico Rosberg | Mercedes | +1:08.000 |
| 7. | Paul di Resta | Force India | +1:08.900 |
| 8. | Jenson Button | McLaren | +1:19.500 |
| 9. | Sergio Perez | McLaren | +1:21.700 |
| 10. | Daniel Ricciardo | Toro Rosso | + 1 Runde |
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Formel 1: WM-Stand Fahrer
| Name | Team | P | |
|---|---|---|---|
| 1. | Sebastian Vettel | Red Bull | 89 |
| 2. | Kimi Raikkonen | Lotus | 85 |
| 3. | Fernando Alonso | Ferrari | 72 |
| 4. | Lewis Hamilton | Mercedes | 50 |
| 5. | Felipe Massa | Ferrari | 45 |
| 6. | Mark Webber | Red Bull | 42 |
| 7. | Paul di Resta | Force India | 26 |
| 8. | Romain Grosjean | Lotus | 26 |
| 9. | Nico Rosberg | Mercedes | 22 |
| 10. | Jenson Button | McLaren | 17 |
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Enger hätte die Entscheidung in der Formel-1-Weltmeisterschaft fast nicht ausfallen können. Am letzten Sonntag holte Sebastian Vettel mit nur drei Punkten Vorsprung auf Fernando Alonso den WM-Titel. Nun könnte Vettel aber vier Punkte und damit die Weltmeisterkrone an den Spanier verlieren. Der Grund dafür: Es sind Onboard-Aufnahmen vom Boliden des Deutschen aufgetaucht, die scheinbar ein Überholmanöver während einer Gelbphase zeigen. Es ist zu erkennen, wie Vettel in der vierten Runde den Torro-Rosso-Piloten Jean-Eric Vergne trotz blinkender gelber Lichter am Streckenrand überholt.
Spanische Medien fordern bereits, Ferrari solle Protest beim Internationalen Automobilverband (FIA) einlegen. Wie Artikel 197b des Formel-1-Reglements aber besagt, muss Ferrari nicht einmal Protest einlegen. Die FIA darf auch aus Eigenantrieb die Ermittlungen aufnehmen. Das Fachmagazin «Speedweek» übersetzt den Artikel so: «Ungeachtet der Tatsache, ob es eine Entscheidung der Rennkommissare gegeben hat – falls neue Beweismittel auftauchen, ist die FIA zu einer Untersuchung gezwungen. Falls dies den Ausgang einer Meisterschaft betrifft, muss ein entsprechender Einwand bis zum 30. November des laufenden Jahres vorgetragen werden.» Demnach hätte die FIA noch bis morgen Freitag Zeit, eine Untersuchung einzuleiten. Sollte sich herausstellen, dass Vettel tatsächlich gegen die Auflagen einer Gelbphase verstossen hat, droht ihm eine nachträgliche 20-Sekunden-Strafe. Das würde den Deutsche vom 6. auf den 8. Platz zurückwerfen und ihn damit den Weltmeistertitel kosten.
Am Ende der Geraden die grüne Flagge?
In verschiedenen Medienberichten wird bereits spekuliert, dass am Ende der Geraden, wo das Überholmanöver effektiv stattgefunden hat, die Streckensignalisation grün geleuchtet hat, was das Ende des Überholverbots bedeutet hätte. Dieses Signal wurde Vettel nämlich schon während der dritten Runde gezeigt, aber ob die grüne Flagge auch noch in der vierten Runde blinkte, ist nicht eindeutig zu erkennen. Wenn das der Fall ist, wäre Vettel fein raus.
In der italienischen Zeitung «Corriere dello Sport» liess Ferrari-Sprecher Luca Colajanni verlauten, dass man nicht die Absicht habe, Berufung einzulegen. Auch Carlos Gracia, Vizepräsident der FIA, sagt gegenüber dem spanischen Newsportal Zoomnews.es: «Ferrari sollte die Weltmeisterschaft nicht auf diese Weise gewinnen.» Ob sich in der WM-Wertung noch etwas verändert, wird also spätestens am Wochenende feststehen. (DerBund.ch/Newsnet)
Erstellt: 29.11.2012, 12:54 Uhr


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