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Lötscher skort für den SC Bern
Von Dieter Stamm. Aktualisiert am 11.08.2012 1 Kommentar
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Die Langenthaler haben gestern noch einmal ihre Hockeyhelden gefeiert. 1576 Unentwegte kamen in die Schoren, obschon es das sommerliche Wetter eigentlich verboten hätte, den Abend in einer Eishalle zu verbringen. Aber der erste Meistertitel, selbst wenn er «nur» in der zweithöchsten Liga errungen worden war, macht die Oberaargauer auch vier Monate später noch stolz: «Schade, gibt es heute Abend keine Begegnung zweier Meister», flachste ein Einheimischer an der Kasse gegenüber einem Berner, dem als Antwort nur ein säuerliches Lächeln blieb.
Aus Berner Sicht stand jedoch nicht die schmerzliche Niederlage zum Abschluss der letzten Saison im Mittelpunkt des Interesses, sondern das überraschende Comeback von Kevin Lötscher. 15 Monate nach dem schweren Unfall in Siders spielte der 24-Jährige an der Seite von Caryl Neuenschwander und Neuzuzug Flurin Randegger die gesamte Partie durch. Bereits vor einer Woche hatte er mit den Elite-Junioren eine Partie absolviert und dabei zwei Treffer erzielt. Doch Juniorenpartien sind mit Begegnungen der ersten Mannschaft nicht vergleichbar. Das wusste auch Lötscher.
«Unglaublich schön»
Nun, für den ehemaligen Nationalspieler war das Mitmachen natürlich das Wichtigste. Und es ist klar, dass seine Leistung in Anbetracht des Vorgefallenen in den Hintergrund zu treten hat. Selbstredend kam er oft einen Moment zu spät und ging das Spiel häufig an ihm vorbei. Das wusste er nach der Partie selbst und schonte sich in seiner Analyse nicht: «Meine Fortschritte sind riesig, aber ich bin noch weit davon entfernt, jener Spieler zu sein, der ich vorher war.» Immerhin vermochte er in der 30. Minute einen Akzent zu setzen, als er im Überzahlspiel mustergültig Ryan Gardner bediente und so zu seinem ersten Assistpunkt für den SC Bern kam. Die mitgereisten Berner Fans skandierten seinen Namen noch nach dem Schluss der Partie. «Das war unglaublich schön», sagte Lötscher.
Neulinge noch verhalten
Ansonsten war die Partie ein Aufgalopp mit naturgemäss vielen Fehlern und dezenten Auftritten der Berner Neuerwerbungen Nicklas Danielsson (an der Seite von Gardner), Randegger und Franco Collenberg. Aber die Begegnung bot auch Gelegenheit für eine Nachwuchsschau, die zeigte, dass in Bern viel Hoffnungsvolles nachwächst. Neben Christoph Bertschy, der bereits letzte Saison den Durchbruch geschafft hatte, kamen mit den Verteidigern Silvan Hebeisen und Sämi Kreis sowie den Stürmern Marco Müller, Reto Amstutz und Julian Schmutz fünf weitere Elite-Junioren zum Einsatz. Sie wussten mit kecken Auftritten zu gefallen (Müller schoss gar das 1:0) und wurden dafür vom Trainergespann mit Einsätzen in den Spezialsituationen belohnt. Headcoach Antti Törmänen lobte Müller nicht nur wegen des Tores. «Sein Stil gefällt mir sehr gut», sagte der Finne nach der Partie. (Der Bund)
Erstellt: 11.08.2012, 08:25 Uhr
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