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Der grosse Bluff vor dem Saisonstart
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Die Zeiten vom Freitag
Erstes freies Training: 1. Mark Webber (Au), Red Bull, 1:26,831. 2. Sebastian Vettel (De), Red Bull, 0,327 zurück. 3. Fernando Alonso (Sp), Ferrari, 0,918. 4. Nico Rosberg (De), Mercedes, 1,321. 5. Rubens Barrichello (Br), Williams, 1,599. 6. Jenson Button (Gb), McLaren, 1,609. 7. Lewis Hamilton (Gb), McLaren, 1,652. 8. Michael Schumacher (De), Mercedes, 1,859. 9. Kamui Kobayashi (Jap), Sauber, 1,894. Ferner: 14. Sébastien Buemi (Sz), Toro Rosso, 2,497. 17. Sergio Perez (Mex), Sauber, 2,812.
Zweites freies Training: 1. Jenson Button (Gb), McLaren, 1:25,854. 2. Lewis Hamilton (Gb), McLaren, 0,132 zurück. 3. Fernando Alonso (Sp), Ferrari, 0,147. 4. Sebastian Vettel (De), Red Bull, 0,160. 5. Mark Webber (Au), Red Bull, 0,429. 6. Michael Schumacher (De), Mercedes, 0,736. 7. Felipe Massa (Br), Ferrari, 0,935. 8. Sergio Perez (Mex), Sauber, 1,247. Ferner: 14. Sébastien Buemi (Sz), Toro Rosso, 1,843. 15. Kamui Kobayashi (Jap), Sauber, 2,241.
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Das Rätselraten um die wahren Stärkeverhältnisse in der Formel 1 geht nach den beiden ersten freien Trainings munter weiter. Die wertvollste Erkenntnis der Zeitenjagd in Melbourne ist wohl, dass McLaren doch stärker ist, als die meisten Experten nach den Wintertests angenommen haben. Anders als in der zweiten Freitags-Session, dürften Jenson Button und Lewis Hamilton im morgigen Qualifying aber nicht ganz an der Spitze auftauchen. Die Pole scheint für einen der Red-Bull-Piloten oder für Ferrari-Teamleader Fernando Alonso reserviert. Mark Webber vor Sebastian Vettel und Alonso hiess denn auch die Reihenfolge des ersten Trainings.
Red-Bull-Chef kontert Hamiltons Spott
Red-Bull-Cheftechniker Adrian Newey geht davon aus, dass die Autos von Weltmeister Vettel und Webber pro Runde drei bis fünf Zehntelsekunden schneller sind als jene der härtesten Konkurrenten. Dies wäre für Ferrari und McLaren eine bittere Pille - und die beste Antwort auf den Spott von Ex-Weltmeister Lewis Hamilton, der erklärte, Red Bull sei kein richtiger Rennstall, sondern lediglich eine Getränkefirma, die sich in die Formel 1 verirrt habe. «Letztlich», so konterte Red-Bull-Teamchef Christian Horner, «kommt es auf die Performance auf der Strecke an. Wir haben in den letzten zwei Jahren 15 Rennen gewonnen und 2010 beide WM-Titel.»
Abergläubische würden trotz aller sachlichen Argumente nicht auf einen Erfolg von Red-Bull-Star Vettel wetten. Der Deutsche sah im Albert Park nämlich noch nie die Zielflagge. 2010 kostete ihn ein Defekt am linken Vorderrad den sicher geglaubten Sieg, 2009 schied er nach einer Kollision mit Robert Kubica auf Position 2 liegend kurz vor Schluss aus.
Von 300 km/h runter in den dritten Gang
Die grosse Schwierigkeit der Grand-Prix-Strecke in Melbourne ist, dass sie 51 Wochen im Jahr für den normalen Verkehr geöffnet ist und ihren Charakter während der Belegung durch die Formel 1 ständig verändert. Anfangs ist die Unterlage überaus rutschig, was zusammen mit den nahe an der Strecke positionierten Mauern einen Mix ergibt, der gehörig Mut verlangt. Schon die erste Kurve kann das Ende aller Träume bedeuten. «Man kommt mit gut 300 km/h die Gerade entlang und muss hart runterbremsen bis in den dritten Gang. Es ist sehr schwierig, diese Kurve optimal zu erwischen», umschreibt Weltmeister Vettel gegenüber «Sport Bild» die Problematik.
Kobayashi und Perez erfüllen Erwartungen
Die Fahrer des Sauber-Teams schafften am Freitag je eine Top-10-Platzierung. Kamui Kobayashi belegte in der ersten Session Rang 9, Sergio Perez schaffte es in der zweiten auf Position 8. «Ich denke, das Auto ist insgesamt nicht schlecht. Wir haben heute viel gelernt, da wir mit dem neuen Auto und den Pirelli-Reifen ja erstmals auf dieser Strecke gefahren sind», sagte Kobayashi. «Ich hatte keine Schwierigkeiten, mich an die Strecke zu gewöhnen und habe mich schnell wohl gefühlt. Bei der Fahrzeugabstimmung sind wir auf dem richtigen Weg, müssen aber für morgen noch ein paar Verbesserungen finden», erklärte der starke GP-Rookie Perez. (DerBund.ch/Newsnet)
Erstellt: 25.03.2011, 10:32 Uhr






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