Hoffentlich nicht zu früh

Der SC Bern braucht nach dem Abgang von Martin Plüss dringend einen neuen Leitwolf.

Wird bald nicht mehr für den SBB im Einsatz stehen: Martin Plüss.

Wird bald nicht mehr für den SBB im Einsatz stehen: Martin Plüss. Bild: Keystone

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Wenn es nicht lief, zog er den Karren aus dem Dreck. Nur wenn auch er einmal eine schlechte Phase hatte, musste man in Bern mit dem Schlimmsten rechnen. Wie vor drei Jahren, als der SC Bern das Playoff verpasste. Zum Glück hatte Martin Plüss selten schlechte Phasen. Jetzt geht er. Hoffentlich nicht zu früh.

Es hatte durchaus etwas von einer guten Ehe. Auch da geht es nicht immer um die grosse Liebe. Vernunft und Kalkül sind auch Kriterien. Als Plüss nach Bern kam, war er bereits ein gemachter Spieler. Er wollte einen Partner, der ihm Titel versprach. Und der SCB wollte einen Leitwolf, der den Unterschied zu anderen guten Clubs ausmachen kann. Beide sind auf ihre Kosten gekommen. Nun hat die Partnerschaft ein Ende. Natürlich: Am Schluss ging es um Wertschätzung und um Geld. Kurz: um Enttäuschungen. Wie mitunterin einer Ehe. Aber es ist halt keine Beziehung zwischen zwei Menschen.

Es ist ein Arbeitsvertrag. Bei aller Emotionalität, die der Sport bietet: Es geht ums Geschäft. Da hat es wenig Platz für Sentimentalitäten. Plüss muss sich nicht sorgen. Er hat seinen Platz in den Herzen der Fans auf sicher. Ob sein Leibchen nun unter das Dach gehängt wird oder nicht. Und der SCB fühlt sich in der komfortablen Lage, auf die Zukunft zu setzen. Das ist nachvollziehbar. Bloss muss dringend einer zum neuen Leitwolf werden und den Karren aus dem Dreck ziehen, wenn es nicht läuft. Damit man nicht mit dem Schlimmsten rechnen muss. (Der Bund)

Erstellt: 17.02.2017, 12:12 Uhr

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