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Die penetrantesten Sportler-Eltern der Welt
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Wer einen normalen Beruf ausübt, nimmt seine Eltern gewöhnlich nicht mit zur Arbeit. Im Spitzensport haben penetrante Eltern dagegen Hochkonjunktur. Sie grinsen in die Kameras, als wären sie und nicht ihre Sprösslinge die wahren Stars oder sorgen hinter den Kulissen für Wirbel. Das jüngste Beispiel für elterlichen Übermut lieferte der Vater des mexikanischen Sauber-Piloten Sergio Pérez. Weil er mit seiner Nervosität Unruhe in die Box der Hinwiler brachte und in einem Interview behauptete, seinem Sohn liege eine Anfrage von Ferrari vor, drängte Sauber Pérez senior gemäss «Blick», die Rennen in Zukunft von daheim aus zu verfolgen.
Ein Hitlergruss in Wimbledon
So störend sich die Anwesenheit von Antonio Pérez auf die Arbeit der Sauber-Crew auch auswirken mag, verglichen mit dem Vater der australischen Tennisspielerin Jelena Dokic ist er so diskret wie eine Sekretärin des britischen Geheimdienstes. Damir Dokic zerstörte in Wimbledon einst das Mobiltelefon eines Reporters und trat einem britischen Offiziellen mit dem Hitlergruss entgegen. Sein Meisterstück – die Drohung, Australiens Botschafterin in Belgrad in die Luft zu sprengen – brachte ihn schliesslich hinter Schloss und Riegel.
Papa Djokovic und die modische Peinlichkeit
Nicht gewalttätig, dafür aber mit einem Hang zu Peinlichkeiten ausgestattet ist der Vater des serbischen Tennisstars Novak Djokovic. Am US Open 2010 sass Srdjan Djokovic in einem T-Shirt mit dem Konterfei seines Sohnes auf der Tribüne – als sei er ein zehnjähriger Junge, der sich das gute Stück von seinem Taschengeld im Souvenir-Shop um die Ecke besorgt hat. «Ich weiss nicht, woher er dieses modische Shirt hat, aber er ist mein Vater, und wenn er es tragen will, soll er es tun. Ich selbst würde es nie anziehen, so sehr mag ich mich auch wieder nicht», kommentierte Djokovic junior den modischen Fehltritt mit dem ihm eigenen Humor. Stellen Sie sich einmal vor, Roger Federers Vater Robert würde in einem solchen Aufzug in der VIP-Box sitzen...
Doch nicht nur Väter übertreiben es bisweilen mit ihrer Präsenz am Arbeitsplatz der sportlichen Kinder, das beweist das Beispiel von Andy Murrays Mutter Judy. Bis der Weltranglistenvierte den achtfachen Grand-Slam-Champion Ivan Lendl als Coach engagierte, war die ehemalige schottische Meisterin fast omnipräsent. Sie dirigierte Murray nicht nur mit Grimassen und Gesten von der Tribüne aus, sondern machte ihm auch jahrelang als Trainerin Beine. Die Unterwerfung des Sohnes soll so weit gegangen sein, dass er sich zwischenzeitlich sogar der Mama zuliebe von seiner Freundin Kim Sears trennte.
Der alte Button und das Unterwäsche-Model
In die Kategorie der liebenswerten elterlichen Anhängsel fallen Emine Yakin, die Mutter der Basler Fussballer-Brüder Murat und Hakan, und John Button, der Papa des Formel-1-Piloten Jenson Button. Als «Mutter aller Siege» bezeichnete die «Zeit» Mama Yakin einst, ihr geliebtes Dreirad, mit dem sie jeweils ins FCB-Training radelte, hätte einen Platz im Schweizer Sportmuseum verdient. Bei John Button, einem ehemaligen Rallye-Fahrer, ist man sich nicht ganz sicher, ob er wegen seines Sohnes oder wegen dessen Freundin Jessica Michibata zu den Rennen erscheint. Button senior, der sich gerne in rosa Hemden kleidet, geniesst ganz offensichtlich die Nähe zum japanisch-argentinischen Unterwäsche-Model. In den Datenbanken der internationalen Fotoagenturen ist der alte Button mit der grazilen Schönheit fast öfter zu sehen als der junge. (DerBund.ch/Newsnet)
Erstellt: 12.04.2012, 13:33 Uhr




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