Sport
Unzufriedener Streit warnt Teamkollegen
Von Florian A. Lehmann. Aktualisiert am 08.05.2012 8 Kommentare
Schweiz - Finnland live
DerBund.ch/Newsnet berichtet vom WM-Gruppenspiel Schweiz gegen Finnland in Helsinki live ab 19.05 Uhr.
Modus:
Die A-WM wird erstmals mit einem neuen Modus gespielt. Die Vorrunde wird mit je acht Mannschaften in zwei Gruppen gespielt. Die ersten vier Mannschaften jeder Gruppe qualifizieren sich für die Viertelfinals, die bisherige Zwischenrunde entfällt. Die letzten Nationen jeder Gruppe steigen in die Division I ab.
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Sein Wort hat Gewicht: Mark Streit, Captain der New York Islanders und des Schweizer WM-Teams in Helsinki, passte der Auftritt gegen Ende der Zitterpartie gegen Weissrussland (3:2) überhaupt nicht. In der Schlussphase verhielten sich die Schweizer alles andere als souverän. Die Auswahl der Swiss Ice Hockey Federation (SIHF) hatte Glück, dass die stürmenden Osteuropäer nicht zum Ausgleich kamen.
Streit blickte am Ruhetag kritisch auf den Sonntagabend zurück und stellte zu Recht fest: «In der Schlussphase haben wir teilweise viel zu wenig clever gespielt. Mit einem solchen Auf und Ab gewinnt man vielleicht einzelne Spiele. Aber man erreicht damit nichts Besonderes. Schliesslich sind wir hier, um etwas Besonderes zu erreichen», erklärte er gegenüber der Agentur Sportinformation. Nach der Schlusssirene ergriff der 34-jährige Berner (und New Yorker) in der Garderobe das Wort, damit seine Teamkollegen nach total sechs gewonnenen Punkten nicht abheben und die Realität verlieren. Ob die Ansprache eine Wirkung haben wird? Streit: «Das werden wir nach dem Duell gegen die Finnen sehen.»
Schöne Erinnerungen an Prag und Calgary
Nun, die Finnen sind immerhin Weltmeister. Und diese Nation hat die Schweiz in dieser Sportart schon lange nicht mehr bezwingen können. Zuletzt gelang dieser Coup an den Olympischen Spielen in Calgary 1988, als sich die Mannschaft vom damaligen Trainer Simon Schenk überraschend mit 2:1 durchsetzte. Noch sensationeller war der 3:2-Erfolg des verstärkten HC La Chaux-de-Fonds an der A-WM 1972 in Prag. Die Schweizer stiegen dann dennoch nach jämmerlichen Leistungen in die B-Gruppe ab.
Tempi passati – die beiden Länder trafen sich in den letzten Jahren selten an einer WM. Den Schweizern gelang es zwar in letzter Zeit immer mal wieder, gegen grosse Teams zu gewinnen. Dennoch bleiben dies Ausnahmen und nicht die Regel.
Mit Berra und Monnet – und bald mit Josi?
In Finnland hat man zwar Respekt vor der Schweiz, aber bestimmt keine Angst. Der Gastgeber und Titelverteidiger hat in 120 WM-Minuten zwar zweimal gewonnen, gegen die Belorussen und Slowaken aber erst zwei Treffer erzielen können. Trainer Jukka Jalonen hat angekündigt, dass seine strammen und erfahrenen Männer gegen die Schweizer sicher mehr Tore schiessen werden.
Damit dürfte klar sein, dass der Schweizer Goalie im Brennpunkt des Geschehens in der Hartwall-Arena sein wird. Sean Simpson hat schon gestern angekündigt, dass Reto Berra wieder im Tor stehen wird. Inzwischen hat der Nati-Coach ZSC-Meisterflügel Thibaut Monnet als 24. Spieler für das Turnier gemeldet. Er soll den verletzten Langnauer Simon Moser ersetzen. Simpson hat jetzt noch eine Stelle offen. Ob Klotens Center Michael Liniger den letzten Platz im Team erhält oder Verteidiger Roman Josi, der mit den Nashville Predators im NHL-Playoff ausschied, ist noch nicht fixiert. Der Berner Josi könnte frühestens am Samstag in Finnland sein und dann die drei ausstehenden Gruppenpartien gegen Frankreich, die Slowakei und die USA bestreiten.
Wie auch immer: Simpson und sein Staff sind an dieser WM in jeder Beziehung gefordert. (DerBund.ch/Newsnet)
Erstellt: 08.05.2012, 13:15 Uhr
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8 Kommentare
ich habe die beiden spiele der ch nati gesehen. in beiden spielen hat mir vor allem der einsatz gut gefallen. ich kann mich nicht erinnern etwas vergleichbares von den ch fussball bubis in den letzten 10 jahren gesehen zu haben. zu streit: so einen captain kann sich nur jede mannschaft wünschen. klare worte ohne jemanden zu verletzen, einsatz bis zum geht nicht mehr, torgefährlich. hut ab!!!!!! Antworten
Im Gegensatz zu den Fussballern, sind die Hockey-Spieler unterbezahlt. Da verdienen nur die Weltklasse-Spieler viel Geld. Schweizer Hockey-Spitzenspieler sollten viel mehr als die Schweizer-Fussball-Spitzenspieler verdienen. Erstens sind die Hallen voll und die Hockey.Nati ist Weltklasse! Fussball-Stadien sind halbleer und wo rangiert die Fussball-Nati...? ? Antworten
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