Sport
«Ich habe noch die Motivation, zu den Besten zu gehören»
Interview: Florian A. Lehmann, Kloten. Aktualisiert am 25.04.2012
Aufgebot und WM-Modus
Aufgebot Tests gegen Kanada (29. April/1. Mai).
Torhüter (3): Reto Berra (Biel), Lukas Flüeler (ZSC Lions), Tobias Stephan (Genève-Servette).
Verteidiger (10): Goran Bezina (Genève-Servette), Severin Blindenbacher (ZSC Lions), Félicien Du Bois (Kloten Flyers), Philippe Furrer (Bern), Robin Grossmann (Davos), Luca Sbisa (Anaheim Ducks), Mathias Seger (ZSC Lions), Mark Streit (New York Islanders), Julien Vauclair (Lugano), Patrick von Gunten (Frölunda/Sd).
Stürmer (15): Andres Ambühl (ZSC Lions), Matthias Bieber (Kloten Flyers), Damien Brunner (Zug), Denis Hollenstein (Kloten Flyers), Michael Liniger (Kloten Flyers), Thibaut Monnet (ZSC Lions), Simon Moser (SCL Tigers), Nino Niederreiter (New York Islanders), Benjamin Plüss (Fribourg), Kevin Romy (Lugano), Daniel Rubin (Genève-Servette), Ivo Rüthemann (Bern), Julien Sprunger (Fribourg), Morris Trachsler (Genève-Servette), Roman Wick (Kloten Flyers).
Modus für die A-WM in Helsinki und Stockholm:
Die A-WM wird erstmals mit einem neuen Modus gespielt. Die Vorrunde wird in zwei Gruppen mit je acht Mannschaften durchgeführt. Die ersten vier Teams jeder Gruppe qualifizieren sich nach sieben Partien für die Viertelfinals. Die bisherige Zwischenrunde entfällt. Die letzten Nationen jeder Gruppe steigen in die Division I ab.
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Haben Sie die spontane Phase der Meisterfeierlichkeiten gut überstanden?
Ja, wir haben eine schöne und lustige Zeit miteinander verbracht.
Und der havarierte Meisterpokal sollte wieder geflickt sein?
Der Pokal sollte wieder bereit sein für den Samstag, wenn die offizielle Meisterfeier stattfindet.
Aber können Sie sowie die anderen Internationalen der ZSC Lions überhaupt an dieser Party im Hallenstadion teilnehmen? Die Schweiz trägt am Sonntag ihren ersten Test gegen Kanada aus.
Wir wissen noch nicht, ob wir mitfeiern können. Wir müssen das mit dem Nationaltrainer besprechen.
Sie haben 268 Länderspiele für die Schweizer A-Nationalmannschaft auf dem Buckel. Haben Sie nach einer so langen und beschwerlichen Saison überhaupt noch Lust, die A-WM zu bestreiten?
Ja, auf jeden Fall. Die WM ist ein Supplement. Gewiss, es war eine harte Saison mit einem erfreulichen Abschluss. Den Titel haben wir uns hart erkämpft. Aber jetzt kommt die WM, wo die besten Spieler des Landes an einem hochstehenden Turnier teilnehmen dürfen. Ich habe immer noch die Motivation, zu den Besten zu gehören. Deshalb ist es auch mein Ziel, an der WM mitzuspielen.
Rechnen Sie überhaupt mit einem Trip mit der Nati nach Helsinki?
Ich kann nicht einfach so damit rechnen. Ich probiere einfach alles, damit ich an der A-WM spielen kann. Aber diese Aufgabe ist nicht einfach.
Das Schweizer WM-Kader ist in der Abwehr gut und prominent besetzt.
Die Konkurrenz ist hart. Es stehen zwei Spieler aus Übersee im Kader. (Anm. d. Red.: Mark Streit und Luca Sbisa). Dazu kommt ein Verteidiger aus Schweden (Patrick von Gunten). Auch die Schweizer Liga braucht sich nicht zu verstecken. Es gibt viele gute Verteidiger in unserem Land. Es wird ein harter Konkurrenzkampf.
Falls es nicht mit der Selektion klappen würde: Wären Sie Nationalcoach Sean Simpson, der zuvor auch Ihr Clubtrainer war, böse?
Ich wäre in diesem Fall nicht böse mit dem Trainer, sondern eher enttäuscht über meine Leistung. Aber es ist eine Entscheidung, die der Coach nun mal fällen muss. Es wird zwei Verteidiger treffen, die nicht an die WM reisen dürfen. (Nationalcoach Simpson hat angedeutet, dass der angeschlagene Julien Vauclair und Robin Grossmann vermutlich über die Klinge springen müssen.)
Die A-WM wird in einem neuen Modus ausgetragen. Was halten Sie davon?
Ich finde den Modus interessanter als früher. Und er ist fairer. Wenn man ein Spiel verliert, so bedeutet das nicht gleich das Ende der Welt. Man hat immer noch eine Chance, sich ins Turnier zurückzukämpfen. Dazu kommen logistische Vorteile, gerade für die Fans: Für sie ist es nun einfacher und übersichtlicher, eine Reise zu buchen. Die Daten der ersten sieben Spiele der Mannschaften sind ja seit längerem bekannt. Das wird auch Vorteile für die Organisatoren mit sich bringen.
Wo sehen Sie die Schweiz nach den sieben Gruppenspielen?
Unser Ziel ist ein Platz unter den Top 4 in der Gruppe. Damit wäre auch der Einzug in die Viertelfinals geschafft. Andererseits muss uns klar sein, dass es sich um eine schwierige Gruppe handelt. Nichtsdestotrotz müssen wir versuchen, jedes Spiel zu gewinnen. Wenn uns das gelingt, brauchen wir auch nicht immer auf die Tabelle zu schauen.
(DerBund.ch/Newsnet)
Erstellt: 25.04.2012, 10:02 Uhr
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