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Erster Punktgewinn für Aufsteiger Kasachstan

Aktualisiert am 11.05.2012

Kanada und Russland haben an der WM in Helsinki und Stockholm die Vorrunden-Knüller für sich entschieden und den Gastgebern Finnland, respektive Schweden die ersten Niederlagen an diesem Turnier zugefügt.

Schwedens Torhüter Viktor Fasth und Victor Hedman (R) kämpfen mit Russlands Yevgeni Malkin um den Puck. (11. Mai 2012)

Schwedens Torhüter Viktor Fasth und Victor Hedman (R) kämpfen mit Russlands Yevgeni Malkin um den Puck. (11. Mai 2012)
Bild: Keystone

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Der Olympiasieger aus Kanada bezwang Titelverteidger Finnland in der «Schweizer» Gruppe 5:3 durch und qualifizierte sich als viertes Team nach den Finnen sowie den Schweden und den Russen aus der Gruppe B für die Viertelfinals. Die Russen sind nach dem 7:3 in Stockholm gegen die Schweden das einzige noch ungeschlagene Team.

Die zwei Spitzenspiele verliefen ähnlich; die Gastgeber verspielten beide eine Zweitore-Führung. Finnland lag gegen die Kanadier 2:0 und 3:1 vorne und musste sich am Schluss ebenso geschlagen geben wie die Schweden, die im Mitteldrittel ebenfalls mit 3:1 in Front lagen. Die «Tre Kronor» mussten sich am Schluss voin entfesselten Russen gar deklassieren lassen.

Kanada dank Kane

Finnland und Kanada, die beiden Bezwinger der Schweiz, lieferten sich in der vollen Hartwall Arena die erwartet spektakuläre Partie. Evander Kane lenkte in der 47. Minute einen Schuss von Corey Perry zum Siegtreffer (4:3) ab. Jordan Eberle mit dem fünften Treffer ins leere Tor besiegelte die erste finnische WM-Niederlage. «Ab dem zweiten Drittel konnten wir mehr Druck erzeugen», so Kanadas Trainer Brent Sutter. «Wir hofften, dass bei Finnland die Kräfte etwas schwinden, nachdem sie bereits am Donnerstag gespielt haben.»

Finnland war ausgezeichnet gestartet und deklassierte die Kanadier im ersten Drittel (15:4 Torschüsse!) phasenweise zu Statisten. Doch Kanada fing sich auf und drehte die Partie - nicht zuletzt, weil es die Finnen mit ihrer Verspieltheit des öftern übertrieben. «Es war ein exzellenter Start von uns, aber danach machten wir zu wenig für das Spiel», so der finnische Trainer Jukka Jalonen. «Und gegen ein Team wie Kanada ist es sehr schwierig zu gewinnen, wenn man nur verteidigen muss.»

Malkin mit fünf Skorerpunkten

Jewgeni Malkin hiess der Matchwinner für die Russen, die im Ende gar zu einer Gala luden. Malkin, der Superstar der Pittsburgh Penguins, hatte bei fünf der sieben Treffer seinen Stock im Spiel. Drei Tore, unter ihnen die entscheidenden im letzten Drittel vom 4:3 zum 6:3, erzielte der Stürmer selbst. Mit 12 Punkten aus 5 Spielen führt Malkin auch die Skorerliste der WM an.

Nachdem Malkin das 5:3 erzielt hatte, besassen die Schweden nach einer Matchstrafe gegen Dimitri Kalinin die Chance, noch einmal in die Partie zurück zu finden. Doch während der fünf Minuten Überzahl brachten sie kein Tor mehr zu Stande.

Amerikanisches Ende ohne Schrecken

Derweil gaben die USA in der «Schweizer» Gruppe gegen Kasachstan beim 3:2 nach Verlängerung überraschend einen Punkt ab. Doppeltorschütze Justin Faulk von den Carolina Hurricanes bewahrte die Amerikaner mit dem Siegtreffer 22 Sekunden vor Ablauf der Overtime vor einer riesigen Blamage. Die USA dominierten die Partie mit 50:19 Schüssen nach Belieben. Dank Torhüter Witali Kolesnik von Salawat Ufa und Talgat Schailauow (1 Tor/1 Assist) von Barys Astana durfte der kasachische Asienmeister, der zwei Spiele vor Ende der Vorrunde und mit null Punkten vor dem direkten Wiederabstieg steht, bis am Schluss auf die Sensation hoffen.

Vor zwei Jahren an der WM in Deutschland hatten die USA in der Abstiegsrunde den selben Gegner noch mit 10:0 besiegt - das letzte zweistellige Resultat an einer A-WM. Nachdem sie bereits gegen die Slowakei (2:4) verloren hatten, stehen die Amerikaner nun im Hinblick auf die Viertelfinal-Qualifikation noch mehr unter Druck. Die USA sind am Dienstag der letzte Gruppengegner der Schweiz.

Im vierten Spiel des Tages deklassierte Tschechien in der Gruppe B Italien gleich mit 6:0. Goalie Jakub Stepanek (SKA St. Petersburg) parierte 20 Schüsse für seinen Shutout. Einziger Doppeltorschütze war Petr Caslava (ZSKA Moskau). (kle/si)

Erstellt: 11.05.2012, 23:53 Uhr

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