«Wir stecken in einer schwierigen Lage»
Interview: Florian A. Lehmann. Aktualisiert am 23.12.2011 6 Kommentare
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NLA
50. Runde
| 25.02. | Bern - Ambri | 1 : 4 |
| 25.02. | Biel - Davos | 1 : 4 |
| 25.02. | Kloten Flyers - Fr. Gotteron | 3 : 2 |
| 25.02. | SCL Tigers - Rapperswil-Jona Lakers | 1 : 3 |
| 25.02. | ZSC Lions - Servette | 3 : 0 |
| 25.02. | Zug - Lugano | 0 : 1 |
Rangliste
| Name | Sp | S | U+ | U- | N | G:E | P | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. | Zug | 50 | 24 | 8 | 10 | 8 | 173:131 | 98 |
| 2. | Davos | 50 | 27 | 7 | 3 | 13 | 155:117 | 98 |
| 3. | Fr. Gotteron | 50 | 26 | 6 | 4 | 14 | 156:120 | 94 |
| 4. | Kloten Flyers | 50 | 27 | 2 | 6 | 15 | 158:117 | 91 |
| 5. | Bern | 50 | 23 | 6 | 6 | 15 | 153:130 | 87 |
| 6. | Lugano | 50 | 21 | 5 | 6 | 18 | 152:150 | 79 |
| 7. | ZSC Lions | 50 | 19 | 8 | 4 | 19 | 136:129 | 77 |
| 8. | Biel | 50 | 19 | 4 | 3 | 24 | 114:128 | 68 |
| 9. | Servette | 50 | 16 | 5 | 9 | 20 | 117:126 | 67 |
| 10. | SCL Tigers | 50 | 13 | 5 | 3 | 29 | 124:166 | 52 |
| 11. | Ambri | 50 | 10 | 6 | 7 | 27 | 102:153 | 49 |
| 12. | Rapperswil-Jona Lakers | 50 | 12 | 1 | 2 | 35 | 99:172 | 40 |
Korrektur-Hinweis
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Sie spielen noch heute Abend gegen Servette in Genf. Dann ruht die Meisterschaft bis zum 2. Januar. Sind Sie froh über die Pause?
Es ist immer schön, wenn eine Pause kommt. Es ist manchmal schwierig zu sagen, ob diese im richtigen Moment da ist oder nicht. Für uns ist die Zeit zuletzt doch recht intensiv gewesen. Seit Mitte November haben wir zehn Matches bestritten. Es freut sicher alle, dass man jetzt ein paar Tage ganz mit der Familie verbringen kann. Die Pause ist zugleich Erholung, bevor der letzte Teil der Qualifikation in Angriff genommen wird.
Trainieren die Lions zwischen Weihnachten und Neujahr voll durch?
Nach dem Spiel in Genf haben wir erst mal vier Tage frei. Danach wird wieder trainiert. Wie intensiv das sein wird, weiss nur der Trainer.
Der ZSC befindet sich mitten im Strichkampf. Das hat man eigentlich vor der Saison nicht erwartet…
Wir haben uns auch vorgestellt, dass wir weiter vorne in der Tabelle klassiert sein würden.
Aber woran liegt es Ihrer Meinung nach, dass die Lions um den Einzug in die Playoffs bangen müssen?
Das kann man kurz und bündig zusammenfassen. Wir schiessen zu wenig Tore und kassieren gleichzeitig saublöde Treffer. Auch das Powerplay und das Boxplay ist verbesserungswürdig. Dazu muss man einfach festhalten: Die Liga ist sehr ausgeglichen. Viele Teams haben einen Schritt nach vorne gemacht, es gibt mehr Spitzenteams als früher. Vielleicht sollte man in Zürich auch die Erwartungshaltung relativieren.
Das Ziel kann in dieser sportlichen Lage nur heissen: die Qualifikation für die Playoffs, oder?
Das ist so. Wir müssen die Playoffs erreichen. Wir stecken in einer schwierigen Lage. Jedes Spiel ist von enormer Bedeutung. Das fängt schon mit dem heutigen Duell gegen Servette an. Dieses wird schon sehr schwierig werden. Die Genfer haben sich zuletzt gesteigert. Sie sind unter ihrem Wert klassiert.
Sie haben in 26 Meisterschaftspartien noch kein Goal geschossen. Wann darf sich der ZSC-Anhang über das erste Tor des Captains freuen?
Ich hoffe so bald wie möglich (schmunzelt). Ich hatte schon zahlreiche Gelegenheiten. Aber wenn es nicht will, dann will es nicht. Es ist schon frustrierend.
Wer die Lions verfolgt, wird das Gefühl nicht los, dass die Automatismen noch nicht richtig klappen. Es sind auch taktische Mängel sichtbar. Hat die Mannschaft das System des neuen Trainers Bob Hartley noch nicht völlig kapiert?
Es ist ein gegenseitiger Lernprozess, nicht nur für uns Spieler, sondern auch für den Trainer. Er stammt aus Nordamerika und findet in Europa zunächst mal ein grösseres Eisfeld vor. Da werden taktische Finessen bedeutender als bei kleineren Eisrinks, es gibt auch mehr taktische Varianten. Oder ein anderes Detail: Bei uns werden keine Werbe- respektive TV-Unterbrüche wie in Übersee vorgenommen.
Diese Frage sei nach einer bisher enttäuschenden Saison gestattet: Stehen alle Spieler hinter ihrem Headcoach?
Wir stehen hinter ihm. Aber in einer Mannschaft ist es nie so, dass immer alle 25 Kaderspieler bedingungslos hinter ihrem Coach stehen. Man muss klar festhalten: Bob Hartley ist der Chef. Und wir Spieler müssen den Job erledigen, den er von uns verlangt. Wir versuchen auch, dies zu tun. Aber leider gelingt uns das nicht immer hundertprozentig.
Haben die Spieler zu viel Respekt vor einem Coach, der schon einmal den Stanley-Cup gewonnen hat?
Ich glaube nicht, dass dies der Fall ist. Aber Respekt muss man haben – vor dem Trainer, vor den Mitspielern, vor den Gegnern. Schliesslich darf man nicht vergessen, dass wir schon vorher einen prominenten Coach hatten, der ungemein viel als Spieler und Trainer erreicht hat (Anm. d. Red: der Schwede Bengt-Ake Gustafsson). Bevor Hartley zu uns kam, hörten wir immer wieder, was für ein harter Hund er sei. Nun, er verlangt viel von uns. Aber jeder weiss, woran er ist.
Was wünschen Sie sich zu Weihnachten?
Sportlich gesehen natürlich drei Punkte aus Genf. Privat wünsche ich mir, dass meine Familie gesund bleibt.
(DerBund.ch/Newsnet)
Erstellt: 23.12.2011, 09:37 Uhr
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6 Kommentare
Seger ist für mich ein Held und Vorbild: als Sportler, vor allem aber als Mensch! Ich habe kaum je einen Sportler getroffen oder gesehen, der so viel verdient, und trotzdem so bescheiden geblieben ist. Chapeau und viel Glück für die zweite Saisonhälfte! Einer deiner Nachbarn Antworten

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