Sport
Wenn der Trainer mehr coachen muss
Von Florian A. Lehmann. Aktualisiert am 08.01.2013 1 Kommentar
Artikel zum Thema
- Ambri siegt in Langnau 4:0
- Das NHL-Fest ausgekostet
- Der Lockout ist zu Ende – die Stars verlassen die Schweiz
- Mehr Vorteile für die Teambesitzer
Teilen und kommentieren
NLA
50. Runde
| 26.02. | Bern - ZSC Lions | 2 : 7 |
| 26.02. | Biel - Zug | 3 : 0 |
| 26.02. | Davos - Ambri | 7 : 3 |
| 26.02. | Lakers - Fr. Gotteron | 3 : 4 |
| 26.02. | Lugano - Kloten Flyers | 2 : 1 |
| 26.02. | SCL Tigers - Servette | 1 : 3 |
Rangliste
| Name | Sp | S | U+ | U- | N | G:E | P | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. | Fr. Gotteron | 50 | 24 | 11 | 5 | 10 | 163:123 | 99 |
| 2. | Bern | 50 | 27 | 3 | 5 | 15 | 169:117 | 92 |
| 3. | Zug | 50 | 26 | 3 | 7 | 14 | 172:154 | 91 |
| 4. | ZSC Lions | 50 | 24 | 7 | 3 | 16 | 152:131 | 89 |
| 5. | Davos | 50 | 22 | 4 | 7 | 17 | 170:152 | 81 |
| 6. | Lugano | 50 | 21 | 5 | 7 | 17 | 163:139 | 80 |
| 7. | Servette | 50 | 23 | 4 | 3 | 20 | 146:139 | 80 |
| 8. | Biel | 50 | 19 | 5 | 5 | 21 | 160:161 | 72 |
| 9. | Kloten Flyers | 50 | 16 | 8 | 5 | 21 | 151:137 | 69 |
| 10. | Ambri | 50 | 14 | 4 | 3 | 29 | 128:178 | 53 |
| 11. | Lakers | 50 | 13 | 4 | 6 | 27 | 139:207 | 53 |
| 12. | SCL Tigers | 50 | 10 | 3 | 5 | 32 | 117:192 | 41 |
Stichworte
Korrektur-Hinweis
Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.
Die Homepage des EV Zug begrüsst den neugierigen Leser mit den Worten «Goodbye and thank you zu den NHL-Stars». Geschäftsführer Patrick Lengwiler äussert sich zudem zu den letzten Monaten, in denen die NHL-Profis Henrik Zetterberg und Damien Brunner (beide Detroit Red Wings) sowie Rafael Diaz (Montreal Canadiens) gemäss offizieller Liga-Statistik für 48 Tore und insgesamt 70 Assists der Zuger verantwortlich zeichneten, positiv. «Wir haben die Chance für uns optimal genutzt und drei grossartige Spieler in Zug gesehen. Dies war einmalig und nicht selbstverständlich.»
Im Seeland, wo Tyler Seguin (Boston Bruins) und Patrick Kane (Chicago Blackhawks) aus der grauen Maus namens EHC Biel eine attraktive Showtruppe auf dem Eis machten, tönt es kaum anders. Das starke Duo sorgte für 38 Tore der insgesamt 118 Bieler Treffer. Das ergibt eine Quote von 32,2 Prozent. Beim Zuger NHL-Trio fällt die Goal-Bilanz mit einer Quote von 40 Prozent noch imposanter aus. Auch der SC Bern wird die offensive Power seiner drei NHL-Gäste John Tavares, Mark Streit (beide New York Islanders) und Roman Josi (Nashville Predators) vermissen.
Die Hoffnung in Zug
Das Kader des SCB ist aber auch nach der Glamour-Zeit mit NHL-Cracks genug stark bestückt, um sich in der Schweizer Eliteklasse an der Spitze zu behaupten. Das muss beim EVZ schon mal bezweifelt werden. Bei den Zentralschweizern kann man guten Mutes behaupten, dass für sie mit der Partie vom Freitag in Lugano de facto eine neue Saison beginnt. «Wir werden so gut schwimmen wie möglich und hoffen, dass uns die Luft nicht ausgeht. Ich werde sicher mehr coachen müssen», erklärt EVZ-Headcoach Doug Shedden, wie immer mit einem Schuss Sarkasmus in seinen Worten, gegenüber dem «Tages-Anzeiger» (Artikel online nicht vorhanden).
Shedden hofft – wie einige Berufskollegen an der Bande auch – dass andere Spieler offensiv in die Bresche springen werden, der Kanadier Josh Holden oder der Schweizer Internationale Fabian Schnyder etwa. Und in defensiver Hinsicht muss das gesamte Personal von Shedden Fortschritte erzielen, sonst drohen Niederlagen, die ein Abrutschen in der Tabelle und allenfalls den gnadenlosen Kampf am Strich bedeuten würden. Shedden, dessen Vertrag in Zug kürzlich verlängert wurde, wünscht sich dieses Szenario genauso wenig wie sein Vorgesetzter Lengwiler. «Ich bin überzeugt, dass der EVZ auch ohne Lockout-Spieler guten Eishockeysport und viel Leidenschaft zeigen wird», lautet die optimistische Botschaft des Geschäftsführers.
Plötzlich kommt die Form zurück
Die Kehrseite der NHL-Party in der Schweiz war, dass einige Spieler, darunter auch Leistungsträger in der letzten Saison, weniger Eiszeit erhielten oder im Schatten der Lockout-Gäste standen. Nun ist die Zeit gekommen, in der altbekannte Gesichter wieder zeigen dürfen, was sie auf dem Eis drauf haben. Einige Spieler scheinen das begriffen zu haben. So tritt der Slowake Juraj Kolnik im Dress der Rapperswil-Jona Lakers völlig verwandelt auf, seit Ottawas Jason Spezza dem Obersee den Rücken gekehrt hat. Ambris Goalie Nolan Schaefer, der nach dem Rückzug von Cory Schneider (Vancouver Canucks) im Tessiner Derby am Sonntag die Rivalen aus Lugano mit seinen Paraden zur Verzweiflung trieb, sorgte beim 2:0-Sieg für einen kaum erwarteten Shutout. Wetten, dass andere Beispiele in den nächsten Wochen folgen werden.
Doch blenden wir in der Bildstrecke noch einmal auf die 25 NHL-Cracks zurück, die sich in 513 NLA-Partien für 516 Skorerpunkte (209 Goals/307 Assists) notieren liessen. Eines darf man festhalten: Nicht alle NHL-Gäste wurden in der Schweiz glücklich. Und nicht alle Clubs waren über den Zulauf der prominenten Profis froh. Harry Rogenmoser, Sportchef und Trainer der Lakers, umschrieb den Lockout aus seiner Sicht mit der Auffassung: «Es war für uns eher problematisch, als dass es uns etwas gebracht hätte.»
Doch überwiegend war der Lockout für die NLA ein Segen oder ein Festschmaus – vor allem für die Konsumenten. Und die sind ja im Schweizer Eishockey nicht unwichtig. (DerBund.ch/Newsnet)
Erstellt: 08.01.2013, 18:55 Uhr
Kommentar schreiben
Verbleibende Anzahl Zeichen:
1 Kommentar
Spannender als die Auswirkungen des Lockouts auf die Tabellenlage sind die Auswirkungen auf die Finanzlage der Klubs. Fast alle investierten ohne Rücksicht auf Verluste und dann jammern sie über mangelnde Unterstützung durch die öffentliche Hand und über Auflagen etc. Antworten

Bitte warten


Sportbilder der Woche



















