Sport

«Ich hatte eine Idee, die uns zum Sieg führen wird»

Von Emil Bischofberger. Aktualisiert am 17.04.2012

Beim SCB wurde am Montag vor und während des vorletzten Trainings viel diskutiert. Trainer Antti Törmänen versprühte Optimismus.

Der Trainer erklärt, die Spieler hören zu: Die traditionelle Rollenteilung war im Abschlusstraining eher die Ausnahme als die Regel.

Der Trainer erklärt, die Spieler hören zu: Die traditionelle Rollenteilung war im Abschlusstraining eher die Ausnahme als die Regel.
Bild: Manuel Zingg

Mit über einer halben Stunde Verspätung marschieren die Spieler aufs Eis. Und führen das weiter, was vorher schon in der Kabine Hochkonjunktur hatte: den Dialog. Da werden Varianten und Nuancen mit Trainer Törmänen diskutiert, lange und ausgiebig. War das seine längste Teambesprechung? «Vielleicht ist das so. Dabei mag ich normalerweise keine langen Besprechungen. Aber die Jungs wollten das. Auch danach auf dem Eis. Sie wollten über die kleinen Details sprechen. Sicher gehen, dass wir alle dasselbe meinen. Wenn du im November versuchst, eine lange Teamsitzung abzuhalten, hören dir nicht allzu viele Spieler zu. Nun konnten sie sich darauf konzentrieren», sagt Törmänen.

Er sieht sein Team nach den zwei verlorenen Spielen zurück in der bevorzugten Rolle: «Wir waren gegen Kloten und gegen Fribourg Aussenseiter. Wir waren gegen Zürich Aussenseiter, bis wir 3:1 führten. Nun sind wir wieder Aussenseiter.»

Rückkehr zu den angestammten Linien

Auf dem Eis fehlt – wenig überraschend – kein Spieler. Alles deutet darauf hin, dass es eine erneute Rückkehr zu den angestammten Linien gibt. Also: Wieder mit Jean-Pierre Dumont im ersten Sturm neben Ritchie und Berger. In der Verteidigung gibt es zwischen Travis Roche und Joel Kwiatkowski keinen Hinweis, wer von beiden heute einlaufen wird. Dass Törmänen zuletzt aber jeweils zwei Ausländer auswechselte, spricht für Roche.

Ernsthaftigkeit ist Trumpf. Ausser Brunner und Scherwey ist keiner zum Scherzen aufgelegt. Sondern konzentriert bei der Arbeit. Marco Bührer spult sein Programm wie gewohnt ab und geht ebenso gewohnt als Erster vom Eis. Ohne Kommentar. Ivo Rüthemann, der dem Torhüter folgt, ist da gesprächiger. «Das Gerede über Erfahrungen in Spiel 7, letztlich ist das doch irrelevant. Wichtig ist einzig, dass wir uns gut aufs Spiel vorbereiten. Aber das ist ja immer so. Und das haben wir auch selber in der Hand», sagt der Flügelstürmer.

Er fordert, dass das Team wieder kompakter agiere, «der Gegner hatte zu viel Raum. Das mag jedes Team.» Törmänen erzählt derweil von seinem freien Sonntag. Am Abend schaute er sich im Fernsehen den neusten James-Bond-Film an. «Dabei hatte ich eine Idee fürs Spiel, die uns zum Sieg führen wird», sagt er mit einem Lächeln. Anzunehmen ist, dass es nicht der Titel des Films war, der ihn inspirierte: «Ein Quantum Trost.» (Der Bund)

Erstellt: 17.04.2012, 07:04 Uhr

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