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Ein kanadischer Kürlauf zum Abschluss der Party
Von Florian A. Lehmann/si. Aktualisiert am 31.12.2012 11 Kommentare
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Auf dem letzten Teilstück zur Trophäe inszenierten die Kanadier einen veritablen Kürlauf. Ob im Powerplay, bei gleichem Bestand oder in Unterzahl, das Dream-Team führte den entkräfteten Schweizer Rekord-Champion vor. Die NHL-Ikonen sorgten für die grossen Unterhaltungsmomente: Ryan Smyth (Edmonton), Patrice Bergeron (Boston), John Tavares (New York Islanders) und Jason Spezza (Ottawa) wurden ihren klingenden Namen vollumfänglich gerecht. Sie sorgten für das deutlichste Finalergebnis der letzten sieben Jahre.
Goalie Leonardo Genoni musste schon in den ersten 46 Sekunden drei Schüsse der ohne Rücksicht auf Verluste anstürmenden «Canucks» entschärfen, die vierte Aktion hingegen war bereits eine zu viel: Patrice Bergeron schob einen Abpraller über die Torlinie. Noch ehe der HCD sich gruppiert hatte, erhöhte Lakers-Verteidiger Derrick Walser auf 2:0. Und als sich NLA-Topskorer Damien Brunner – beim Spengler-Cup in drei Partien übrigens ohne den geringsten positiven Einfluss – in der eigenen Zone austricksen liess, schuf Edmontons Captain Ryan Smyth mit seinem zweiten Turniertor zum nahezu frühstmöglichen Zeitpunkt die Zäsur. Der Rest war nur noch Formsache für die prominente Auswahl aus Übersee.
Die Komplimente des unterlegenen Finalisten
Ein enttäuschter Joe Thornton, der Lockout-Star des HC Davos, brachte es gegenüber SRF nach dem Final auf den Punkt. «Uns ist das Benzin ausgegangen. Und das Team Canada war einfach besser als wir», erklärte der Stürmer der San Jose Sharks. «Big Joe» wird, wie die anderen Lockout-Gäste in der NLA auch, bald seine Koffer packen und nach Hause reisen, bevor die Trainingscamps der NHL-Teams beginnen.
HCD-Stürmer Dario Bürgler, der auf herrliche Weise das 1:3 erzielte, bedauerte, dass «der Final nicht spannender war. Es lief nicht so, wie wir uns das vorgestellt hatten. Aber sie waren eindeutig die bessere Mannschaft. Alle Kanadier sind an der Scheibe sehr stark». Die Differenz im Final sei noch grösser gewesen als im Gruppenspiel, «wo wir wenigstens noch Torchancen hatten. Das Team Canada hat das Turnier verdient gewonnen.» Ausreden wegen der Müdigkeit und der fehlenden Energie – es war der fünfte Auftritt innert fünf Tagen – wollte der Topskorer der Davoser in der Liga nicht aufkommen lassen.
Bei den Kanadiern dagegen herrschte grosse Freude. Headcoach Doug Shedden erinnerte noch einmal daran, wie ernst alle Spieler die Aufgabe nahmen. Und sein Schlusspunkt drückte das aus, was alle über dieses starke kanadische Team dachten: «Es ist eine Ansammlung von wunderbaren Spielern.»
Team Canada - Davos 7:2 (3:1, 2:0, 2:1)
Vaillant-Arena. - 6504 Zuschauer (ausverkauft). - SR Jerabek/Piechaczek (Tsch/De), Fluri/Müller. - Tore: 1. (0:46) Bergeron (Tavares) 1:0. 4. Walser (Demers, Bergeron/Ausschluss Brunner) 2:0. 10. Smyth (Bergeron/Ausschluss Holden!) 3:0. 18. Bürgler (Schneeberger) 3:1. 22. Smyth (Bergeron, DuPont) 4:1. 31. Tavares (Walser, DuPont) 5:1. 41. Spezza 6:1. 50. Tavares (Spezza/Ausschluss Kinrade!) 7:1. 58. Diaz (Kane) 7:2. - Strafen: 6mal 2 Minuten gegen das Team Canada, 7mal 2 Minuten gegen den HCD.
Team Canada: Dubnyk; Noreau, Colaiacovo; Demers, Walser; Roche, Kinrade; DuPont, Barker; Gagner, Spezza, Tavares; Seguin, Bergeron, Smyth; Holden, Duchene, Pouliot; Micflikier, Brett McLean, Williams.
Davos: Genoni/Berra (ab 31.); Forster, Diaz; Ramholt, Alatalo; Grossmann, Schneeberger; Back; Brunner, Reto von Arx, Hofmann; Kane, Taticek, Eriksson; Bürgler, Marha, Thornton; Sciaroni, Steinmann, Wieser; Sykora.
Bemerkungen: HCD ohne Rizzi, Jan von Arx, Nash (alle verletzt), Guerra, Sieber, Neuenschwander (alle U-20-WM), Ryser, Corvi, Joggi (alle überzählig), Team Canada ohne Pelletier, Kurtis McLean (beide überzählig), Ritchie (gesperrt).
(DerBund.ch/Newsnet)
Erstellt: 31.12.2012, 14:40 Uhr
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11 Kommentare
Zum 1.Bild ist nur zu sagen, dass in der Schweiz mit Abstand die hässlichsten Pokale weltweit verteilt werden! (Jahrelange blaue Plastik-Schirmständer der NLA lässt grüssen..) Ein Pokal der für ein Traditions-Turnier oder Meisterschaft steht sollte einfach aus Metall sein und glänzen kurz was darstellen - muss nicht einmal teuer sein und kann jedes Jahr weitergegeben werden (Sieger eingraphieren.. Antworten
Als Gottéron-Fan habe ich, soweit möglich, die Spiele mitverfolgt. Eigentlich ist es aber ein Witz während der Altjahrswoche die Meisterschaft zu unterbrechen. Während dieser Zeit hätten wohl viele Zeit Meisterschaftspiele der NLA mitzuverfolgen. Man könnte Spiele am Nachmittag organisieren. Ab anscheinend ist ein Turnier, wo es nur um eine "goldene Ananas" geht wichtiger. Antworten
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