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Schweizer Leistung schlecht belohnt
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A-WM in Helsinki
Gruppe A. Dienstag:
Weissrussland - Kasachstan 3:2 (0:1, 3:1, 0:0)
Finnland - Schweiz 5:2 (1:0, 2:2, 2:0)
Tabelle:
1. Finnland 3 3 0 0 0 7 : 2 9
2. Kanada 3 2 0 1 0 14 : 9 7
3. Schweiz 3 2 0 0 1 10 : 8 6
4. USA 3 1 1 0 1 14 : 10 5
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5. Slowakei 3 1 0 0 2 6 : 6 3
6. Weissrussland 3 1 0 0 2 5 : 6 3
7. Frankreich 3 1 0 0 2 10 : 17 3
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8. Kasachstan 3 0 0 0 3 6 : 14 0
Telegramm:
Finnland - Schweiz 5:2 (1:0, 2:2, 2:0)
Hartwall Arena, Helsinki. - 12'448 Zuschauer. - SR Jerabek/Lewis (Tsch/Ka), Schrader/Schulz (De). - Tore: 7. Immonen (Niskala, Salmela/Ausschluss Rubin) 1:0. 26. (25:44) Ambühl (Sbisa) 1:1. 27. (26:05) Komarov (Järvinen, Joensuu) 2:1. 37. (36:45) Immonen (Pesonen, Granlund) 3:1. 38. (37:44) Wick (Streit/Ausschluss Joensuu) 3:2. 50. Filppula (Jokinen, Hietanen/Ausschluss Bezina) 4:2. 52. Filppula (Väänänen, Jokinen) 5:2. - Strafen: 4mal 2 plus 10 Minuten (Joensuu) gegen Finnland, 5mal 2 Minuten gegen die Schweiz.
Finnland: Lehtonen; Hietanen, Mäenpää; Niskala, Salmela; Väänänen, Järvinen; Kukkonen, Jaakola; Jokinen, Mikko Koivu, Filppula; Granlund, Immonen, Pesonen; Joensuu, Kapanen, Komarov; Pyörälä, Kontiola, Pihlström.
Schweiz: Berra; Streit, Sbisa; Du Bois, Bezina; Blindenbacher, Philippe Furrer; Seger, von Gunten; Niederreiter, Ambühl, Wick; Damien Brunner, Romy, Monnet; Rubin, Trachsler, Benjamin Plüss; Hollenstein, Bieber, Rüthemann.
Bemerkungen: Schweiz ohne Simon Moser, Sprunger (beide verletzt), Liniger, Flüeler (beide überzählig) und Stephan (Ersatztorhüter). - Schüsse: Finnland 27 (7-8-12); Schweiz 26 (9-11-6). - Powerplay-Ausbeute: Finnland 2/5; Schweiz 1/4.
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Lange Zeit durfte die Schweizer in der mit 12'448 Zuschauern (fast) ausverkauften Hartwall Arena auf einen Erfolg hoffen. Erst ein Doppelschlag von Valtteri Filppula von den Detroit Red Wings (50./52.) zum Schlusstand bedeutete die Entscheidung für den abgeklärteren Weltmeister. Der vierte Gegentreffer, den die Schweizer in Unterzahl kassierten, war besonders bitter. Denn die gegen Goran Bezina ausgesprochene Strafe (Behinderung) war ausgesprochen hart, wenn auch vertretbar.
Nach einem nervösen Startdrittel zeigten die Schweizer bis zu diesem Doppelschlag keine schlechte Leistung. Im Gegenteil: Mit viel Tempo versuchten sie, die starke finnische Defensive zu überwinden. Das gelang immer wieder – etwa als Andres Ambühl, der beste Schweizer an diesem Abend, in der 26. Minute loszog und den Finnen mit einem satten Handgelenkschuss den ersten Gegentreffer an dieser WM zufügte.
Brunners grosse Ausgleichschance
Den Schweizern ist wenig vorzuwerfen, höchstens, dass sie in einzelnen Situationen zu überhastet agierten. Einer dieser daraus resultierenden Fehler (von Luca Sbisa) führte zum 2:1 für die Finnen nur 21 Sekunden nach Ambühls 1:1. Auf das 1:3 (37.) reagierten dafür die Schweizer rasch. 59 Sekunden nach dem zweiten Treffer von Jarkko Immonen, einer von 15 Weltmeistern aus dem Vorjahr, brachte Roman Wick im Powerplay die Hoffnungen im Schweizer Team wieder zurück.
Und vor allem zwischen der 45. und 50. Minute vergab der Aussenseiter mehrere gute Chancen. Die grösste Ausgleichsmöglichkeit zum 3:3 verpasste Damien Brunner in Unterzahl, als er nach einem Schlittschuhpass von Kevin Romy alleine auf den starken finnischen Goalie Kari Lehtonen losziehen konnte. Aber der abgebrühte Schlussmann der Dallas Stars blieb glücklicher Sieger. Der Ausgleich hätte durchaus eine andere Wende in diesem temporeichen Duell nehmen können.
Die grosse Enttäuschung nach dem Spiel
Stellvertretend für seine Teamkollegen meinte Torschütze Wick gegenüber dem Schweizer Fernsehen: «Wir haben vor dem Doppelschlag der Finnen im Schlussdrittel unsere Chancen gehabt, diese aber nicht genutzt. Wir haben aber generell zu viele Strafen genommen. Die Enttäuschung ist zwar gross, aber wir müssen das sofort abhaken und nach vorne schauen.»
Wick & Co treffen nun am Mittwoch auf Olympiasieger Kanada. Aus den letzten fünf Duellen an Weltmeisterschaften oder Olympischen Spielen holten die Schweizer immerhin 8 von 15 Punkten. Das, aber auch die mutige Offensivleistung der Simpson-Boys gegen Finnland, lässt Hoffnungen auf einen Coup gegen das Mutterland des Eishockeys zu. (DerBund.ch/Newsnet)
Erstellt: 08.05.2012, 22:08 Uhr
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