SCB bring sich um den Lohn
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Vaillant-Arena. - 6053 Zuschauer. - SR Reiber, Arm/Küng. - Tore: 23. Taticek (Grossmann, Sykora, Strafe angezeigt) 1:0. 28. Sejna (Marha, Sykora) 2:0. 32. Berger 2:1. 35. Berger (Ritchie, Furrer/Ausschlüsse Back, Forster) 2:2. 54. Sejna (Marha, Sciaroni) 3:2. - Strafen: 6mal 2 Minuten gegen Davos, 2mal 2 Minuten gegen Bern. - PostFinance-Topksorer: Sykora; Ritchie.
Davos: Genoni; Joggi, Forster; Guerra, Grossmann; Jan von Arx, Back; Stoop, Ramholt; Sykora, Reto von Arx, Taticek; Sciaroni, Marha, Sejna; Bürgler, Steinmann, Camichel; Kuonen, Holinger, Sieber.
Bern: Bührer; Kwiatkowski, Furrer; Kinrade, Gerber; Jobin, Hänni; Höhener; Berger, Ritchie, Dumont; Déruns, Vermin, Froidevaux; Scherwey, Gardner, Reichert; Bertschy, Plüss, Rüthemann.
Bemerkungen: Davos ohne Rizzi, Wieser, Guggisberg (alle verletzt), Bern ohne Lötscher, Morant, Roche (alle verletzt). 12. Genoni hält Penalty von Rüthemann. 44. Pfostenschüsse Forster und Sykora, 60. Pfostenschuss Reto von Arx. 59. Timeout Bern. Bern ab 58:56 ohne Goalie. si
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Der HC Davos ist der SC Bern der Gegenwart, was die Arroganz betrifft. Während bei den Bernern trotz der beiden Siege gegen Zug und die Kloten Flyers eine neue Bescheidenheit Einzug gehalten hat (siehe Ausgabe von gestern), strotzen die Bündner und vor allem ihr Trainer vor übersteigertem Selbstbewusstsein. Im letzten Spiel gegen die Lakers aus Rapperswil liess Arno Del Curto in der Schlussphase seine Torhüter fliegend wechseln, nachdem er eingeräumt hatte, seine Mannschaft gegen die Lakers absichtlich nicht gecoacht zu haben, um zu sehen, was in einem solchen Fall passiert.
Immerhin konnte sich Del Curto solche Überheblichkeiten gegen den SCB am gestrigen Abend nicht leisten. Dafür setzten die Berner die Vorgaben ihres Trainers Antti Törmänen zu gewissenhaft in die Tat um. Sie spielten ein einfaches Hockey mit dosiertem Forchecking und einem ausgeprägten Augenmerk auf die Herrschaft über die neutrale Zone. Noch vor der Partie hatte ein Vertreter des HC Davos SCB-Sportchef Sven Leuenberger auf dessen Aussage angesprochen, wonach die Berner aus einer gesicherten Defensive heraus operieren wollten. Ob man nun von Bern – in Anlehnung an den italienischen Defensiv-Fussball – ein Catenaccio-Hockey zu erwarten habe, fragte er. Die Antwort gaben die Berner auf dem Eis. Sie waren über weite Strecken das offensiv bessere Team und kamen insbesondere in der Anfangsphase zu vielen guten Möglichkeiten. Alleine, es fehlte wie so oft in letzter Zeit an der nötigen Kaltblütigkeit. Zu den auffälligsten Sündern gehörte Ivo Rüthemann, der auch noch einen Penalty verschoss.
Doppeltorschütze Berger verletzt
Was im Hockey unter Effizienz zu verstehen ist, zeigten die Bündner zu Beginn des Mitteldrittels, als sie zwei individuelle Fehler der Berner ausnützten (einen Abpraller von Marco Bühler sowie einen unnötigen Scheibenverlust) und aus zwei Torchancen zwei Tore machten. Man musste schon Schlimmes befürchten, die Ordnung, die bis dahin geherrscht hatte, drohte verloren zu gehen, und auch die Körpersprache liess wenig Gutes erahnen, als Geoff Kinrade wie schon im Spiel gegen die Flyers Präsenz markierte und eine kleine Schlägerei gegen Lukas Sieber vom Zaun brach, die er nach Punkten gewann. Es war gleichsam ein Weckruf an seine Kollegen, und fünf Minuten später war die Partie nach einem neuerlichen Doppelpack des jungen Pascal Berger wieder ausgeglichen.
Von jenem Moment an war es eine unterhaltsame Partie, die mitunter an das Offensivspektakel vom Oktober an gleicher Stätte erinnerte, als der SCB eine überaus attraktive Begegnung mit 7:6 gewann. Eine Partie auch, die bis zum Schluss ausgeglichen blieb und in welcher der HC Davos das glücklichere Ende diesmal auf seiner Seite hatte. Der SCB verlor dabei nicht nur drei Punkte, die durchaus möglich gewesen wären, sondern auch Pascal Berger, der mit einer Oberschenkel-Prellung ausschied. Ob er heute Abend im Spiel gegen Biel wieder mittun kann, war unmittelbar nach dem Spiel unklar. SCB-Trainer Antti Törmänen beklagte in einer ersten Reaktion die individuellen Fehler, die zur Niederlage führten, sowie die fehlende Cleverness im Abschluss. (Der Bund)
Erstellt: 03.02.2012, 22:46 Uhr
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