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«Sulander hat sich das verdient»
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Peter Zahner stand mit wässrigen Augen nahe der Bande und blickte aufs Eis. Der sonst beherrschte Lions-Geschäftsführer beobachtete, wie Ari Sulander seine womöglich letzten Sekunden im Zürcher Goal bestritt. «Ein grosses Kompliment an die Mannschaft, dass sie ihm das ermöglichen konnte», sagte Zahner. «Sulo ist eine Institution hier. Er hat es verdient.»
Und ZSC-Coach Bob Hartley gab danach zu Protokoll: «Es war eine sehr einfache Entscheidung, ihn nochmals einzusetzen. Er ist ein Monument hier.» Der Trainer sprach von einem riesigen Buffet, das die beiden Teams in dieser Finalserie bisher angeboten hätten – punkto Taktik, Toren und Dramatik. Seine Löwen seien in diesem Spiel 6, in dem sie enorm unter Druck gestanden seien, völlig unbekümmert gewesen, was wohl der Schlüssel gewesen sei.
Mark Streit als Zuschauer
«Das 3:0 hat uns eine gewisse Sicherheit gegeben», pflichtete Zahner bei. «Und danach war es unglaublich, wie das Team immer wieder reagieren konnte, wenn der SCB wieder heramkam. Das zeugt von Qualität.»
Als Ehrengast war auch NHL-Verteidiger Mark Streit im Hallenstadion zugegen. Eben aus New York zurückgekehrt, spürte der Berner, wie ihn das Zürcher Publikum Jahre nach seinem Abgang in die beste Liga der Welt nach wie vor verehrt. Immer wieder musste er stoppen, um Autogramme oder Interviews zu geben. «Es herrschte eine gewaltige Stimmung, und die Partie war äusserst spannend – auch für mich», lautete das kurze Resümee Streits. Und er fügte an: «Das Beste, was dem Schweizer Eishockey passieren konnte, ist eingetroffen: ein Spiel 7 in Bern.» Auf eine Seite wollte er sich jedoch nicht schlagen. Er verbinde mit beiden Städten schöne Gefühle.
Der Kaminfeger muss an die GV seiner Jagdgesellschaft
Auf SCB-Seite war man bemüht, die Contenance zu bewahren. «Wir haben immer noch einen Matchpuck», sagte Captain Martin Plüss pragmatisch. «Davonlaufen können wir jetzt nicht mehr.» Der lettische Lions-Flügel Ronalds Kenins gab derweil schon einmal eine Drohung Richtung die Berner ab. «Nachdem die Berner ein 1:3 verspielt haben, spüren sie jetzt den Druck, das wird nicht einfach für sie», sagte der Lette. «Wenn wir in Bern das gleiche Tempo anschlagen, mit der gleichen Intensität auftreten, werden wir Meister.»
Neben NHL-Star Streit war vor allem Kaminfeger Ueli Mühlebach ein Zürcher Glücksbringer. Seit er im Team seine Glücksräppler verteilt hat, gewann es zweimal. Gestern war er umjubelter Gast. Noch unklar ist, ob er auch am Dienstag dabei ist: «Ich muss an die GV meiner Jagdgesellschaft. Aber vielleicht kann ich das ja sausen lassen, falls ich eingeladen werde.» (SonntagsZeitung)
Erstellt: 15.04.2012, 13:10 Uhr




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