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Nichts Neues – die erste Chance vergibt der SCB meistens

Von René Hug. Aktualisiert am 13.04.2012 3 Kommentare

Der SCB hat den ersten Matchpuck zum Meistertitel 2012 vergeben. Bei den Bernern ist es fast schon Tradition, derartige Spiele vor eigenem Anhang zu verlieren.

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So war es vor 2 Jahren: Die Servettiens jubelten in Bern und verkürzten mit dem Sieg nach Verlängerung in der Finalserie auf 2:3. (Bild: Urs Baumann)

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Seit der Saison 1985/86 wird die Schweizer Eishockeymeisterschaft im Playoff-Modus ausgetragen. Zum achten Mal in 25 Jahren steht der SCB in diesem Frühjahr im finalen Titelkampf. Erst einmal (2010 gegen Servette) ist es den Stadtbernern bisher gelungen, den Meisterpokal in der Postfinance-Arena respektive im Allmendstadion vor eigenem Anhang sicherzustellen. Vor 2 Jahren machte der SCB in Spiel 7 mit einem 4:1-Erfolg gegen Servette alles klar, nachdem die Mutzen vier Tage zuvor im Heimstadion und danach auch auswärts nicht reüssiert hatten. Etienne Froidevaux, David Jobin, Jean-Pierre Vigier und Pascal Berger schossen die Tore zum zwölften Meistertitel – alle vier gehören nach wie vor zum SCB-Kader.

Dass sich die Mannschaft Antti Törmänens gestern nicht als Meister feiern lassen konnte, passt ins Bild. Bisher hat der Grossclub nur ein einziges Mal gleich die erste Chance gepackt – 1997 in Zug. Doch normalerweise brauchen die Berner, ganz dem Vorurteil entsprechend, etwas langsam zu sein, mehrere Anläufe. Und sie triumphieren, wie die folgende Auflistung zeigt, mit Vorliebe in der Fremde:

1989 gegen Lugano (Best of 5). Der SCB führt gegen den Qualifikationssieger mit 2:1 in der Serie, vergibt auf eigenem Eis den Meisterpuck (1:5-Niederlage) und gewinnt danach mit einem sensationellen 4:2-Auswärtssieg in der Resega den ersten Titel unter Trainer Bill Gilligan.

1991 gegen Lugano (Best of 5). Der SCB beginnt als Qualifikationssieger mit Heimvorteil, führt nach zwei Partien 2:0, vergibt die erste Chance im Allmendstadion (2:4), holt sich den Titel danach aber wiederum im Tessin. In der Verlängerung schiesst Verteidigerlegende Martin Rauch den entscheidenden Treffer zum 2:1.

1992 gegen Gottéron (Best of 5). Der SCB startet als Qualifikationsdritter gegen den Tabellenersten Gottéron mit dem russischen Traumduo Wjatscheslaw Bykow/Andrei Chomutow mit einem 4:3-Auswärtssieg und einem 11:2-Kantersieg vor eigenem Anhang. Doch die Freiburger gleichen die Serie mit zwei Siegen und einem Torverhältnis von 8:1 zum 2:2 aus. Gottéron geht danach vor eigenem Anhang als Favorit in die alles entscheidende Partie. Der SCB kontert mit einem souverän herausgespielten 4:1-Sieg – zum dritten Mal in Folge holen sich die Stadtberner den Titel im Stadion des Gegners.

1997 gegen Zug (Best of 5). Der SCB verliert als Qualifikationssieger das Startspiel gegen den Zweiten EV Zug mit 1:4, setzt sich danach aber mit drei Siegen en suite durch. Der 4:0-Erfolg in Spiel 4, der den Titel sichert, wird einmal mehr auswärts realisiert.

2004 gegen Lugano (Best of 5). Lugano, Sieger der Regular Season, gerät gegen die Berner gleich mit 0:2 Siegen ins Hintertreffen, der SCB vergibt darauf zwei Chancen, worauf die Serie 2:2 steht. Einmal mehr realisieren die Berner den entscheidenden Sieg, mit dem der elfte Titel in der Vereinsgeschichte bewerkstelligt wird, auf fremdem Eis. Beim 4:3 in der Resega lässt sich Marc Weber in der Verlängerung als Meisterschütze feiern.

2010 die Premiere (Best of 7). Die Finalissima zwischen Bern und Servette, den zwei besten Teams der Qualifikation, verläuft spannend und ausgeglichen. Drei Partien der Serie werden in der Verlängerung entschieden, der SCB vergibt nach einer 3:1-Führung zwei Meisterpucks, nutzt danach aber den Heimvorteil in Spiel 7 mit einem 4:1-Erfolg zum zwölften Titelgewinn. (Berner Zeitung)

Erstellt: 13.04.2012, 06:34 Uhr

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3 Kommentare

Martin Löffel

13.04.2012, 14:14 Uhr
Melden

Naja, aus meiner Sicht ist der Final eine abgekartete Sache. Damit jedes Team finanzielle Vorteile hat gibt es genügend Heimspiele mit "FULL HOUSE" Antworten


Ben Rihs

13.04.2012, 21:33 Uhr
Melden

@ Hr Löffel Das glauben sie ja selber nicht... Antworten



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