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«Der ganze Abtrieb verursacht den begrenzten Topspeed»
Von Roman Soom. Aktualisiert am 17.04.2012 9 Kommentare
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Formel 1: GP Spanien
| Name | Team | Zeit | |
|---|---|---|---|
| 1. | Fernando Alonso | Ferrari | 1:39:16.596 |
| 2. | Kimi Raikkonen | Lotus | +9.300 |
| 3. | Felipe Massa | Ferrari | +26.000 |
| 4. | Sebastian Vettel | Red Bull | +38.200 |
| 5. | Mark Webber | Red Bull | +47.900 |
| 6. | Nico Rosberg | Mercedes | +1:08.000 |
| 7. | Paul di Resta | Force India | +1:08.900 |
| 8. | Jenson Button | McLaren | +1:19.500 |
| 9. | Sergio Perez | McLaren | +1:21.700 |
| 10. | Daniel Ricciardo | Toro Rosso | + 1 Runde |
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Formel 1: WM-Stand Fahrer
| Name | Team | P | |
|---|---|---|---|
| 1. | Sebastian Vettel | Red Bull | 89 |
| 2. | Kimi Raikkonen | Lotus | 85 |
| 3. | Fernando Alonso | Ferrari | 72 |
| 4. | Lewis Hamilton | Mercedes | 50 |
| 5. | Felipe Massa | Ferrari | 45 |
| 6. | Mark Webber | Red Bull | 42 |
| 7. | Paul di Resta | Force India | 26 |
| 8. | Romain Grosjean | Lotus | 26 |
| 9. | Nico Rosberg | Mercedes | 22 |
| 10. | Jenson Button | McLaren | 17 |
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Es ist zum Verzweifeln für Sebastian Vettel: Letzte Saison war er der absolute Dominator, konnte elf von 19 Rennen gewinnen und startete 15-mal aus der Pole-Position. In dieser Saison hingegen läuft es dem Deutschen noch nicht nach Plan. Ein zweiter Platz in Australien, ein elfter in Malaysia und ein fünfter in Shanghai sind enttäuschend für den erfolgsverwöhnten 24-Jährigen.
Mittelmässiges Auto
«Es ist nicht eine Kurve oder eine Sorte Kurve, die heraussticht. Unser Auto ist einfach noch nicht schnell genug. Wir wissen, dass wir daran arbeiten müssen», konstatierte Vettel nach dem Rennen in China. Doch was heisst das, wenn ein GP-Pilot sagt, sein Auto sei zu langsam? Marc Surer, ehemaliger Formel-1-Fahrer, erklärt den Zustand gegenüber DerBund.ch/Newsnet so: «Wenn man als Fahrer alles perfekt fährt, doch am Ende der Runde einfach immer ein paar Hundertstel langsamer ist als die anderen, das ist kein gutes Gefühl.» Bei Vettel habe sich das gezeigt, indem er im dritten Sektor, dem Abschnitt mit der langen Zielgeraden, regelmässig Zeit eingebüsst habe, im kurvigen zweiten Sektor aber mit der Konkurrenz mithalten konnte.
«Vettel kann gewinnen»
Vettel sitzt in einem Auto, das nicht mehr so überlegen ist wie in den letzten beiden Saisons. Surer sieht den Grund in der Entwicklung des Red-Bull-Boliden: «Der Red-Bull-Wagen muss strömungsgünstiger werden. Red Bull legte aber immer schon mehr Wert auf den Abtrieb. Die Leute dort wollen möglichst viel Abtrieb erzeugen, was die Kurvenlage verbessert. Das verursacht aber auch den begrenzten Topspeed, was in China mit der langen Geraden nicht optimal war, in Bahrain aber bereits wieder ein Vorteil sein könnte.»
Vettels Chance auf weitere GP-Siege sieht Surer dann, wenn schwierige äussere Verhältnisse herrschen: «Dass ein guter Fahrer auch in einem mittelmässigen Auto gewinnen kann, hat Alonso im Ferrari bereits gezeigt. Gute Fahrer wie Vettel können in einem mittelmässigen Auto dann gewinnen, wenn die Bedingungen schlecht sind und die Anforderungen an das Können der Fahrer grösser werden. Doch generell ist das Auto wichtiger als die Fähigkeiten der Fahrer.» Seinen allerersten GP-Sieg fuhr Vettel 2008 in Monza bekanntlich bei strömendem Regen in einem unterlegenen Toro Rosso ein.
Falsche Taktik
Auch auf die Reifen kam Doppelweltmeister Vettel in Shanghai noch zu sprechen: «Am Schluss waren unsere Reifen zehn Runden älter als die meiner Konkurrenten. Sie damit hinter mir zu halten, das geht nicht.» Vettel deutet damit auf den zweiten Zwischenrang hin, den er dann aber wieder abgeben musste, als Hamilton und Webber von hinten Druck machten. «Da hat Red Bull wohl die falsche Taktik gewählt, indem sie Vettel zehn Runden vor den anderen den letzten Boxenstopp machen liessen. Das hat sich nicht ausgezahlt», erklärt Surer DerBund.ch/Newsnet.
Um aus den Fehlern zu lernen, ist es laut Surer vor allem wichtig, dass ein guter Dialog zwischen Fahrern und Ingenieuren stattfindet. Natürlich habe man heute genug Messgeräte, die genau aufzeichnen, wo und wie viel Zeit verloren wurde, doch der Fahrer wisse immer noch am besten, wo etwas nicht in Ordnung war. (DerBund.ch/Newsnet)
Erstellt: 17.04.2012, 10:36 Uhr
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9 Kommentare
Ich staune immer wieder, das diese Rennvollprofis in diesem Milliardenbusiness solche Anfängerfehler machen, zu früh rein geholt, zu spät reingeholt, falscher Reifen, Crew war nicht bereit, Pressluftbohrer defekt, Radmutter nicht angezogen, Lollipopmann schläft oder lässt zu früh starten...! Antworten
sorry, aber wenn der werte hr surer meint, das auto sei wichtiger als der fahrer, dann hätte er, der marc surer, wohl in seiner karriere sicher einmal das podest schaffen müssen. er fuhr ja damals im weltmeisterauto..., hat aber das podest trotzdem nie betreten.
zudem, vettel fuhr bisher mit dem alten auspuffsystem u. wird dies nun ändern müssen. die umstellung hat weber bereits hinter sich.
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